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Martin Kütz:
Kennzahlen in der IT
Werkzeuge für Controlling und Management

(2008) dpunkt.verlag, Heidelberg
ISBN 10: 3898645797
ISBN 13: 978-3-89864-579-9
gebunden, 360 S., 3., überarb. u. erw. Aufl., 42,00 EUR

Wirtschaftsinformatiker, IT-Leiter und –Führungskräfte, Controller sowie Studierende der IT-Fachrichtungen, die sich mit der Steuerung von IT-Organisationen auf der Basis von Kennzahlen beschäftigen, erhalten mit dem von Martin Kütz herausgegebenen Kennzahlen in der IT eines der wenigen Werke, das den Versuch wagt, eine einheitliche und konkret für die Praxis bestimmte Übersicht über die Zahlengrundlagen und –systeme in IT-Organisationen anzubieten. Auf der Basis einer Darstellung der Grundlagen der Kennzahlensysteme, praktischen Anwendungen und verschiedenen IT-Kennzahlensysteme in der Literatur, sorgt das Buch mit detaillierten und übersichtlichen Darstellungen, Tabellen, Tipps und Zusammenfassungen für eine nachschlagsorientierte Aufarbeitung des Themas mit konkreten Handlungsschritten.
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Rezension aus Kommune21 Ausgabe 2/2007 → als PDF

IT-Controlling in der Praxis

Das Buch „Kennzahlen in der IT“ von Martin Kütz stellt Werkzeuge für Controlling und Management vor. Die Neuauflage berücksichtigt auch den De-facto-Standard ITIL.

Moderne Management- und Steuerungsansätze basieren auf Kennzahlen und Kennzahlensystemen. Dies gilt auch im IT-Controlling. Das Buch „Kennzahlen in der IT“ entwirft ein zeitgemäßes Kennzahlenverständnis für den IT-Bereich.
„In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden Kosten, Leistungen und Wirtschaftlichkeit auch in der Informationstechnologie (IT) wieder stärker beachtet. Damit erlebt das IT-Controlling eine stille, aber nachhaltige Renaissance. Die Partnerschaft zwischen IT-Management und IT-Controlling wird neu belebt. IT-Manager müssen Entscheidungen besser absichern. IT-Controller unterstützen dabei als Berater und Navigatoren. Die ‚Atome’ des IT-Controllings sind Kennzahlen. Gleichgültig, ob man Budgets überwacht, Projekte steuert, Service-Level-Agreements erstellt, Benchmarking oder Performance Management betreibt, letztlich geht es immer um Kennzahlen“, schreibt der Autor Martin Kütz in seinem Vorwort. Kütz ist Fachberater für IT-Controlling, hat einen Lehrauftrag für IT-Controlling an der Hochschule Anhalt und war von 2001 bis 2006 Sprecher der Fachgruppe Controlling der Gesellschaft für Informatik. In dieser Fachgruppe entstand auch die Idee zum Buch. Hatten die Mitglieder doch festgestellt, dass zwar jeder IT-Controller Kennzahlen braucht, es jedoch keine in der Fachwelt allgemein eingeführten und akzeptierten Systematiken, Standards oder Referenzmodelle gibt. Zwar sind etliche Versuche und Vorschläge vorhanden, die im Buch zusammengetragen wurden, aber ein allgemein anerkannter und bewährter Kanon hat sich daraus bislang nicht entwickelt. Vom Autor werden deshalb die vorhandenen Ansätze in verschiedenen Teilbereichen sowie unterschiedliche Kennzahlensysteme aus der Literatur kritisch gewürdigt, systematisiert und zusammengefasst. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Balanced Scorecard, dem wichtigsten methodischen Ansatz für die strategische Steuerung von Organisationen. Dabei geht es vor allem um die Steuerung von IT-Dienstleistungen, weniger um technische IT-Systeme. Betriebswirtschaftliche, kosten- und leistungsbezogene Aspekte und Fragestellungen des Benchmarking, also des organisationsübergreifenden Leistungsvergleichs, spielen eine wichtige Rolle. Als konkretes Ergebnis wagt Kütz den Versuch eines neuen Kennzahlenkanons für IT-Organisationen.
Das 2003 erstmalig erschienene Buch wurde Ende vergangenen Jahres aktualisiert und neu aufgelegt. Dabei wurden die IT-Kennzahlen in der Literatur um Kennzahlen aus dem ITIL-Umfeld ergänzt und der Kennzahlenkatalog um 25 neue Kennzahlen erweitert. Risiko-Management ist als weiteres neues Thema hinzugekommen. Das Buch wendet sich an IT-Leiter und -Führungskräfte sowie Controller in der Praxis, die konkret mit der Bewertung von IT-Systemen oder -Dienstleistungen befasst sind. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des neuen kommunalen Finanzwesens dürfte es auch in Kommunen und Eigenbetrieben auf Interesse stoßen.

Rainer Hill