Stuttgart:
Via Internet zur Bürgerversammlung


[16.8.2013] Mit einem neuen Portal bietet die Stadt Stuttgart ihren Bürgern erstmals die Möglichkeit, Bürgerversammlungen aktiv via Internet zu begleiten. Der Stadtbezirk Obertürkheim macht den Anfang.

Dank eines neuen Portals kann in Stuttgart erstmals eine Bürgerversammlung via Internet mitgestaltet werden. Zum ersten Mal haben Stuttgarter Bürger die Möglichkeit, sich aktiv per Internet an einer Bürgerversammlung zu beteiligen. Wie die baden-württembergische Landeshauptstadt mitteilt, ist der Stadtteil Obertürkheim Pilot für ein neues Beteiligungsportal. Darin können die Bürger beispielsweise Themen auswählen, die ihnen für ihren Stadtteil besonders wichtig sind, oder Fragen stellen. „Internetbasierte Bürgerbeteiligungsverfahren werden immer wichtiger. Darauf haben wir als Stadt Stuttgart reagiert“, so Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle. „Wir hoffen natürlich, dass sich ganz viele Obertürkheimer beteiligen. Denn mit dem neuen Verfahren haben sie die Chance, ihren Stadtbezirk noch aktiver mitzugestalten.“ Wenn sich das Verfahren bewährt, soll dem Gemeinderat vorgeschlagen werden, das Internet-Portal weiter auszubauen. Zum einen ist geplant, dort künftig einen Großteil der Bürgerbeteiligungsverfahren abzubilden. Zum anderen sollen dann alle Bürgerversammlungen online begleitet werden. Das Obertürkheimer Verfahren ist in vier Phasen unterteilt: In einem ersten Schritt können die Bürger Themenvorschläge auswählen, die bei der Bürgerversammlung thematisiert werden sollen. In der zweiten Phase haben sie die Möglichkeit, über das Portal Fragen anzumelden, welche die anderen Nutzer bewerten können. Die Fragen sollen entweder auf der Bürgerversammlung oder elektronisch beantwortet werden. Phase drei umfasst die eigentliche Bürgerversammlung vor Ort und eine Nachberichterstattung bildet die letzte Phase. Entwickelt wurde das Portal vom Haupt- und Personalamt der Stadt Stuttgart. Es ist auf allen Endgeräten abrufbar. Mit Blick auf die mobile Bürgerbeteiligung ist auf die Optimierung für Smartphones besonderen Wert gelegt worden. (ve)

http://www.beteiligungsportal-stuttgart.de
http://www.stuttgart.de

Stichwörter: E-Partizipation, Stuttgart, Bürgerbeteiligung, Portale, Web 2.0

Bildquelle: PEAK

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Partizipation
Hamburg: Partizipationssystem öffentlich verfügbar
[23.2.2021] Das digitale Partizipationssystem DIPAS der Stadt Hamburg ist nun auch für andere Kommunen und Organisationen verfügbar. Bürger können darüber genau verortetes Feedback zu Planungsvorhaben in ihrer Kommune geben, etwa anhand von digitalen Karten, Luftbildern oder 3D-Modellen. mehr...
Partizipationssystem DIPAS: Die Bürger können via Smartphone, PC oder so genannte Touchtables ihr Feedback zu Planungsvorhaben abgeben.
Beteiligung.NRW: Neue Plattform für die Bürger
[9.2.2021] Mit der neuen Plattform Beteiligung.NRW will das Digitalministerium Nordrhein-Westfalen ein zentrales Bürgerbeteiligungsportal für die Behörden der Landesverwaltung anbieten. mehr...
Halle: Die Stadt besser machen Bericht
[29.1.2021] In der Reihe „Meine Stadt besser machen“ erprobt die Körber-Stiftung analoge und digitale Beteiligungsformate in Kommunen. In Hamburg pilotiert, setzt beispielsweise die Bürgerstiftung Halle auf die Erfahrungen rund um die Online- und Offline-Bürgerdialoge. mehr...
Die Bürgerstiftung Halle will die Lebensqualität in ihrer Stadt steigern.
Detmold: Vertrauensräume schaffen Bericht
[28.1.2021] Wie die Digitalisierungsstrategie Detmolds aussehen wird, bestimmen die Bürger der Stadt mit. Analoge und digitale Beteiligungsformate laden unterschiedliche Zielgruppen zum Mitmachen ein. Als wichtige Partizipationsbasis fungiert eine Open-Source-Plattform. mehr...
Die Stadt Detmold kombiniert Online- und Offline-Mitmachformate.
Radolfzell: Zwei neue Apps zur Beteiligung
[21.1.2021] Radolfzell in Baden-Württemberg beschreitet neue digitale Wege in der Bürgerbeteiligung. Mit den Apps Mängelmelder und Bürgerbeteiligung holt die Stadt ihre Bürger bei der Stadtentwicklung noch stärker mit ins Boot. mehr...
Die Icons der Bürgerbeteiligungs- und Mängelmelder-App der Stadtverwaltung Radolfzell.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 3/2021
Kommune21, Ausgabe 2/2021
Kommune21, Ausgabe 1/2021
Kommune21, Ausgabe 12/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich E-Partizipation:
wer denkt was GmbH
64293 Darmstadt
wer denkt was GmbH
Aktuelle Meldungen