Nationales Waffenregister:
Ab 2013 in Betrieb


[20.11.2012] Zwei Jahre früher als von der EU vorgeschrieben, nimmt das Nationale Waffenregister zum 1. Januar 2013 seinen Betrieb auf. Deutsche Sicherheits- und Waffenbehörden können dann auf einen gemeinsamen Daten-Pool zurückgreifen.

Das Nationale Waffenregister (NWR) nimmt zum 1. Januar 2013 seinen Betrieb auf. Wie das Bundesministerium des Innern (BMI) mitteilt, ermöglicht es das Register, die in den rund 550 lokalen Waffenbehörden erfassten Informationen standardisiert aufzubereiten und in eine zentrale computergestützte Datenbank zu überführen. Die örtlichen Waffenbehörden, die bislang untereinander nicht vernetzt waren, bleiben sachbearbeitende Stellen und seien für die Speicherung aktueller und richtiger Daten im Register verantwortlich. Somit können alle Sicherheits- und Waffenbehörden einen gemeinsamen, stets aktuellen Daten-Pool nutzen. „Deutschland ist damit einer der ersten Mitgliedsstaaten, der die Anforderungen der EU-Richtlinie voll erfüllt“, sagt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Gemäß EU-Waffenrichtlinie ist bis zum 31. Dezember 2014 ein computergestütztes Waffenregister einzuführen. Das Nationale Waffenregister hat laut BMI im Oktober 2012 den Probebetrieb in zehn Waffenbehörden erfolgreich absolviert, Ende Dezember soll die Erstdatenbefüllung abgeschlossen sein. In einer zweiten Entwicklungsstufe soll das NWR nachzeichnen, welche Stationen eine Waffe in ihrem Lebenszyklus durchlaufen hat. Schleswig-Holstein ist eigenen Angaben zufolge gut auf den Start des Nationalen Waffenregisters vorbereitet. Wie das Innenministerium des Landes mitteilt, werden bis Anfang kommenden Jahres alle Kreise und kreisfreien Städte die erforderlichen technischen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen geschaffen haben. Die Mitarbeiter der Waffenbehörden hätten an mehreren Informationsveranstaltungen teilgenommen. (ve)

Informationen zum NWR (Deep Link)
http://www.bmi.bund.de
http://www.bva.bund.de
http://www.im.schleswig-holstein.de

Stichwörter: Politik, Nationales Waffenregister (NWR), Hans-Peter Friedrich, Schleswig-Holstein



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Hessen: Mehr Bürgernähe für die Verwaltung
[24.11.2022] Hessens Verwaltung soll bürgernäher werden. Die rechtliche Grundlage dafür soll eine Novelle des E-Government-Gesetzes schaffen. Zu den vorgesehenen Neuerungen gehören Erleichterungen beim verschlüsselten Zugang zu Landesbehörden und ein Digitalcheck für neue Gesetzesvorhaben. mehr...
Anlässlich der ersten Lesung im Landtag erläuterte Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus die Zielrichtung der Novelle für das E-Government-Gesetz.
Digitalcheck: Bitkom formuliert fünf Thesen
[24.11.2022] Ein Digitalcheck soll künftig neue Gesetze dahingehend überprüfen, wie sie digital ausgeführt werden können. Der Digitalverband Bitkom hat fünf Thesen formuliert, wie dieser Check aufgebaut werden könnte, ohne zusätzliche bürokratische Hürden zu verursachen. mehr...
IT-Planungsrat: Klare Schwerpunkte, größere Wirksamkeit
[14.11.2022] Die Mitglieder des IT-Planungsrats haben grundlegende Beschlüsse zum Selbstverständnis und zur Arbeitsweise des Gremiums getroffen. Künftig will sich der IT-Planungsrat auf mehrjährige Schwerpunktthemen fokussieren und seine Strukturen weiterentwickeln. mehr...
OZG: Digitalisierung droht zu scheitern
[11.11.2022] Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen warnen erneut vor den Konsequenzen der Entscheidung des Bundes, zugesagte Mittel zur OZG-Umsetzung nicht zur Verfügung zu stellen. Die „Förderblockade“ gefährde die weitere Verwaltungsdigitalisierung und begünstige digitale Investitionsruinen. mehr...
Wuppertal: Bürger im Boot
[10.11.2022] Eine positive Zweijahresbilanz hat Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind gezogen. Wichtig dabei sind unter anderem die Verwaltungsdigitalisierung sowie die Einbindung der Bürger. mehr...
Wuppertals OB Uwe Schneidewind vor der Bundesbahndirektion, die zu einem modernen Dienstleistungszentrum umgebaut wird.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 11/2022
Kommune21, Ausgabe 10/2022
Kommune21, Ausgabe 09/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
IT-Guide PlusCC e-gov GmbH
21079 Hamburg
CC e-gov GmbH
H+H Software GmbH
37073 Göttingen
H+H Software GmbH
Kommunix GmbH
59425 Unna
Kommunix GmbH
ab-data GmbH & Co. KG
42551 Velbert
ab-data GmbH & Co. KG
Aktuelle Meldungen