Hessen:
Datendieben das Leben schwer machen


[13.2.2017] Hessen verstärkt die Förderung der Cyber-Sicherheitsforschung. Mit der Agenda Cyber-Sicherheit@Hessen will das Land auf allen Ebenen gegen virtuelle Straftaten vorgehen.

Hessen: Wirtschaft und Politik wollen gemeinsam gegen Datenklau und virtuelle Straftaten vorgehen. Das hessische Ministerium des Innern und für Sport wird nach eigenen Angaben seine Forschungsförderung im Bereich der Cyber-Sicherheit intensivieren. „Unser Ziel ist es, im engen Schulterschluss mit unserem Wissenschaftsstandort innovative Produkte zu entwickeln, die zu mehr Datensicherheit im Netz beitragen sollen“, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth. „Wir wollen Datendieben auf allen Ebenen das Leben so schwer wie möglich machen.“ So habe das Land vor einem Jahr 2,5 Millionen Euro für das Kommunale Dienstleistungszentrum Cyber-Sicherheit zur Verfügung gestellt. Es bietet hessischen Kommunen kostenlos Beratungsleistungen, Analyseinstrumente und Schulungen an, um ihre IT-Infrastrukturen abzusichern. Ziel ist es, die IT vor allem in den kleineren Kommunen sicherer zu machen. Im vergangenen Jahr haben schon mehr als 150 Städte und Gemeinden das Angebot in Anspruch genommen.
Im Landespolizeipräsidium wird derzeit ein neues Kompetenz-Team aufgebaut. Dieses soll alle Maßnahmen zur Cyber-Sicherheit identifizieren, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für den Kampf gegen Datendiebstahl zu erarbeiten und die eigene Informationstechnik besser vor Angriffen zu schützen, informiert das Ministerium. „Virtuelle Straftaten müssen reale Konsequenzen haben, deshalb stärken wir in diesem Jahr die hessische Polizei mit 120 zusätzlichen Stellen im Bereich Cybercrime/Organisierte Kriminalität“, sagte Beuth. Auch das Arbeitsfeld Digitaler Wirtschaftsschutz im Landesamt für Verfassungsschutz wird weiter ausgebaut. Das hessische Innenministerium fördert zurzeit sechs Projekte mit rund 1,2 Millionen Euro im Rahmen dieser Agenda.
Die Projekte der Forschungspartner (Technische Universität und Hochschule Darmstadt sowie die Darmstädter Fraunhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie und für Graphische Datenverarbeitung) decken nach Angaben des Ministeriums ein breites Spektrum ab: Unter anderem befassen sich die Projekte mit dem Schutz vor der unerwünschten Verbreitung sensibler Dokumente und mit sicheren Authentifikationsverfahren im E-Government. Erste Ergebnisse werden im Laufe dieses Jahres erwartet. Auf dem ersten hessischen Cyber-Sicherheitsgipfel im Februar vergangenen Jahres haben das Land Hessen und die Forschungspartner das Darmstädter Kommuniqué als Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Forschung beschlossen und einen Runden Tisch Cyber-Sicherheit Hessen gegründet. (sav)

www.hessen.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Hessen, Peter Beuth

Bildquelle: HMdIS

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Sicherheit
Hessen: Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit
[23.6.2017] Mit einem neuen Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit will Hessen Cyber-Angriffe noch schneller als bislang abwehren und verfolgen. Das so genannte Hessen3C soll eine der wesentlichen Säulen der Agenda Cybersicherheit@Hessen werden. mehr...
Auf dem zweiten hessischen Cybersicherheitsgipfel kündigt Innenminister Peter Beuth ein neues Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit an.
IT-Sicherheit: Interkommunales Konzept Bericht
[22.6.2017] Die Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West (KAAW) unterstützt ihre 39 Mitgliedskommunen bei der Erstellung eines individuellen IT-Sicherheitskonzepts. Der Zweckverband hat dafür eine eigene Vorgehensweise auf Basis des BSI-Grundschutzes entwickelt. mehr...
IT-Sicherheit: BSI sucht Studienteilnehmer
[22.6.2017] Im Rahmen einer Studie untersucht das BSI Auswirkungen von IT-Sicherheitsvorfällen in Deutschland. Unternehmen vorzugsweise aus dem Bereich Kritische Infrastrukturen können online an der Befragung teilnehmen. mehr...
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik startet eine Online-Umfrage zu den Auswirkungen von IT-Sicherheitsvorfällen.
Datenschutz und Technik: Neues ÖFIT-Whitepaper
[15.6.2017] In einem neuen Whitepaper widmet sich das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) dem Sachstand, den technischen Möglichkeiten und der Zukunft des Datenschutzes. mehr...
IT-Sicherheit: Bewerbung oder Attacke? Bericht
[7.6.2017] Eine von rund 100 an eine öffentliche Institution geschickten E-Mails enthält Schad-Software. Ein unerwartetes Einfallstor für solche Cyber-Attacken sind vermeintliche Bewerbungen. Schutz bieten hier Bewerbungsportale oder der Einsatz zertifizierter Software. mehr...
Ransomware befällt Rechner über E-Mail-Anhänge.
Suchen...

 Anzeige

Advantic
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Sicherheit:
Citkomm services GmbH
58675 Hemer
Citkomm services GmbH
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP