Fachverfahren:
Lösung für Gebäude


[14.9.2012] Für die effiziente Verwaltung von Gebäuden benötigen Kommunen ein Werkzeug, das sie entlastet und eine vollständige Abbildung aller Prozesse gewährleistet.

Software unterstützt die Gebäude-Verwaltung. Kommunen sind als Eigentümer verantwortlich für eine Vielzahl von Gebäuden, wie etwa Bauhof, Schulen oder Bürgerbüros. Insbesondere die steigenden Aus- und Aufgaben, die gesetzlichen Verpflichtungen und eine kaum noch zu bewältigende Datenflut in diesem Bereich erfordern ein effektives Management des kommunalen Immobilienportfolios. Zudem wird von den Kommunen erwartet, die Energiewende voranzutreiben, Konzepte hierfür zu entwickeln und gleichzeitig den Bürgern als Vorbild zu dienen.
Diese immensen Aufgaben können mit herkömmlichen Mitteln, wie zum Beispiel Excel-Tabellen, nicht mehr bewältigt werden und bedürfen Unterstützung durch Beratung und Software. So haben sich die Landkreise Kitzingen, Bamberg und Passau für den Einsatz der Software-Lösung FMService der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) entschieden. Weitere Landkreise sollen in Kürze folgen.
Die Stadt Stadtbergen nutzt seit einiger Zeit erfolgreich das Modul Energie-Controlling. Dabei ermöglichen zahlreiche Informationen, Energiefresser schnell zu erkennen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Mittelfristig sind damit beträchtliche Kosteneinsparungen verbunden.

Voraussetzung: Erfahrungen im kommunalen Bereich

Die Implementierung einer Software sollte in erster Linie kommunale Anforderungen berücksichtigen. Hierbei ist es für den Anbieter wichtig zu wissen, wie eine Kommune organisiert ist. Des Weiteren sollten im Vorfeld sämtliche Aspekte der Integration betrachtet und geprüft werden. So scheint etwa die Aufnahme von Gebäudedaten und deren Visualisierung in CAD- und Geo-Informationssystemen zwar auf den ersten Blick beeindruckend, dieser Aufwand lohnt sich allerdings nur dann, wenn man genau weiß, wofür diese Daten in anderen Bereichen genutzt und welche Ziele damit verfolgt werden sollen. Es stellt sich somit die Frage, welche Ergebnisse die Kommune mit einer Software für das Gebäude-Management erzielen will.
Prozessorientierte Planung ist ebenfalls eine Voraussetzung für einen späteren Erfolg. Arbeitsabläufe müssen optimiert und auch entsprechend in einer Software abbildbar und nachvollziehbar sein. Auch sollten eventuelle Schnittstellen zu bereits vorhandenen Verfahren geprüft und in die Überlegungen für eine kurz- oder mittelfristige Planung einbezogen werden. Als sinnvoll haben sich dabei zum Beispiel Schnittstellen zum Finanzwesen, zur Personalwirtschaft oder zur Anlagenbuchhaltung erwiesen. Um mögliche Außenstellen und deren Verantwortliche, wie etwa Hausmeister, aktiv in die Prozesse einzubinden, eignen sich webbasierte Anwendungen besonders. Die Einführung eines CAFM-Systems (Computer Aided Facility Management) bedeutet also zu Beginn – wie bei jeder Software-Implementierung – einen gewissen Organisations- und Erfassungsaufwand. Deshalb sollte auch nur der Umfang an IT eingesetzt werden, der organisatorisch und personell zu stemmen ist.

Schnelle Amortisation

Mit entsprechenden Erfahrungen der Berater ist also der Aufbau eines effizienten Gebäude-Management-Systems möglich – erste positive Ergebnisse sind bereits nach kurzer Zeit messbar. Die Kommune kann folglich gerade in diesem Bereich positive Resultate öffentlichkeitswirksam vermarkten und damit ihrer Vorbildfunktion noch stärker gerecht werden.

Norbert Hart ist Bereichsleiter Facility Management bei der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Andreas Huber ist dort zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.


Stichwörter: Fachverfahren, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Gebäude-Management

Bildquelle: PEAK

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
eWaffe: Als EfA-Dienst verfügbar
[26.9.2022] Die Waffenrechtliche Erlaubnis steht als OZG-Dienst zur Nachnutzung bereit. Erste Anwender sind die Kreise Neuburg-Schrobenhausen und Regensburg. mehr...
Ausländerwesen: Vorgehen mit Realitätsbezug Bericht
[23.9.2022] Brandenburg ist federführend zuständig für OZG-Projekte im Bereich Ein- und Auswanderung. An den Pilotvorhaben beteiligte sich unter anderem die Ausländerbehörde im Kreis Teltow-Fläming. Sie kommt zu dem Schluss: Die Arbeit hat sich gelohnt. mehr...
Digitalisierung im Bereich Ein- und Auswanderung ist ein Erfolg.
Hamburg: Online-Dienst eWA gestartet
[21.9.2022] In Hamburg können ab sofort bestimmte Gruppen die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) nutzen. Der Online-Dienst soll nach und nach erweitert werden und so perspektivisch allen Kommunen bundesweit zur Verfügung stehen. mehr...
In der Freien und Hansestadt Hamburg ist jetzt der Online-Dienst elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) an den Start gegangen.
Kreis Paderborn: AMTSHILFE.net erleichtert Ersuchen
[20.9.2022] Für den Austausch von Vollstreckungsersuchen setzt der Kreis Paderborn künftig auf die Lösung AMTSHILFE.net. Webbasiert kann er die Amtshilfeersuchen somit bei anderen Kommunen platzieren, wodurch der Vorgang beschleunigt wird. mehr...
Anwendungsentwicklung: Agil denken und handeln Bericht
[13.9.2022] Mit agilen Entwicklungsmethoden können bei der Verwaltungsdigitalisierung praxisrelevante Erfolge erzielt werden. Bestehende Anwendungen und Prozesse lassen sich so optimieren und neue Verfahren schnell entwickeln. mehr...
Mit agilen Entwicklungsmethoden können bei der Verwaltungsdigitalisierung praxisrelevante Erfolge erzielt werden.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 09/2022
Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Aktuelle Meldungen