Microsoft:
Fort Knox in der Cloud


[7.10.2016] Die neue Devise bei Microsoft lautet mobile first, cloud first. Der IT-Konzern will den unmittelbaren mobilen Zugriff auf die eigenen Daten über eine als Supercomputer bezeichnete Cloud-Architektur ermöglichen.

Satya Nadella in Berlin: Microsofts Cloud-Architektur ist der weltweit erste Supercomputer. Cloud Computing ist für den IT-Konzern Microsoft ein zentraler Baustein für die digitale Transformation in Deutschland. Auf einer Veranstaltung in Berlin am Mittwoch (5. Oktober 2016) erklärte Microsoft-Chef Satya Nadella, dass sein Unternehmen „jede Person ermächtigen möchte, mehr zu erreichen“. Geschehen könne dies durch die Konzernziele mobile first, cloud first – den unmittelbaren mobilen Zugriff auf die eigenen Daten in der Cloud. Nadella bezeichnete Microsofts Cloud-Architektur als weltweit ersten Supercomputer. Währenddessen stellte Microsoft-Präsident Brad Smith auf der Veranstaltung eine Denkschrift mit dem Titel „A Cloud for Global Good“ vor. Darin wird die Cloud-Technologie als Wegbereiter für globalen Wohlstand erklärt. Microsoft hat nach eigenen Angaben weltweit 30 Rechenzentren errichtet, um seine Cloud-Dienste Azure, Office 365 und Dynamics 365 zu verbreiten. Insgesamt drei Milliarden Dollar seien in europäische Infrastruktur investiert worden. In Deutschland haben zwei Rechenzentren in Frankfurt am Main und in Magdeburg den Betrieb aufgenommen (wir berichteten). Eine Kooperation mit der Deutschen Telekom als Datentreuhänder sieht vor, dass T-Systems die beiden Rechenzentren betreut (wir berichteten). Weil sie sich im Rechtsgebiet der EU befinden, unterliegen sie auch der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Ein Zugriff auf Daten von außen sei ausgeschlossen. Damit trägt Microsoft sowohl der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bezüglich dem Safe-Harbor-Abkommen Rechnung als auch den besonders unter kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) verbreiteten Vorbehalten gegenüber in ausländischer Hand befindlichen Cloud-Technologien.
Telekom-Chef Timotheus Höttges bezeichnete das Rechenzentrum in Magdeburg als Fort Knox und verspricht sich großen Erfolg damit. Einer Umfrage zufolge würden 47 Prozent der Bürger ihre Daten der Telekom anvertrauen und nur 20 Prozent dem britischen, zweitgrößten Wettbewerber Vodafone. Zentrale Kundenwünsche wie Sicherheit und Einfachheit seien durch die Cloud-Lösung erfüllt. Bereits 66 Applikationen können den Kunden standardisiert angeboten werden.

Helmut Merschmann

Weitere Informationen zur Deutschland Cloud von Microsoft (Deep Link)
Denkschrift A Cloud for Global Good (Deep Link)

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Microsoft, Deutschland Cloud

Bildquelle: Microsoft

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Cloud Computing : Die Idee von einer einheitlichen Verwaltung Bericht
[21.1.2022] Cloud-Technologien bergen die Chance, zu mehr Standards und Einheitlichkeit in der IT zu gelangen. Eine Web-Veranstaltung im Kontext des Zukunftskongresses widmete sich den Aussichten eines „cloudifizierten Staates“. mehr...
Digitale Souveränität: Die Lock-in-Falle umgehen
[19.1.2022] Um echte digitale Souveränität zu erlangen und nicht wieder in einer Lock-in-Falle zu landen, muss die öffentliche Hand bei der Bundescloud auf das passende Betreibermodell setzen. Alternativangebote zu den so genannten Hyperscalern sind daher nach Angaben von Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance (OSBA), dringend erforderlich. mehr...
Peter H. Ganten – CEO Univention und Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance
MeinHotspot: Wenig Interesse an WLAN-Förderung
[19.1.2022] Zahlreiche Gemeinden lassen ein EU-Förderprogramm links liegen, mit dem Zuschüsse für ein kommunales, öffentliches WLAN einfach und unbürokratisch beschafft werden könnten. Mehr als 20 Millionen Euro bleiben derzeit ungenutzt. Bald läuft das WiFi4EU-Förderprogramm aus. mehr...
Dataport: Ein Jahr data[port]ai
[13.1.2022] Dataport und das Land Schleswig-Holstein blicken ein Jahr nach Projektstart auf Fortschritte bei der KI- und Datenplattform data[port]ai zurück, die sich an öffentliche Verwaltung, Forschung und Wirtschaft richtet. Bisher wurden insgesamt 15 Projekte im Rahmen von data[port]ai umgesetzt. mehr...
ownCloud/plusserver: Cloud für die öffentliche Verwaltung
[11.1.2022] Die Unternehmen ownCloud und plusserver gehen eine strategische Technologiepartnerschaft ein, um datenschutzkonforme Cloud-Lösungen für die öffentliche Verwaltung und Unternehmen zu entwickeln. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Infrastruktur:
IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Net at Work GmbH
33104 Paderborn
Net at Work GmbH
Aktuelle Meldungen