CeBIT 2017:
So gelingt der Wandel


[16.3.2017] Smart City lautet das neue Thema im Public Sector Parc der CeBIT. Einfallen lassen hat sich das Andreas Grüber, neuer Verantwortlicher für den Public Sector Parc. Wie er außerdem neuen Schwung in Halle 7 bringen möchte, verrät Grüber im Kommune21-Interview.

Andreas Grüber will neuen Schwung in den Public Sector Parc bringen. Herr Grüber, Sie sind neuer Ansprechpartner für den Public Sector Parc auf der CeBIT. Was verbindet Sie mit dem öffentlichen Sektor und wie möchten Sie die Leitmesse für die öffentliche Verwaltung weiterentwickeln?

Der Public Sector Parc (PSP) steht für die Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltungen und zeigt auf, wie einfach, schnell und effizient Bürger und Staat miteinander kommunizieren können. Zukünftig geraten IT-Lösungen immer stärker ins Blickfeld, die bei der Gewinnung, der Speicherung sowie der Sicherung von Daten eine Rolle spielen. In diesem Bereich entwickeln wir den Public Sector Parc weiter, indem wir entsprechende Anwendungsbeispiele präsentieren. Außerdem geht es darum, den Bürgern durch E-Partizipation eine vereinfachte Kommunikation mit der Verwaltung zu ermöglichen. Wir zeigen in Halle 7 IT-Lösungen und -Anwendungen, die den Verwaltungsapparat verschlanken und schneller machen. Ich möchte diesen Prozess vorantreiben, da ich viele Jahre in und mit dem öffentlichen Sektor gearbeitet habe und das Optimierungspotenzial kenne. Mein Netzwerk aus dem Bereich der Messe Metropolitan Solutions kann ich an dieser Stelle gut einbringen.

Was macht den Public Sector Parc aus Ihrer Sicht einzigartig?

Der Public Sector Parc ist die Plattform in Europa, auf der sich Entscheider, Anwender und Lösungsgeber rund um das Thema öffentliche Verwaltung treffen. Im Rahmen der CeBIT als weltweit einziger Veranstaltung für die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung ist es quasi ein Jahrestreffen der Public-Sector-Parc-Familie. Fachleute aus dem öffentlichen Bereich können sich umfangreich mit IT-Anbietern über Innovationen austauschen. Das Ausstellungsgeschehen bietet einzigartige Möglichkeiten zum Netzwerken. Der Auftritt politischer Prominenz unterstreicht die Bedeutung des Public Sector Parcs.

Wird Ihr Konzept ausreichen, um neuen Schwung und Aussteller in den Public Sector Parc zu holen?

Wir werden mit unseren Partnern daran arbeiten, den Public Sector Parc für die Anforderungen moderner Verwaltungslösungen fit zu machen. Dabei sind alle Partner hochmotiviert bei der Sache, weil sie von der Bedeutung der Plattform Public Sector Parc für die öffentliche Verwaltung überzeugt sind. Neue Partner wie zum Beispiel das Unternehmen Infora sowie Partner der Messe Metropolitan Solutions leisten hier einen großartigen Beitrag.

„IT-Lösungen für die Gewinnung, Speicherung und Sicherung von Daten rücken immer stärker ins Blickfeld.“

Auch die Zusammenarbeit mit Infora bei der Programmgestaltung ist neu. Welche Impulse erwarten Sie hier?

Infora ist sehr erfahren bei der Organisation und inhaltlichen Gestaltung von Events für den öffentlichen Sektor. Dadurch und durch die Arbeit der Unternehmensgruppe mit nahezu allen Bundes- und Landesbehörden ist Infora bestens vernetzt und am Puls der Zeit, also ganz nah an den Themen der öffentlichen Verwaltungen und ihren Anforderungen. Hier erschließen wir uns neue Netzwerke auf Aussteller- wie Besucherseite.

Was sind die wichtigsten Trends bei der Digitalisierung der Verwaltung und wie möchten Sie diese künftig in Szene setzen? 

Hier spielen E-Government-Gesetz, E-Partizipation, Fragen der inneren sowie der Cyber-Sicherheit eine große Rolle. Bei der Umsetzung und Gestaltung legen wir großen Wert auf den Dreiklang klassisches Messekonzept, Konferenzen und Workshops. Anwendertage von Lösungsanbietern, ein Ausbau der Gremientagungen und ein umfangreiches Forenprogramm ergänzen das Ausstellungsgeschehen im Public Sector Parc und tragen aus unserer Sicht zum lebendigen Miteinander von Verwaltung und Bürgern bei.

Welche Themen sind Ihnen im Bereich der öffentlichen Verwaltung besonders wichtig?

Ein Abbild der Leuchtturmthemen findet sich im Forenprogramm wieder, so beispielsweise E-Government national und international, IT-Sicherheit, Mobilitätsvisionäre, Justiz, Supranationale Vorgaben für das E-Government sowie Open Data/Open Government oder der Moderne Behördenarbeitsplatz. Der zentral gelegene Ausstellungsbereich Government for you komplettiert das umfassende Angebot des Public Sector Parcs. Hier stellen Bund und Länder aktuelle Projekte rund um die Themen E-Government-Gesetz, IT-Sicherheit, Urbane Mobilität, E-Akte oder Open-Data-Plattform vor. Fragen, die alle Führungskräfte des öffentlichen Sektors bewegen, stehen auch beim Forum Marktplatz Kommune im Blickpunkt, beispielsweise beim Kommunaltag Niedersachsen mit dem Thema Digitale Verwaltungsprozesse in der Kommune, dem Kommunaltag Schleswig-Holstein zum Thema E-Akte sowie dem Kommunaltag Nordrhein-Westfalen rund um das Digitale Arbeiten in der Kommunalverwaltung.

Welche Highlights warten auf die Besucher im Public Sector Parc der kommenden CeBIT 2017?

Wie bereits erläutert wird neben Infora als neuem Partner für die Programmgestaltung der Foren Public Sector Parc und Marktplatz Kommune das Ausstellungsprogramm um den Schwerpunkt Smart City erweitert. Hier werden Zukunftsszenarien aufgezeigt. Die Roadshow der Deutschen Energie-Agentur Intelligente Stadt 2017 – von der intelligenten Beleuchtung zur Smart City verspricht hierzu viele Impulse und Anregungen. Ein weiteres vieldiskutiertes Thema des Public Sector Parcs werden sicherlich die Aktivitäten des IT-Planungsrats der Bundesregierung sein. Im Vordergrund stehen hier das Föderale Informationsmanagement (FIM) und der Governikus MultiMessenger (GMM). Ziel des FIM-Projekts ist die Harmonisierung der Informationen zu Verwaltungsvorgängen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Der Governikus MultiMessenger soll als Multikanal-Lösung für die sichere Kommunikation zwischen Verwaltung, Unternehmen und Bürgern die technisch und juristisch einwandfreie Verarbeitung aller elektronischen Einschreib-Zustelldienste gewährleisten. Zudem freuen wir uns, dass die Deutsche Breitband-Initiative die Plattform Public Sector Parc nutzt und am 20. März ihre Frühjahrskonferenz im Forum Marktplatz Kommune veranstaltet. Ein Bürgerservice-Portal als zentrale E-Government-Plattform für digitale Verwaltungsdienstleistungen im Internet steht zur praktischen Anwendung in Halle 7 zur Verfügung. Mit über 70 verschiedenen Verwaltungsprozessen aus Bereichen wie dem Einwohnermeldewesen, dem Verkehrswesen und dem Personenstandswesen bietet das Bürgerservice-Portal eine Fülle an Online-Diensten, die in Verbindung mit dem neuen Personalausweis sicher und komfortabel genutzt werden können. Darüber hinaus versprechen zahlreiche internationale Referenten auf Foren und in Diskussionsrunden einen spannenden Messebesuch in Halle 7.

Interview: Melanie Schulz

http://www.cebit.de
Dieser Beitrag ist in der März-Ausgabe von Kommune21 im Schwerpunkt zur CeBIT 2017 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.  (Deep Link)

Stichwörter: Kongresse, Messen, CeBIT 2017

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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