Kreis Rotenburg (Wümme):
IT auf Höchstniveau


[11.8.2014] Der Kreis Rotenburg (Wümme) hat seine IT-Infrastruktur grundlegend modernisiert. Die virtuelle Desktop-Technologie sorgt dabei für mehr Effizienz, zwei redundante Datacenter für ein Höchstmaß an Sicherheit.

Kreis Rotenburg (Wümme): IT-Infrastruktur komplett modernisiert. Der niedersächsische Kreis Rotenburg (Wümme) ist ein bedeutender Dienstleistungsstandort mit überregionaler Bedeutung. Mit seiner Lage zwischen den Metropolen Hamburg und Bremen gehört er zu den einkommensstärkeren Regio­nen Deutschlands. Entsprechend hoch sind die Erwartungen und Anforderungen an die Verwaltung des Landkreises sowie deren Telekommunikations- und IT-Infrastruktur. Von der Steuererklärung bis zum Geo-Informationssystem (GIS) sind viele Vorgänge heute ohne IT-Unterstützung nicht mehr zu handhaben. Annähernd alle Verwaltungshandlungen erfolgen per Datentransfer. Die bestehende IT-Infrastruktur des Kreises mit dezentraler und teilweise singulärer Datenhaltung stieß hier an ihre Grenzen. Die Kommune entschloss sich daher zu konsequentem Handeln.

Szenarien im Vergleich

Auf der Suche nach einem kompetenten Partner für das Projekt entschieden sich die IT-Verantwortlichen der Kreisverwaltung Rotenburg für das Unternehmen LAN Consult Hamburg. Das Ingenieurbüro ist auf ganzheitliche Lösungen spezialisiert, vor allem im E-Government und Kommunalbereich. Im Kreis Rotenburg (Wümme) war der Anbieter zudem bereits in mehreren IT-Projekten tätig. Uwe Krabbe, Inhaber von LAN Consult Hamburg, erläutert: „Wir gehen lösungs- und herstellerneutral vor. Dafür planen wir alle denkbaren Szenarien im Vergleich durch und rechnen sie genau nach. So stellen wir sicher, dass tatsächlich die beste Lösung zur Entfaltung kommt.”
„Wir brauchten eine rundum zukunftssichere Lösung. Partielles Nachbessern kostet mittelfristig mehr Zeit, Geld und Nerven. Das war uns klar”, ergänzt Bernhard Gummert, EDV-Leiter des Landkreises Rotenburg (Wümme). Natürlich reichte der Modernisierungswille allein nicht aus, um solch ein Projekt realistisch abbilden zu können. „LAN Consult bewältigt dies. Von der Projektierung über die Planung und Ausschreibung bis hin zur anschließenden Bauaufsicht mit Kostenkontrolle leistet das Büro bis zur Fertigstellung für uns passend alles aus einer Hand”, berichtet Gummert.

Planungs- und zukunftssicher

Zunächst wurden Grundlagen und Bedarf ermittelt sowie die genauen Ziele der künftigen EDV-Struktur in Rotenburg definiert. Darauf aufbauend arbeitete LAN Consult eine umfassende Studie aus. Wichtig war dem Landkreis die absolute Planungssicherheit von Betriebs- und Investitionskosten, über die Energieeffizienz bis hin zur Optimierung der Betriebsprozesse. Dafür wurden sämtliche sinnvollen Szenarien durchgespielt und auf zehn Jahre Betriebslaufzeit extrapoliert. Nach einem Prozess weiterer präziser Filterung stand die beste Lösung fest. Hierzu gehörte unter anderem die Entscheidung zum Bau zweier redundanter Datacenter an zwei räumlich getrennten Standorten. Outtasking oder Outsourcing wurden aus wirtschaftlichen Gründen verworfen. Wo es sinnvoll war, empfahl LAN Consult die Weiternutzung bestehender Infrastruktur. So konnten von den 3,2 Kilometern stadteigener Kabeltrassen und Schächte ganze 2,9 Kilometer übernommen werden.
Lediglich 300 Meter Trasse waren neu zu bauen. Bei der auslaufenden Novell-Netz-Software war der Kehraus hingegen alternativlos. Hier musste Microsoft Einzug halten, da es nicht nur zeitgemäß, sondern auch zukunfts- und ausfallsicher ist.

Virtuelle Effizienz

In puncto Effizienz kam die virtuelle Desktop-Technologie zum Zuge. Hier liegt die Intelligenz zentral in einer Private Cloud in eigenen Rechenzentren und bedient von dort alle Terminals der Verwaltung. Diese sind standardisiert und einfach zu pflegen. Fällt eines aus, wird einfach ein neues angeschlossen. Es stimmt sich mit seinem Code direkt mit der Mutter der Software-Konfiguration, dem so genannten Golden Image, ab und updatet sich automatisch. Der Anwender kann unverzüglich weiterarbeiten. Das bedeutet Einsparungen bei der Netzwerkpflege, geringere Ausfallzeiten und somit mehr Effizienz.
Im Falle einer Überschwemmung des Kreishauses geht der Betrieb nahtlos weiter. Die Kommune wappnete sich aber nicht nur gegen kalte Überraschungen. Der Betrieb eines Rechenzentrums setzt Wärme frei – und das nicht zu knapp. Alle Server und aktiven Komponenten werden daher mit einem optimierten Warmgangsystem gekühlt. Das ist bei der Rotenburger Größenordnung ein echtes Highlight. So fand man für freiwerdende Wärmeenergie einen Weg der Nutzung. Im Winter kann damit künftig die Heizung unterstützt werden, was an Effizienz kaum zu übertreffen ist.

Technischer Vorreiter

Mit ihrer neuen IT-Infrastruktur ist die Verwaltung des Landkreises Rotenburg (Wümme) technischer Vorreiter und bundesweit eine der ersten mit virtueller Desktop-Technologie in reinster Ausprägung. Die EDV ist auf Höhe der Zeit und des künftig Absehbaren. Aktenordner und Reparaturlösungen sind passé. Hier rechnen sich die durchdachte Planung und Realisierung für den Kreis, denn er spart mittel- und langfristig Kosten ein. Außerdem ist er maximal zugriffs-, ausfall- und betriebssicher. Der Weg ist in Rotenburg (Wümme) somit frei für weitere strukturelle Entwicklungen.

Ralf Lemke ist bei LAN Consult Hamburg zuständig für die Pressearbeit.

http://www.lk-row.de
http://www.lch.de
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Stichwörter: IT-Sicherheit, Kreis Rotenburg (Wümme), Virtualisierung, Green IT, LAN Consult Hamburg

Bildquelle: MEV Verlag/PEAK Agentur für Kommunikation

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