Interview:
Papierarmes Büro im Visier


[2.2.2017] Software-Lösungen für die öffentliche Verwaltung sind die Domäne der Firma GfOP. Wohin das Unternehmen nach 30-jährigem Bestehen steuert, erklärt GfOP-Chefin Regine Entmayr.

Regine Entmayr Frau Entmayr, im Oktober 2016 hat die inhabergeführte IT-Firma GfOP ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Wie war das damals vor 30 Jahren von der Idee bis zur Firmengründung?

Die GfOP war die Idee mehrerer Freelancer, die sich 1986 zusammengeschlossen hatten. Unsere Gründer haben sich schon bald auf den öffentlichen Sektor fokussiert, da die Behörden Anfang der 1990er-Jahre vom Betriebssystem DOS auf Windows umgestiegen sind. Bis heute bildet die Entwicklung von Software-Lösungen für die öffentliche Verwaltung unser Kerngeschäft. 1991 fiel der Startschuss für unser Verfahren KOMMBOSS, das inzwischen mit über 30 Modulen bundesweit in öffentlichen Verwaltungen jeder Größe im Einsatz ist.

Mit welchen Produkten sind Sie an den Start gegangen und welche Meilensteine konnten Sie erreichen?

Damals begannen wir mit den KOMMBOSS-Modulen Personal-Management und Stellenplan, die auch heute noch zu den Basismodulen zählen. Damit haben wir den Grundstein für die elektronische Personalakte gelegt. Die Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen erhielten erstmals aussagekräftige Auswertungen und Statistiken, die das Personal-Management wesentlich erleichterten. Wir waren mit die Ersten, die unter Windows Baumstrukturen darstellen konnten. Und auch die Tatsache, dass wir in unseren Software-Lösungen für alle Bundesländer die notwendigen Statistiken rechtskonform abbilden, ist ein Meilenstein unserer Firmengeschichte. Darüber hinaus sind seit dem Jahr 2007 viele KOMMBOSS-Module vom Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein zertifiziert. Meines Wissens ist KOMMBOSS das einzige Personal-Management-System mit einer öffentlich-rechtlichen Datenschutzzertifizierung.

„Aktuell arbeiten wir an einer standardisierten Integration für DMS.“

Und wie hat sich die Branche in diesem Zeitraum verändert?

In den drei Jahrzehnten hat sich die Branche stark gewandelt. Viele Anbieter sind vom Markt verschwunden, haben umfirmiert oder fusioniert. Derzeit geht der Trend in Richtung Cloud. Wir haben bereits vor Jahren damit begonnen, webbasierte Software-Produkte zu entwickeln.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Derzeit sind unsere Auftragsbücher voll und das soll natürlich auch so bleiben. Da GfOP über eine breite Kundenstruktur verfügt, von kleinen Kommunen über Landkreise bis hin zu Landeshauptstädten, bieten wir nicht nur das Know-how, sondern auch die Erfahrung für individuell zugeschnittene Software-Lösungen. Hierfür werden wir in der Entwicklung weiterhin verstärkt auf webbasierte Technologien setzen. Außerdem arbeiten wir derzeit mit Unternehmen aus dem Bundesverband Databund an einer standardisierten Integration für Dokumenten-Management-Systeme. Unser Ziel ist das papierarme Büro.

Interview: Melanie Schulz

http://www.gfop.de
Dieser Beitrag ist in der Februar-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Personalwesen, GfOP, Dokumenten-Management

Bildquelle: GfOP

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Personalwesen
Studie: Frauen in der Führungsetage 2021
[27.7.2022] Die Ergebnisse der FIT-Public-Management-Studie für das Jahr 2021 liegen vor. Knapp 2.000 öffentliche Unternehmen der kommunalen, Bundes- und Landesebene wurden untersucht. In kommunalen Firmen lag der Anteil von Frauen in Vorstand, Geschäftsleitung oder Geschäftsführung bei 20,6 Prozent. mehr...
Die FIT-Public-Management-Studie untersucht den Frauenanteil im Top-Management öffentlicher Unternehmen.
Berlin: Vereinbarung für mobiles Arbeiten
[13.7.2022] Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport sowie der Personalrat haben eine Dienstvereinbarung zum mobilen Arbeiten unterzeichnet. mehr...
Stuttgart: Rahmendienstvereinbarung zur IT
[6.7.2022] Eine neue Rahmendienstvereinbarung zur Digitalisierung und Informationstechnik bei der Landeshauptstadt Stuttgart ist unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst unter anderem eine Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiterschaft, zeigt Vorteile der Digitalisierung auf und soll die Umsetzung erleichtern. mehr...
Wolfsburg: Modernisierung findet Stadt Bericht
[19.4.2022] Die Stadt Wolfsburg will ihre Verwaltung fit für die Zukunft machen. Dazu wurden unter anderem für die Themen-Cluster Personal-Management und Moderne Arbeitswelten entsprechende Maßnahmen erarbeitet. mehr...
Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.
Personalwesen: Dekade der Digitalisierung Bericht
[14.4.2022] Die Corona-Pandemie und die damit einhergehende extreme Belastung in den Gesundheitsämtern boten einen Vorgeschmack darauf, was der Fachkräftemangel für die Verwaltung bedeutet. Die Digitalisierung ist hier ebenso Herausforderung wie Teil der Lösung. mehr...
Videokonferenz: Digitalisierung ist Herausforderung und Lösungsansatz zugleich.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Personalwesen:
MACH AG
23558 Lübeck
MACH AG
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
ISGUS GmbH
78054 Villingen-Schwenningen
ISGUS GmbH
Aktuelle Meldungen