Bremen/Hamburg:
Gemeinsame Sache bei GDI


[15.2.2017] Ihre Geodaten-Infrastrukturen wollen Bremen und Hamburg auf eine gemeinsame technische Plattform heben und dabei von Synergieeffekten profitieren. Die technische Basis für die Kooperation stellt IT-Dienstleister Dataport zur Verfügung.

Bremen und Hamburg besiegeln weitere Zusammenarbeit im Bereich Geodaten-Infrastruktur. Die Freie und Hansestadt Bremen, vertreten durch das Landesamt für Kataster - Vermessung - Immobilienbewertung - Informationssysteme (GeoBremen), und die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch den Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV), haben beschlossen, ihre Geodaten-Infrastrukturen (GDI) auf eine gemeinsame technische Plattform zu heben. Wie die beiden Partner mitteilen, ist die Kooperation der beiden Länder in diesem Themenbereich nicht ganz neu, da man sich schon die technische Plattform zur Eingabe und Verbreitung von Metadaten teile. Durch die Kooperation mit den Bundesländern Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sei man im MetadatenVerbund bereits seit dem Jahr 2015 gemeinsam aktiv und über die Adresse www.metaver.de erreichbar und verbunden.
Grundlage für die jetzt geschlossene Vereinbarung ist die EU-Richtlinie INSPIRE, welche gesetzliche Vorgaben zum Aufbau einer GDI vorgibt, die in Deutschland sowohl durch ein Bundesgesetz als auch durch entsprechende Ländergesetze umgesetzt werden. Bremen und Hamburg sind dabei nach eigene Angaben in der Lage, mit Dataport einen gemeinsamen Dienstleister im IT-Umfeld zu haben, der die technische Basis für die Kooperation zur Verfügung stellt.
Wie die beiden Länder weiter mitteilen, wird dem Land Bremen im Rahmen der GDI-Kooperation die Nutzung der bislang allein dem LGV Hamburg zur Verfügung stehenden Server-Infrastruktur zur Bereitstellung von Geodaten und Geodatendiensten ermöglicht. Das System stelle dabei die Veröffentlichung von transformierten und nicht transformierten INSPIRE-Daten sicher, indem die strukturiert in Datenbanken vorgehaltenen Geodaten über standardisierte Geodatendienste (Darstellungs- und Download-Dienste) im Internet verfügbar gemacht werden. Außerdem ermögliche das Verfahren die Veröffentlichung von weiteren Geodatendiensten des Landes Bremen im Internet. Durch die Zusammenlegung entstünden für beide Länder Synergieeffekte, die in wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht von Bedeutung seien. (bs)

www.geoinfo.hamburg.de
www.geo.bremen.de
www.metaver.de

Stichwörter: Geodaten-Management, INSPIRE, Bremen, Hamburg, Dataport

Bildquelle: LGV Hamburg

Druckversion    PDF     Link mailen


Advantic
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geodaten-Management
krz: GDI unterstützt Schulämter
[23.8.2017] Die Geodaten-Infrastruktur (GDI) des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) kann den kürzesten Weg zwischen Wohnsitz und nächstgelegener Grundschule ermitteln. Schulämter erhalten so eine erste Orientierung in Sachen Schülerfahrkosten. mehr...
Stadtplan von Lemgo in OpenStreetMap: Basis für neuen Service des krz.
Landkreis Havelland: Geoportal im Aufbau
[15.8.2017] Bürger, Landkreisverwaltung Havelland und andere Behörden sollen künftig über ein einheitliches Portal an Geo-Informationen gelangen. mehr...
Trier: Fülle an Daten im Geoportal
[1.8.2017] Ein neues Geoportal hat jetzt die Stadt Trier online gestellt. Dieses basiert auf Open Source Software und bietet eine Fülle an Daten für Bürger und Touristen. Außerdem kann der Online-Stadtplan nun mobil aufgerufen werden. mehr...
Eine Fülle an Daten bietet das neue Geoportal der Stadt Trier.
Bayern: Geodatenbank eröffnet
[31.7.2017] Geodaten aus dem gesamten Freistaat werden künftig in der neuen Dienststelle Geo-Datenbank Bayern des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Waldsassen erfasst. An der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden soll außerdem ein Studiengang Geoinformatik und Landmanagement starten. mehr...
Intergeo 2017: Disy feiert 20-jähriges Bestehen
[27.7.2017] Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens wird das Unternehmen Disy Informationssysteme auf der Fachmesse Intergeo nicht nur die neue Version seiner GIS- und Reporting-Plattform Cadenza präsentieren. Auch eine neue Software werde den Messebesuchern vorgestellt. mehr...
Die Cadenza-Plattform von Disy Informationssysteme wird vielseitig eingesetzt.