Bayern:
Digitalisierung von Land und Forst


[12.9.2017] Um Landwirte, Waldbauern und Grundstückseigentümer bei der Entwicklung hin zur Land- und Forstwirtschaft 4.0 zu unterstützen, hat der Freistaat Bayern jetzt einen Digitalisierungspakt für die Land- und Forstwirtschaft geschlossen.

Bayerischer Digitalisierungspakt ebnet den Weg hin zur Landwirtschaft 4.0 Die zunehmende Digitalisierung verändert auch die Arbeit auf den Bauernhöfen und das Leben auf dem Land nachhaltig, angefangen vom Melkroboter über den selbstfahrenden Traktor bis hin zu digitalen Grundstücksdaten. In Bayern ist die Landwirtschaft traditionell von großer Bedeutung – um den Einsatz von digitalen Zukunftstechnologien zu fördern, hat der Freistaat nun gemeinsam mit dem Bauernverband ein maßgeschneidertes Digitalisierungspaket für die heimische Land- und Forstwirtschaft entwickelt. „Die Digitalisierung und Automatisierung ist wesentlicher Schlüssel für die erfolgreiche Landwirtschaft von morgen“, kommentierte Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder.
Im Rahmen des neuen Smart-Farming-Paket des Digitalisierungspakts können Landwirte unter anderem den Fahrzeugpositionierungsservice (FPS) der bayerischen Vermessungsverwaltung kostenfrei nutzen, teilte das bayerische Heimatministerium mit. Der FPS ermögliche eine zentimetergenaue Steuerung landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge mithilfe von Satellitennavigation. Das schone die Bodenstruktur und führe zu geringeren Schäden an Kulturpflanzen. Zudem bringe die Automatisierung der Maschinensteuerung Arbeitserleichterungen für die Betriebe und sorge für einen effizienteren Einsatz der Produktionsmittel. „Automatisiertes Fahren von landwirtschaftlichen Maschinen nimmt stetig zu – das macht die Bewirtschaftung von Flächen einfacher, präziser und liefert einen wertvollen Beitrag für die Natur und Umwelt“, erklärte dazu Minister Söder.
Wie der Pressemeldung weiter zu entnehmen ist, enthält der Digitalisierungspakt auch ein Angebot für Jagdgenossen: „Mit der neuen, stark vergünstigten Kostenstruktur für Jagdkataster entlasten wir die Land- und Forstwirtschaft um rund 300.000 Euro pro Jahr“, so Markus Söder. Das Jagdkataster der Vermessungsämter sei das Herzstück bei der Führung und Verwaltung einer Jagdgenossenschaft. Ein geordnetes Jagdwesen mit klaren Zuständigkeiten helfe zudem bei aktuellen Themen wie dem Umgang mit Schwarzwildschäden oder der Regulierung von Wildunfällen im Straßenverkehr. Das Digitalisierungspaket steht der Land- und Forstwirtschaft ab dem 1. Oktober 2017 zur Verfügung. (bs)

www.cio.bayern.de

Stichwörter: Politik, Forstwirtschaft, Bayern, Markus Söder

Bildquelle: MEV Verlag

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