KRZN:
Gebührenbescheide schneller verwalten


[14.10.2016] Einen neuen Service bietet das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) ab kommendem Jahr rund um die Grundsteuer. Die Lösung wird die Verwaltung von Gebührenbescheiden beschleunigen.

Dieter Thelen, Vorstand der GWG für den Kreis Viersen (l.) und Dr. Andreas Coenen, Verbandsvorsteher und zugleich Landrat des Kreises Viersen, freuen sich über den baldigen Start des neuen Systems für elektronische Gebührenbescheide. Die Abwicklung von Gebührenbescheiden rund um die Grundsteuer soll schneller und effizienter werden. Deshalb startet das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) im Jahr 2017 ein Pilotprojekt mit den Wohnungsbaugesellschaften Viersener Aktion-Baugesellschaft (VAB) und der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft für den Kreis Viersen (GWG). Die Bescheide lassen sich dann elektronisch übertragen. Das bedeutet laut dem IT-Dienstleister vor allem für Wohnungsbaugesellschaften und für Inhaber vieler Objekte Arbeitserleichterungen. „Das neue System markiert einen weiteren Schritt, Verwaltungsprozesse im Kreis Viersen für Unternehmen effizienter zu machen“, sagt Verbandsvorsteher Andreas Coenen, zugleich auch Landrat des Kreises Viersen. Bisher mussten laut KRZN die in Papierform zugestellten Bescheide stets von Hand in die entsprechenden Systeme von Wohnungsbaugesellschaften und Besitzern vieler Objekte eingegeben werden. Dieser Schritt könne nun entfallen. „Lizenznehmer des Systems sparen Zeit, Geld und reduzieren parallel mögliche Fehlerquellen“, ergänzt KRZN-Geschäftsleiter Jonas Fischer. Wie der IT-Dienstleiter weiter mitteilt, soll das neue Verfahren in das gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Stadt Bochum entwickelte Kommunale integrierte Veranlagungsinformationssystem (KIVi) eingebunden werden. Alle Gebührenbescheide rund um die Grundsteuer können darüber verarbeitet werden. Die Formulare dazu werden künftig nicht nur als reine Daten, die bei den Kunden automatisch in ihre eigenen Systeme übertragen werden können, verschickt. Sie werden auch als digitale Bescheidkopie zur Archivierung und in Papierform versendet. Diese mehrfache Ausführung habe vor allem rechtliche Gründe. So ist für die digitale Übertragung von Bescheiden mit so genannter Schriftformerfordernis eine qualifizierte elektronische Signatur gesetzlich vorgeschrieben. Die Infrastruktur, die dafür aufgebaut werden müsste, wäre laut KRZN jedoch mit enormen Kosten verbunden, die indirekt auf die Kommunen zurückfallen würden. Bis zum Ende des Jahres plant das KRZN, die kommunalen Verwaltungen im Leistungsgebiet anzuschreiben und sie um eine Teilnahme am neuen Verfahren zu bitten. (ve)

http://www.krzn.de

Stichwörter: Fachverfahren, Kommunales Rechenzentrum Niederrhein (KRZN), Bauswesen

Bildquelle: Alois Müller

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
Fachverfahren: Vollstreckung automatisieren Bericht
[29.7.2021] Das Forderungsmanagement ist für Kommunen häufig noch mit hohem Erfassungs- und Bearbeitungsaufwand verbunden. Mit durchgängig digitalisierten Abläufen können Innen- und Außendienst bei der Durchführung von Vollstreckungsmaßnahmen entlastet werden. mehr...
Kommunen müssen oft lange auf ihr Geld warten.
Eilenburg: Modernisierung der Verwaltung
[16.7.2021] Die Große Kreisstadt Eilenburg beauftragt ab-data mit einem Digitalisierungspaket für die Stadtverwaltung. Dessen Komponenten sind unter anderem eine revisionssichere Archiv-, E-Akte- und Business Intelligence-Lösung mit mobiler App-Nutzungsoption. mehr...
Führerscheinumtausch: Neues Digitalisierungslabor gestartet
[8.7.2021] Nach EU-rechtlichen Vorgaben müssen bis zum Jahr 2033 deutschlandweit 40 Millionen Führerscheine umgetauscht werden. In einem OZG-Digitalisierungslabor soll jetzt eine Lösung für den entsprechenden Antrag erarbeitet werden. mehr...
Fachverfahren: Wahlen sind hochsensibel Bericht
[14.6.2021] Elektronisches Wählen ist passé, gleichwohl setzen Kommunen, Länder und der Bund auf elektronische Unterstützung. Zum Einsatz kommt meist die Software votemanager. Mängel bei der Stimmzettelerfassung wurden inzwischen beseitigt. mehr...
Software unterstützt Kommunen, Länder und Bund bei Wahlen.
KDN: Digitale Sozialleistungen aus einer Hand
[10.6.2021] An der OZG-konformen Digitalisierung der Sozialleistungen arbeiten in Nordrhein-Westfalen Land und Kommunen mit Unterstützung des KDN. Ein wichtiger Meilenstein wurde nun mit der Übernahme des digitalen Wohngeldantrags, einer in Schleswig-Holstein betriebenen EfA-Lösung, erreicht. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 7/2021
Kommune21, Ausgabe 6/2021
Kommune21, Ausgabe 5/2021
Kommune21, Ausgabe 4/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fachverfahren:
JCC Software
48149 Münster
JCC Software
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
KDN.sozial
33100 Paderborn
KDN.sozial
Aktuelle Meldungen