Urteil
Wahlcomputer verfassungswidrig
[4.3.2009] Das Bundesverfassungsgericht hat über zwei Wahlprüfungsbeschwerden geurteilt, die sich gegen den Einsatz von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 richteten und entschieden, dass die Verwendung der elektronischen Wahlgeräte verfassungswidrig war.
Die Verwendung von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 war verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht jetzt entschieden. Wie das Gericht in einer Presseinformation mitteilt, setzt der Einsatz elektronischer Wahlgeräte voraus, dass die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebnisermittlung vom Bürger zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüft werden können. Danach ist es verfassungsrechtlich zwar nicht zu beanstanden, dass §35 Bundeswahlgesetz (BWG) den Einsatz von Wahlgeräten zulässt. Die Bundeswahlgeräteverordnung ist jedoch verfassungswidrig, weil sie nicht sicherstellt, dass nur solche Wahlgeräte zugelassen und verwendet werden, die den verfassungsrechtlichen Voraussetzungen des Grundsatzes der Öffentlichkeit genügen. Die bei der Bundestagswahl 2005 eingesetzten rechnergesteuerten Wahlgeräte entsprachen nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht den Anforderungen, welche die Verfassung an die Verwendung elektronischer Wahlgeräte stellt. (rt)
Info:
www.bundesverfassungsgericht.de
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Einsatz von Wahlcomputern (Deep Link)
Druckversion (neues Fenster):
[
Text ] [
PDF ]
BundesverfassungsgerichtVitako: ARGEn-Neustrukturierung präzisieren [2.11.2009]
In einer Stellungnahme zur Neustrukturierung der Aufgabenwahrnehmung nach SGB II und Hartz IV plädiert Vitako, die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, dafür, die Entscheidung über die eingesetzte Software den Kommunen zu überlassen.
Wahlen: Nedap überarbeitet Wahlgeräte [30.10.2009]
Die Unternehmen Nedap und HSG haben ihre elektronischen Wahlgeräte an die Anforderungen angepasst, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom März dieses Jahres formuliert hatte. Vor der Zulassung muss das Bundesinnenministerium jedoch die Wahlgeräteverordnung novellieren.
CCC: Bericht zu Wahl-Computern [29.10.2008]
Einen Bericht zum Einsatz von Wahl-Computern bei der Kommunalwahl in Brandenburg hat der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht. Neben Sicherheitslücken wird darin auch die mangelnde Nutzerfreundlichkeit der Geräte moniert.
WahlcomputerCCC: Bericht zu Wahl-Computern [29.10.2008]
Einen Bericht zum Einsatz von Wahl-Computern bei der Kommunalwahl in Brandenburg hat der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht. Neben Sicherheitslücken wird darin auch die mangelnde Nutzerfreundlichkeit der Geräte moniert.
Hessen: Wahlcomputer zugelassen [24.1.2008]
Wie der Staatsgerichtshof in Hessen gestern bekannt gab, dürfen bei der hessischen Landtagswahl am 27. Januar 2008 die Nedap-Wahlcomputer eingesetzt werden. Der Chaos Computer Club (CCC) hatte Anfang Januar 2008 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt, um den Einsatz der Wahlcomputer noch zu verhindern.
Hessen: Verfügung gegen Wahlcomputer? [8.1.2008]
Im Vorfeld der hessischen Landtagswahlen hat der Chaos Computer Club (CCC) beim Staatsgerichtshof des Landes Hessen einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt. Damit will der CCC den Einsatz von Wahlcomputern verhindern.
Niederlande: E-Voting abgewählt [2.10.2007]
In den Niederlanden werden bei Wahlen zunächst wieder Papierstimmzettel eingesetzt. Da die Nedap-Wahlmaschinen den Grundanforderungen an demokratische Wahlen nicht genügen, sollen sie nicht mehr zugelassen sein.
E-VotingSchweiz: E-Voting-Test auf Bundesebene [27.10.2011]
Die Schweiz hat einen weiteren Schritt bei der Einführung von E-Voting gemacht und die elektronische Stimmabgabe auf Bundesebene getestet. Rund 3.500 Auslandsschweizer aus vier Kantonen haben sich via Internet an der Nationalratswahl 2011 beteiligt.
E-Government-Wettbewerb: Voting für Publikumspreis [20.7.2011]
Die Online-Abstimmung für den Publikumspreis des 11. E-Government-Wettbewerbs von BearingPoint und Cisco ist gestartet. Unter 16 Finalisten kann die Öffentlichkeit ihren Favoriten wählen.
Schweiz: Piloten für E-Voting [16.11.2010]
Im Rahmen einer Volksabstimmung Ende November dieses Jahres werden zwölf Schweizer Kantone an Versuchen zur elektronischen Stimmabgabe teilnehmen.
Wahlen: Nedap überarbeitet Wahlgeräte [30.10.2009]
Die Unternehmen Nedap und HSG haben ihre elektronischen Wahlgeräte an die Anforderungen angepasst, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom März dieses Jahres formuliert hatte. Vor der Zulassung muss das Bundesinnenministerium jedoch die Wahlgeräteverordnung novellieren.
Universität Karlsruhe: Preiswürdige Wahlmaschine [30.10.2008]
Die Universität Karlsruhe ist für die Entwicklung einer fälschungssicheren Wahlmaschine mit dem IT-Sicherheitspreis der Horst Görtz Stiftung ausgezeichnet worden.