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Henning Hach:
Evaluation und Optimierung kommunaler E-Government Prozesse
Schriften zur Medienwirtschaft und zum Medienmanagement

(2007) Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
ISBN 10: 3832926011
ISBN 13: 978-3-8329-2601-4
broschiert, 231 S., 29,00 EUR

Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge einer Bewertung kommunaler E-Government-Prozesse und entwickelt einen konzeptionellen Rahmen für die Bewertung und Optimierung dieser Leistungsprozesse. Der interdisziplinäre Lösungsansatz verbindet Betriebswirtschaftslehre, Informatik sowie Verwaltungslehre. Er fasst bestehende Modelle zusammen und liefert einen anwendungsorientierten Evaluations- und Gestaltungsrahmen. Das Buch eignet sich sowohl für Praktiker als eine kompakte Aufbereitung des Themas angesichts konkreter Planungs- und Entscheidungssituationen wie auch für die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der E-Government-Forschung.
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Rezension aus Kommune21 Ausgabe 9/2007 → als PDF

Optimierung bewerten

Das Buch „Evaluation und Optimierung kommunaler E-Government-Prozesse“ stellt Konzepte und Methoden für Konzeption, Implementierung und Betrieb von E-Government-Prozessen vor.

Im Vorwort zu dem Buch „Evaluation und Optimierung kommunaler E-Government-Prozesse“ heißt es, dass das ständige Aufsetzen neuer Projekte wenig bringt, wenn die kritische Reflexion der Ergebnisse fehlt. Der Autor, Henning Hach, beschäftigt sich deshalb neben der Optimierung auch mit der Bewertung von E-Government-Prozessen. Hach, kaufmännischer Geschäftsführer des Lübecker Systemhauses LYNET Kommunikation und Berater in den Bereichen E-Government und Prozessoptimierung, untersucht dabei verwaltungsinterne Prozesse ebenso wie die Vorgangsabwicklung zwischen der Verwaltung und ihren Kunden.
Auf Grundlage einer konzeptionell-theoretischen Analyse werden Lösungsansätze für die folgenden drei praxisrelevanten Aufgabenstellungen entwickelt: typologische Systematisierung, ökonomische Bewertung und Optimierung kommunaler E-Government-Prozesse. Dabei werden Konzepte und Methoden herausgearbeitet, die in der Praxis für die Konzeption, Implementierung und den Betrieb von E-Government-Prozessen angewandt werden können.
Als Basis für die Gestaltung und Evaluation von Prozessen dient die integrierte E-Government-Prozessmerkmalshierarchie. Diese Typologie kann als Planungs-, Implementierungs- und Analysegrundlage verwendet werden. Im Rahmen der typologischen Analyse stellte Hach auch fest, dass kommunale E-Government-Prozesse gegenüber Unternehmensprozessen über eine erheblich höhere Ziel-, Einfluss-, Prozess- und Wirkungskomplexität verfügen, weshalb sich Analogien zur Prozessgestaltung und Optimierung im betrieblichen Umfeld nur begrenzt bilden. Das eGov.Impact-Schema eignet sich für die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von Prozessen. Es bietet einen Rahmen für die formale Vorgehensweise bei der Bewertung als auch für die Struktur der zentral zu berücksichtigenden Wirkungselemente. Zur umfassenden Einbeziehung in einen systematischen Optimierungsvorgang wurde ein E-Government-Optimierungssystem entwickelt, das aus drei Elementen besteht. Einerseits einem Verfahren zur operativen Optimierung einzelner Leistungsprozesse, andererseits einer Methode zur strategisch geeigneten Zusammenstellung eines Portfolios aus E-Government-Prozessen. Außerdem werden die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Prozessen berücksichtigt.
Der Verlag bewirbt das Buch als sowohl für die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der E-Government-Forschung geeignet wie auch für Praktiker als eine kompakte Aufbereitung des Themas angesichts konkreter Planungs- und Entscheidungssituationen. Allerdings verlangt der – ebenfalls beworbene – interdisziplinäre Lösungsansatz, der Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Verwaltungslehre verbindet, von den Praktikern ein gewisses Maß an theoretischem Abstraktionsvermögen und eine intensive Beschäftigung mit dem Werk.

Alexandra Reiter