Bund:
Digitale Agenda beschlossen


[21.8.2014] Die Bundesregierung hat ihre Digitale Agenda 2014-2017 verabschiedet. Wesentliche Ziele sind die Stärkung von Datenschutz und Datensicherheit im Netz sowie der flächendeckende Aufbau von Highspeed-Netzen.

Digitale Agenda soll Deutschland voranbringen. Das Bundeskabinett hat in seiner gestrigen Sitzung (20. August 2014) die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, vom Bundesminister des Innern und vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegte Digitale Agenda 2014-2017 beschlossen. Wie die Ministerien mitteilen, ist die Agenda auf drei Kernziele ausgerichtet. So soll sie dazu beitragen, das Innovationspotenzial Deutschlands stärker zu erschließen, die Sicherheit und den Schutz der IT-Systeme und -Dienste zu verbessern und zudem beim Aufbau flächendeckender Hochgeschwindigkeitsnetze und der Förderung digitaler Medienkompetenz unterstützen. „Ziel ist es, Deutschland eine Führungsrolle bei der konsequenten, sozialverträglichen und vertrauenswürdigen Digitalisierung von Leben, Arbeiten und Wirtschaften zu ermöglichen“, erklärte dazu Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt forderte, Deutschland müsse einer der Treiber bei der Digitalisierung sein. Die Digitalisierung des Alltags biete Chancen sowohl für den Einzelnen, als auch für die Wirtschaft und die Gesellschaft, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Digitale Teilhabe setze allerdings Vertrauen der Menschen und Unternehmen in die digitale Welt voraus. Sicherheit im Netz und ein moderner Datenschutz seien daher wesentliche Bestandteile der Agenda. de Maizière: „Mit der Digitalen Agenda bündelt die Bundesregierung ihre Aktivitäten, um gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Gruppen zu übergreifenden Lösungen zu den vielfältigen offenen Fragen der Digitalisierung zu gelangen.“ In die Umsetzung und Weiterentwicklung der Digitalen Agenda sollen unter anderem die Länder und Kommunen, die Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, die Beauftragten für den Datenschutz sowie Vertreter der Netz-Community einbezogen werden. Erste Ergebnisse zur Umsetzung der Digitalen Agenda sollen auf dem nächsten IT-Gipfel Ende Oktober in Hamburg vorgestellt werden. (bs)

http://www.digitale-agenda.de
Die Digitale Agenda zum Download (PDF, 208 KB) (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Bund, Digitale Agenda, Sigmar Gabriel, Thomas de Maizière, Alexander Dobrindt

Bildquelle: GG-Berlin/pixelio

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Oldenburg: Digital nach Plan Bericht
[21.5.2024] Der Rat der Stadt Oldenburg hat Ende 2023 die erste Digitalisierungsstrategie beschlossen. Mitarbeitende wurden dafür nach ihrer Vision für das Arbeiten im Jahr 2045 gefragt. Konkrete Projekte befinden sich bereits in Planung oder Umsetzung. mehr...
Oldenburg ist auf dem Weg zum digitalen Rathaus.
Düsseldorf: Digitalstrategie neu ausgerichtet
[23.4.2024] Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat ihre Digitalstrategie neu ausgerichtet. Einbezogen wurden Anforderungen aus Politik, Wirtschaft und der Stadtgesellschaft sowie Best Practices anderer Kommunen. mehr...
Die Stadt Düsseldorf hat ihre Digitalstrategie neu ausgerichtet.
Thüringen: E-Government-Gesetz wird novelliert
[18.4.2024] Das Landeskabinett Thüringen hat die Novellierung des E-Government-Gesetzes beschlossen. Die interkommunale Zusammenarbeit soll gestärkt und die Abkehr von dem Schriftformerfordernis erleichtert werden – wichtige Schritte, um digitale Verwaltungsleistungen künftig flächendeckend anbieten zu können. mehr...
Eine Novelle des Thüringer E-Government-Gesetzes soll dazu beitragen, dass digitale Verwaltungsleistungen schneller in die Fläche kommen.
Chief Digital Officer: Mädchen für alles Bericht
[9.4.2024] Immer mehr Kommunen richten die Stelle eines Chief Digital Officer (CDO) ein, um für die digitale Transformation gerüstet zu sein und sie voranzutreiben. Angesiedelt zwischen Leitungs- und Umsetzungsebene, verlangt der Posten unterschiedliche Geschicke. mehr...
CDOs sind oft mit einer Fülle an Aufgaben konfrontiert.
NKR: One-Stop-Shop für Sozialleistungen
[3.4.2024] Um im Bereich der Sozialleistungen den Aufwand für Behörden und Leistungsberechtigte deutlich zu reduzieren, ist mehr Mut zur Digitalisierung nötig, so der Nationale Normenkontrollrat. Gefordert sei etwa ein One-Stop-Shop für alle Sozialleistungen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Aktuelle Meldungen