IT-Management:
Automatisch lösen


[16.3.2016] Eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie erfordert, dass alle Geräte einer Behörde gut betreut werden. Auch die besonderen Herausforderungen bei mobilen Geräten sind zu bedenken. Eine passende Client- und Mobile-Device-Management-Lösung kann unterstützen.

Behörden speichern unzählige personenbezogene und sensible Daten und sind in der Pflicht, diese bestmöglich vor fremden Zugriffen zu schützen. Ein wichtiger Baustein einer umfassenden Sicherheitsstrategie ist das sichere Managen aller Geräte wie PCs, Server oder mobiler Geräte. Eine Client- und Mobile-Device-Management-Lösung (MDM) kann hier die notwendige Unterstützung sein. Welche Funktionalitäten sollte eine solche Lösung bieten? Und worauf sollten Behörden bei der Software-Auswahl für Client und Mobile Device Management achten? Software-Lösungen, die in öffentlichen Behörden eingesetzt werden, müssen besondere Anforderungen erfüllen und beispielsweise den strengen Vorgaben des deutschen Datenschutzes genügen. Ganz allgemein stehen zwei Varianten zur Verfügung: Cloud- oder On-Premise-Lösungen. Bei Cloud-Angeboten gilt es genau zu prüfen, wo die Anbieter die Daten hosten, da im Ausland häufig ein wesentlich weniger streng regulierter Datenschutz gilt als in Deutschland. Deutsche Anbieter betreiben nicht zwangsläufig ihre Rechenzentren auch innerhalb der Landesgrenzen. Gerade für öffentliche Behörden sind deshalb On-Premise-Lösungen eine bewährte Methode. Denn dabei wird die Software auf einem behördeneigenen Server implementiert. Somit bleiben alle gespeicherten Daten innerhalb der Organisation und die IT-Abteilung der Behörde behält die volle Kontrolle. IT-Abteilungen sehen sich steigenden Anforderungen bei häufig knappen Budgets und meist wenig Personal gegenüber. Mithilfe einer Client Management Software können Routineaufgaben wie die Betriebssysteminstallation, Software-Verteilung, Inventarisierung von Hardware, Software sowie Lizenzen, die Datensicherung und das Backup automatisiert werden. Das reduziert den Aufwand und senkt die Fehlerquote. Gleichzeitig protokolliert die Lösung alle gesammelten Daten, sodass Administratoren einen schnellen Überblick über alle Systeme gewinnen.

Schwachstellen erkennen und eliminieren

Darüber hinaus gibt es Aufgaben, die eine IT-Abteilung auch mit einer hohen Personaldecke nicht von Hand bewältigen kann. So ist es in der Praxis quasi unmöglich für IT-Administratoren, manuell alle Clients und Server laufend auf alle bekannten Sicherheitslücken zu prüfen und die benötigten Updates und Patches einzuspielen. Eine einzige Schwachstelle auf einem Rechner genügt jedoch, um die gesamte IT-Umgebung zu gefährden. Eine gute Client-Management-Lösung deckt diesen Prozess vom Erkennen der Schwachstelle über das Schließen bis hin zur Erfolgskontrolle ab. Alle Clients werden automatisch gescannt und erkannte Sicherheitslücken dem Administrator angezeigt. Während Server und PCs automatisch der Kontrolle der IT unterstehen und fest eingebunden sind, müssen bei der Verwaltung mobiler Geräte andere Gefahren und Herausforderungen bedacht werden. Die meisten heute populären Smartphones und Tablets wurden ursprünglich für Privatanwender entwickelt. Infolgedessen sind die Management-Möglichkeiten mobiler Betriebssysteme oft noch deutlich eingeschränkter als für PCs. Dazu kommt: Administratoren müssen in der Regel mehrere Mobilplattformen unterstützen, die Geräte einrichten und sicher konfigurieren. Vergleicht man die drei gängigsten Mobilplattformen iOS, Android und Windows, zeigt sich schnell, dass dieselben Parameter wie Name, E-Mail-Adresse, Server oder Domäne für die Einrichtung von Exchange-Konten an jeweils unterschiedlichen Stellen eingegeben werden müssen. Für die Praxis bedeutet das einen enorm hohen Aufwand und setzt voraus, dass der Administrator alle Eingabemasken kennt. Hier hilft eine Verwaltungssoftware, den Aufwand für das Management der mobilen Geräte zu reduzieren und effizienter zu gestalten. Besonders wichtig bei einer Mobile-Device-Management-Lösung ist, dass auch hier die Vorgaben des deutschen Datenschutzes eingehalten und keine dagegen verstoßenden Daten über die Nutzer erhoben werden. So wäre es beispielsweise unzulässig über eine MDM-Lösung Daten zu erheben, an welchem Ort sich ein Nutzer zu einer bestimmten Zeit aufhält. Mit einem deutschen Anbieter, der darauf Rücksicht nimmt, ist die Verwaltung hier auf der sicheren Seite.

Für mehr Sicherheit aus der Ferne sorgen

Das mobile Gerät wird einmalig in die Mobile-Device-Management-Lösung aufgenommen. Nach dem Enrollment kann der Administrator Management-Aufgaben, beispielsweise die Exchange-Konfiguration, zentral durchführen. Dazu setzt er die Einstellungen zentral und verteilt diese dann auf alle mobilen Geräte – bei Bedarf auch remote. Das ist vor allem dann interessant, wenn eine zentrale IT-Abteilung für verschiedene Behörden mit mehreren Standorten verantwortlich ist. Die Mitarbeiter müssen nicht extra dem Administrator das Gerät zur Verfügung stellen, damit dieser die Einstellungen manuell vornimmt. Für den Administrator verringert das Arbeiten mit nur noch einer Oberfläche die Komplexität, spart Zeit und reduziert die Fehleranfälligkeit des Prozesses. Mobile Geräte können leichter abhandenkommen als ein PC. Entsprechende Vorkehrungen müssen getroffen werden. In Betracht kommen hier unter anderem das automatische Sperren beim Ausschalten des Bildschirms, die Möglichkeit, das vergebene Profil auch aus der Ferne zu löschen und nicht zuletzt die Vergabe starker Passwörter. Weiterhin muss sichergestellt sein, dass der Administrator die Geräte jederzeit im Blick hat und beispielsweise informiert wird, wenn ein Nutzer das Betriebssystem kompromittiert. Aus diesem Grund sollte eine MDM-Lösung die Möglichkeit bieten, Compliance-Regeln zu definieren, welche dann automatisch und regelmäßig geprüft werden. Bei Verstößen wird der Administrator informiert und hat dann die Gelegenheit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen – vom Senden einer E-Mail an den Nutzer bis hin zum Komplett-Löschen aus der Ferne. Um die hohen Anforderungen an die IT-Sicherheit bei Behörden zu erfüllen, ist es unerlässlich, IT-Administratoren die richtigen Werkzeuge an die Hand zu geben. Nur so können sie alle eingesetzten Geräte sicher und effizient managen. Gleichzeitig müssen die eingesetzten Software-Lösungen die strengen Vorgaben des deutschen Datenschutzes erfüllen. Bei der Auswahl einer Lösung muss also der Funktionsumfang ebenso wie die Sicherheit der Lösung selbst genauestens geprüft werden.

Armin Leinfelder ist Produkt-Manager bei der baramundi software AG, Augsburg.

http://www.baramundi.de
Dieser Beitrag ist in der März-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: IT-Sicherheit, baramundi, MDM, Client-Management



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Sicherheit
ECOS Technology: VS-NfD-konforme Videokonferenzen
[14.7.2022] Der IT-Security-Spezialist ECOS Technology hat eine vielseitige und besonders sichere Videokonferenz-Lösung entwickelt, die nun auch vom BSI zugelassen wurde. Ein Boot-Stick erlaubt den Einsatz bis zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD. Auch der Betrieb On-Premises ist möglich. mehr...
Mithilfe eines Boot-Sticks kann das BSI-zertifizierte Videoconferencing-Tool von ECOS Technology bis zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD genutzt werden.
Cyber-Agentur: Forschung für den Schutz von KRITIS
[30.6.2022] Die Cyber-Agentur startet ihr bislang größtes, europaweites Ausschreibungsverfahren: 30 Millionen Euro sollen für Forschung zum Schutz kritischer Systeme in Deutschland vergeben werden. Genutzt wird die vorkommerzielle Auftragsvergabe zur Beschaffung von Forschungsleistungen. mehr...
Studie: E-Mail-Sicherheit per Cloud
[28.6.2022] Eine vom Software-Haus Net at Work beauftragte Studie über die E-Mail-Sicherheit im öffentlichen Sektor zeigt, dass viele Verwaltungen hierfür keine eigenen Ressourcen haben. Maßgeschneiderte Cloud-Lösungen – mit engmaschigem Support – können Abhilfe schaffen. mehr...
Kommunen: Neues IT-Grundschutzprofil
[27.6.2022] In Version 3.0 steht nun das IT-Grundschutzprofil für die Basis-Absicherung von Kommunalverwaltungen zur Verfügung. Insbesondere kleinere und mittlere Kommunen können von der Blaupause profitieren. mehr...
Sachsen: Datenschutzbericht 2021 vorgelegt
[20.6.2022] Die neue Sächsische Datenschutzbeauftrage Juliane Hunderte hat den Datenschutzbericht 2021 vorgelegt. Wie schon im Vorjahr war ein hoher Beratungsbedarf und – infolge der zunehmenden Digitalisierung – ein Anstieg bei gemeldeten Datenpannen zu beobachten. mehr...
Sachsens Datenschutzbeauftragte Juliane Hunderte hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2021 vorgestellt.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Sicherheit:
Net at Work GmbH
33104 Paderborn
Net at Work GmbH
NCP engineering GmbH
90449 Nürnberg
NCP engineering GmbH
procilon GmbH
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GmbH
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
Aktuelle Meldungen