Breitband-Ausbau:
Zwischenziel 2018


[16.9.2014] Das für das Jahr 2018 gesteckte Breitband-Ziel lässt sich erreichen, ist aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg hin zu neuen Technologien. So lautet ein Tenor der diesjährigen Herbstkonferenz der Deutschen Breitbandinitiative.

Dorothee Bär, Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ist optimistisch, dass die Breitband-Ziele für 2018 erreicht werden. Mehr als 150 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik haben auf der Herbstkonferenz der Deutschen Breitbandinitiative 2014 diskutiert. Bis zum Jahr 2018 will die Bundesregierung flächendeckend eine Verbindung von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung stellen. Dorothee Bär, Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, zeigte sich optimistisch, dass diese Ziele erreicht werden können, kommentierte jedoch: „Wir müssen verstärkt auch darüber diskutieren, wie es gelingen kann, die Gesellschaft mitzunehmen und Offenheit für neue Technologien zu schaffen. Auch über 2018 hinaus. Denn wir wollen, dass alle Bürger von den Chancen der Digitalisierung profitieren können.“ Sigurd Schuster, Leiter des Projekts Deutsche Breitbandinitiative, ergänzte: „Wir sind in Deutschland auf dem richtigen Weg, das für 2018 gesteckte Breitband-Ziel zu erreichen. Der Breitband-Ausbau im Technologiemix dient hier als Wegbereiter: Über den Einsatz von LTE für den ländlichen Raum entsteht eine nahezu flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Mobilfunk. Kupferkabel ist als Übergangstechnologie unverzichtbar und mit dem Ausbau des Glasfasernetzes entsteht die Basis für viele zukünftige Anwendungen – die wir uns heute zum Teil noch nicht vorstellen können – und für die zukünftige technologische Weiterentwicklung. Der für das Jahr 2018 gesetzte Meilenstein kann aber nur als Zwischenziel verstanden werden.“ Perspektivisch müssten laut der Initiative D21 Investitionen in Telekommunikationsinfrastruktur höhere Bandbreiten sowie kürzere Ladezeiten möglich machen. Insbesondere im ländlichen Raum seien die erforderlichen Investitionen je Breitband-Anschluss relativ hoch, sodass der flächendeckende Breitband-Ausbau auf ein Investitionsvolumen von knapp 20 Milliarden Euro geschätzt wird. Mögliche Modelle zur Finanzierung und neue Technologien waren Themen des Paneltalks. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darin, dass die Vergabe der 700- Megahertz-Frequenzen zeitnah erfolgen soll. Sie werden durch den Umstieg der Funkübertragungstechnik DVBT auf DVBT2 frei. (ve)

www.breitbandinitiative.de
www.initiatived21.de
www.d21-digital-index.de

Stichwörter: Breitband, Politik, Dorothee Bär, Deutsche Breitbandinitiative, Initiative D21

Bildquelle: Initiative D21 e.V.

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