Europa:
Regionale Datenzentren


[18.10.2016] Im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts werden Technologien zum Aufbau regionaler Datenzentren entwickelt. Sie sollen die Datenverarbeitung im Internet beschleunigen.

Regionale Datenzentren sollen in Europa für schnelleres Internet sorgen. In Berlin ist gestern (17. Oktober 2016) das europäische Projekt Secure Networking for a Data Center Cloud in Europe (SENDATE) gestartet. Ziel ist es laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den Zugriff auf kommunikations- und cloudbasierte Dienste zu beschleunigen. Dafür entwickeln die Projektpartner aus Schweden, Frankreich, Finnland und Deutschland gemeinsam Technologien, die den Aufbau regionaler Datenzentren ermöglichen sollen. „Für das Internet der Zukunft setzen wir auf Europa“, erklärt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Wir wollen, dass Daten nicht mehr um die halbe Welt geleitet werden, sondern kurze Wege mehr Sicherheit und Stabilität ermöglichen. Wir leisten einen Beitrag zur digitalen Souveränität Europas.“ Derzeit bilden laut Ministeriumsangaben nur einige große Datenzentren die wichtigsten Schaltzentralen für viele Internet-Anwendungen. Die im Projekt angestrebte Infrastruktur ermögliche hingegen, Daten in räumlicher Nähe zu privaten oder gewerblichen Nutzern zu verarbeiten. Dadurch können Internet-Anwendungen deutlich schneller reagieren. Lokale Datenzentren stellen außerdem sicher, dass das Routing und die Verarbeitung der Anwenderdaten innerhalb Europas stattfinden. Darüber hinaus stehen Methoden zur besonders sicheren Verschlüsselung der Daten im Fokus, darunter eine Verzerrung von Sendesignalen oder Verschlüsselungsverfahren, die auch Angriffen von Quantencomputern standhalten. Ab dem Jahr 2020 sollen SENDATE-Ergebnisse auch in den Ausbau der 5G-Netze einfließen. Die europäischen Unternehmen und Mitgliedstaaten stellen laut BMBF insgesamt 73 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. Rund 20 Millionen Euro investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden drei Jahren in die Arbeiten der deutschen Projektpartner. SENDATE wird aus dem Forschungsprogramm der Bundesregierung zur IT-Sicherheit und im Rahmen der Forschungsinitiative EUREKA gefördert. (ve)

http://www.bmbf.de
http://www.sendate.eu

Stichwörter: Breitband, Cloud Computing, IT-Sicherheit, Europa, Johanna Wanka

Bildquelle: Q.pictures / pixelio

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Ludwigsburg: Kooperation mit Deutscher Telekom
[30.7.2021] Um die Stadt Ludwigsburg mit einem flächendeckenden Glasfasernetz zu versorgen, haben die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) und die Deutsche Telekom jetzt einen Kooperationsvertrag geschlossen. mehr...
Vertragsunterzeichnung mit Oberbürgermeister Matthias Knecht im Ordenssaal des Residenzschlosses Ludwigsburg.
BREKO: Rekordinvestitionen in Glasfaserausbau
[29.7.2021] Starke Nachfrage trifft auf hohe Investitionen – so charakterisiert die BREKO Marktanalyse 2021 das aktuelle Geschehen beim Glasfaserausbau in Deutschland. Dabei verändere sich der Markt: die Platzhirsche der Kupferkabel-Ära würden zunehmend von alternativen Anbietern verdrängt. mehr...
Thüringen: Glasfasergesellschaft für Kommunen
[27.7.2021] In Thüringen soll eine neue Glasfasergesellschaft den Breitband-Ausbau in den und für die Kommunen beschleunigen und erleichtern. Förderprogramme sollen besser und aus einer Hand abgewickelt, der Ausbau im Betreibermodell umgesetzt werden. mehr...
tktVivax: Gründung eines Arbeitskreises
[23.7.2021] Die tktVivax Group hat den Arbeitskreis Glasfaserausbau (AK GAD) gegründet. Er soll bestehende Wissenslücken rund um den Glasfaserausbau schließen und so den flächendeckenden Ausbau von Breitband-Netzen erleichtern. mehr...
Die tktVivax Group hat jetzt den Arbeitskreis Glasfaserausbau (AK GAD) gegründet.
Altlandsberg: Kooperationsvertrag unterzeichnet
[22.7.2021] Die Stadtverwaltung Altlandsberg hat eine Vereinbarung mit dem Netzbetreiber DNS:NET unterzeichnet. Das Unternehmen wird eigenwirtschaftlich das Giganetz der brandenburgischen Kommune ausbauen. mehr...
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Stadt Altlandsberg und DNS:NET.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 7/2021
Kommune21, Ausgabe 6/2021
Kommune21, Ausgabe 5/2021
Kommune21, Ausgabe 4/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Aktuelle Meldungen