Studie:
Verwaltung braucht ein soziales Netzwerk


[26.2.2014] Ob ein übergreifendes soziales Netzwerk sich als interner Kommunikationskanal für die öffentliche Verwaltung eignet, hat eine Studie des Fraunhofer-Instituts FOKUS und der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer untersucht.

Die öffentliche Verwaltung in Deutschland sollte ein soziales Netzwerk als Kommunikations- und Arbeitsplattform einführen. Eine solche Plattform fördert die Zusammenarbeit, wirkt angesichts bestehender Informationssilos und anstehender Pensionierungswellen Wissensverlust entgegen und erspart Behörden Zeit und Geld für Dokumentenaustausch oder Dienstreisen. Zu dieser Empfehlung kommt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Demnach spricht auch verfassungs- und datenschutzrechtlich nichts gegen die Nutzung eines solchen sozialen Netzwerks, solange dieses ein Angebot aus der Verwaltung für die Verwaltung darstellt und keine datenschutzrechtlich bedenklichen Plattformen privater Anbieter genutzt werden. Im Rahmen der Studie wurde rechtlich, technisch und organisatorisch untersucht, ob ein soziales Netzwerk ein geeigneter Kommunikationskanal für die Verwaltung ist und welche Potenziale und Herausforderungen auf dem Weg zur vernetzten Organisation warten. Wie das Forschungsinstitut ISPRAT berichtet, leiteten die Forscher daraus auch zehn Empfehlungen ab, die bei der Entscheidung helfen sollen, ob und wie ein solches eingeführt werden soll. Für den Einsatz eines sozialen Netzwerks spricht etwa, dass Behörden durch den Einsatz moderner Arbeitsmittel attraktiver für jüngere Mitarbeiter werden. Um die Umsetzung eines übergreifenden sozialen Netzwerks für den Public Sector zu erleichtern wird empfohlen, die Anwendung zentral beim IT-Planungsrat anzusiedeln, etwa als Cloud-Angebot. Erforderlich seien zudem eine klare Strategie sowie Regelungen zur Nutzung, wie etwa Dienstvereinbarungen oder Social Media Guidelines. (bs)

Die Studie zum Download (PDF, 6,8 MB) (Deep Link)
http://www.isprat.net

Stichwörter: Social Media, Studie, ISPRAT, Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Social Media
Ennepe-Ruhr-Kreis: Lokale Nachrichten via App
[18.5.2020] Nachrichten aus dem Schwelmer Kreishaus und aus den Rathäusern der kreisangehörigen Kommunen können jetzt direkt über das Smartphone oder Tablet empfangen werden. Die Funktion ist Teil der neuen App des Ennepe-Ruhr-Kreises. mehr...
Ennepe-Ruhr-Kreis: Landrat Olaf Schade freut sich über den neuen Kommunikationskanal der Verwaltung.
LfD Niedersachsen: WhatsApp ist kein Schul-Messenger
[4.5.2020] Die Landesbeauftragte für den Datenschutz (LfD) Niedersachsen spricht sich weiterhin klar gegen die WhatsApp-Nutzung an Schulen aus. Angesichts der Corona-Pandemie stelle sie gewisse Bedenken für einen eng begrenzten Zeitraum zwar hintan. Das niedersächsische Kultusministerium müsse aber mit Hochdruck Alternativen zum Messenger prüfen. mehr...
Freiburg im Breisgau: Stadtnetzwerk freigeschaltet
[27.4.2020] Bürger in Freiburg können sich ab sofort über das stadteigene soziale Netzwerk #freiburghältzusammen verbinden und austauschen. Das Projekt ist Teil der Digitalisierungsstrategie der Stadt und bietet auch Kulturschaffenden und Gewerbetreibenden eine Plattform, um sich zu präsentieren. mehr...
Das neue digitale Stadtnetzwerk in Freiburg im Breisgau soll unter anderem Nachbarschaftshilfe und Quartiersarbeit unterstützen.
Sachsen-Anhalt: Corona-Infos über Notify und Telegram
[14.4.2020] Über die DSGVO-konformen Messenger-Dienste Notify und Telegram übermittelt die Landesregierung Sachsen-Anhalt jetzt Neues zur Corona-Pandemie. mehr...
Reutlingen: Corona-News per Messenger
[9.4.2020] Eine automatische Chat-Funktion mit Informationen rund um die Corona-Pandemie setzt die Stadt Reutlingen in den Messenger-Diensten Telegram und Notify ein. Der Informationsservice liefert interessierten Bürgern vorgefertigte Antworten für unterschiedliche Bereiche. mehr...
Weitere FirmennewsAnzeige

Breeze Technologies / Microsoft Azure : Bessere Luft mit künstlicher Intelligenz
[9.6.2020] Breeze Technologies aus Hamburg hat sich den Kampf für bessere Luftqualität auf die Fahnen geschrieben. Ihr wichtigstes Werkzeug dabei: Technologie. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020
Kommune21, Ausgabe 5/2020
Kommune21, Ausgabe 4/2020
Kommune21, Ausgabe 3/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Social Media:
brain-SCC GmbH
06217 Merseburg
brain-SCC GmbH
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
ekom21 – KGRZ Hessen
35398 Gießen
ekom21 – KGRZ Hessen
Aktuelle Meldungen