Göttingen:
SB-Terminal auf Probe


[29.3.2012] An einem Selbstbedienungsterminal im Göttinger Rathaus können Bürger Foto, Unterschrift und Fingerabdrücke für Personalausweis und Reisepass erfassen. Das Interesse der Öffentlichkeit ist groß. Die Erprobungsphase endet Mitte April.

Am SB-Terminal im Göttinger Rathaus können Daten für Personalausweis und Reisepass erfasst werden. Wer in Göttingen einen Personalausweis oder einen Reisepass benötigt, kann sich jetzt selbst bedienen – teilweise zumindest. Wie in der Online-Ausgabe der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (HNA) zu lesen ist, können mit der „Speed Capture Station“ nicht nur die erforderlichen biometrischen Passfotos gemacht, sondern auch die für Reisepässe vorgeschriebenen Fingerabdrücke und die digitale Unterschrift erfasst werden. Von der Station werden die Informationen an den Arbeitsplatz des Sachbearbeiters übermittelt. Nach eineinhalb Stunden werden die Daten in der Station gelöscht. Produziert wird das Terminal von der Firma Speed Intraproc. Die Software wird von der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) bereitgestellt. Wie auf HNA.de zu lesen ist, kostet das Gerät 20.000 Euro. „In der Erprobungsphase bis zum 15. April 2012 ist die Nutzung für Bürger kostenlos. Sie wird, wenn wir uns für die Übernahme entscheiden, voraussichtlich unter dem Preis von jeder Fotokabine liegen“, sagt der Koordinator für Einwohnerangelegenheiten im Göttinger Rathaus, Christian Hampe. Das Interesse der Bürger sei groß. Zwischen 750 und 800 Antragsteller hätten die Apparatur seit ihrer Aufstellung Ende Februar genutzt. Das sei ein Wert von mehr als 50 Prozent, obwohl die Stadt bislang noch keinerlei Werbung dafür gemacht habe. (rt)

Zur Meldung auf HNA.de (Deep Link)
http://www.goettingen.de
http://www.speed-intraproc.com
http://www.akdb.de

Stichwörter: Digitale Identität, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Göttingen, SB-Terminal, Speed Capture Station, Speed intraproc

Bildquelle: HNA.de/Niesen

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Digitale Identität
Köln: SB-Terminals für Passfotos
[14.1.2022] Dank SB-Terminals in den Kundenzentren der Stadt Köln sollen Bürgerinnen und Bürger biometrische Daten für Ausweisdokumente digital erstellen und übermitteln können. Der barrierearme Online-Service wird vorerst optional angeboten, reagiert aber bereits jetzt auf die Gesetzesänderung, nach der er ab Mai 2025 verbindlich ist. mehr...
An den neuen SB-Terminals in den Kundenzentren der Stadt Köln können Bürgerinnen und Bürger ihre biometrischen Daten selbst erfassen und digital übermitteln.
De-Mail: Krachend gescheitert Bericht
[7.12.2021] Der Bundesrechnungshof stellt der De-Mail ein vernichtendes Urteil aus: Das elektronische Pendant zur Briefpost kostete 6,5 Millionen Euro und wird kaum genutzt. mehr...
Die De-Mail war als elektronisches Pendant zur Briefpost in der Bundesverwaltung gedacht, wird aber kaum genutzt.
Projekt ONCE: App als Ausweis Bericht
[23.11.2021] Im Projekt ONCE wird eine Lösung für eine einfache und sichere digitale Identität entwickelt. In einer zentralen Smartphone-App werden alle erforderlichen ID-Daten verwaltet. Damit sollen auch E-Government-Prozesse erleichtert werden. mehr...
Registermodernisierungsgesetz: Von der Steuer-ID zur Bürger-ID Bericht
[1.11.2021] Im Rahmen des Registermodernisierungsgesetzes soll die bisherige Steueridentifikationsnummer in eine Bürger-ID umgewandelt werden. Das soll die eindeutige Zuordnung von Personendaten in Verwaltungsverfahren ermöglichen. Das Vorhaben wird von Datenschützer skeptisch gesehen. mehr...
PwC-Studie: Perspektiven für den Handy-Ausweis
[28.10.2021] PricewaterhouseCoopers (PwC) hat eine repräsentative Umfrage zum Online-Ausweis und dessen Nutzung auf dem Smartphone durchgeführt. Während der bisherige Online-Ausweis wenig genutzt wird, sehen die Befragten für eine „Digitale Brieftasche“ viele potenzielle Anwendungsgebiete. mehr...
In Deutschland kann man sich bald per Smartphone digital ausweisen.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

Aktuelle Meldungen