Studie:
Wie digital ist Deutschland?


[17.3.2017] Ein Gesamtbild der Digitalisierung zeichnet eine aktuelle Studie des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT). Rund 90 Indikatoren wurden in den Deutschland-Index der Digitalisierung 2017 einbezogen und auf Länderebene heruntergebrochen.

Studie des ÖFIT zeichnet Gesamtbild der Digitalisierung in Deutschland. Wo gibt es das beste Mobilfunknetz? Wo sind digitale Wirtschaft und Forschung am stärksten? Welche kleine Kommune kann digital mit den Großstädten mithalten? Diese und andere Fragen beantwortet der Deutschland-Index der Digitalisierung 2017. Erstellt wurde die Studie vom Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS. Um die Digitalisierung auf Länderebene darstellen zu können, wurden nach Angaben des ÖFIT rund 90 Indikatoren in fünf Kategorien betrachtet: digitale Infrastruktur und Versorgung, Nutzung digitaler Angebote und Technologien im Alltag, Wirtschaft und Forschung, digitale Verwaltung und digitale Bildung. Neben der Verwendung frei zugänglicher Statistiken seien auch über 300 kommunale Web-Portale untersucht worden. Die Auswahl erfolgte in Stichproben, wobei die Verteilung auf die Bundesländer nach Bevölkerung und Kommunenanzahl gewichtet wurde, um ein repräsentatives Bild zu erreichen.Wie das ÖFIT mitteilt, schneiden im Gesamtranking vor allem die Stadtstaaten sowie die großen Bundesländer stark ab, die ostdeutschen Flächenländern hingegen schwächer.
Für die Studie wurden unter anderem fünf der nachgefragtesten Verwaltungsleistungen untersucht. Mehr als die Hälfte aller Kommunen bietet demnach keine der fünf Leistungen online an. Am häufigsten könne mit 30 Prozent die Gewerbeanmeldung elektronisch vorgenommen werden, gefolgt von der Melderegisterauskunft mit rund 25 Prozent. Kleine Städte wie etwa Kalkar oder Hamm in Nordrhein-Westfalen können es dabei der Studie zufolge sehr wohl mit den Großstädten aufnehmen. Im Ländervergleich der kommunalen Angebote belegen die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen dennoch die vorderen Plätze. Unter den Flächenländern schneidet Nordrhein-Westfalen dank der Angebote kleinerer Kommunen am besten ab.
Anlass zur Hoffnung gibt laut dem ÖFIT die Sonderauswertung zur digitalen Bildung. Demnach wird inzwischen in allen Bundesländern mit Angeboten wie Massive Open Online Courses, also frei zugänglichen digitalen Vorlesungsvideos, experimentiert. Schleswig-Holstein, das Saarland, Hessen und Baden-Württemberg führen das Feld an, die Stadtstaaten landen hingegen nur im Mittelfeld. Der Deutschland-Index der Digitalisierung 2017 wird am Gemeinschaftsstand des Bundesinnenministeriums (Halle 7 Stand A58) auf der CeBIT (20.-24. März 2017, Hannover) präsentiert und ist online einsehbar. (bs)

www.oeffentliche-it.de/digitalindex
Die Publikation zum Download (Deep Link)

Stichwörter: Panorama, Studie, Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)

Bildquelle: ÖFIT

Druckversion    PDF     Link mailen


Advantic
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Hanau: Chromebooks unterstützen Flüchtlinge
[21.9.2017] Ein neues Angebot für Geflüchtete bietet die Stadt Hanau gemeinsam mit dem Internationalen Bund (IB) an: Über eigens dafür zur Verfügung gestellte Chromebooks erhalten Flüchtlinge in Kursen Zugang zum Internet, um eigenständig Informationen zu suchen. mehr...
Dank Chromebooks können sich Geflüchtete in Hanau unter Anleitung auf die Suche nach Informationen im Internet machen.
Umbau 21 – Smart Region: 14 Projekte erhalten Unterstützung
[21.9.2017] In der Emscher-Lippe-Region werden 14 Projekte mit Zuwendungen aus dem Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ unterstützt. mehr...
KATWARN: Pilotprojekt warnt mehrsprachig
[19.9.2017] Zum Oktoberfest in München startet das Warnsystem KATWARN ein Pilotprojekt mit Fremdsprachen. Mit einem speziellen Themen-Abo bietet die App bei Gefahren rund um das Festgelände behördliche Warnungen auf Deutsch, Englisch und Italienisch an. mehr...
Die Oktoberfestbesucher werden wahlweise auf Deutsch, Englisch oder Italienisch gewarnt.
Interview: Weil der Mensch bequem ist Interview
[19.9.2017] Nicht nur die Industrie, auch die öffentliche Verwaltung wird stark von der Digitalisierung geprägt sein, sagt Dominic Multerer. Kommune21 sprach mit dem Buchautor und Experten für den digitalen Wandel zur Kommune 4.0. mehr...
Dominic Multerer: Die Kommune 4.0 wird von Digitalisierung geprägt sein.
Lexmark: Neue A3-Drucklösungen
[15.9.2017] Mit den neuen A3-Drucklösungen von Lexmark erhalten die Nutzer ultraschnellste Druck- und Scanlösungen unter anderem mit intuitiver Bedienführung, anpassbaren Apps und integrierter Sprachsteuerung. mehr...