Open Government:
Neun Modellkommunen benannt


[17.5.2017] Für das Pilotprojekt Modellkommune Open Government, gestartet vom Bundesinnenministerium und den kommunalen Spitzenverbänden, sind jetzt neun Städte, Gemeinden und Kreise unterschiedlicher Größe ausgewählt worden.

Köln, Bonn, Moers, Oldenburg, Merzenich, Tengen, Brandis, der Saalekreis und der Kreis Maarburg-Biedenkopf sind die Open-Government-Modellkommunen. Im Februar hat das Bundesministerium des Innern (BMI) gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund das Pilotprojekt Modellkommune Open Government gestartet (wir berichteten). Aus den eingereichten Bewerbungen sind jetzt laut BMI neun Modellkommunen ausgewählt worden. Demnach hat die Jury, bestehend aus Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, der Zivilgesellschaft und des Bundesinnenministeriums Köln, Bonn, Moers, Oldenburg, Merzenich, Tengen und Brandis sowie den Saalekreis und den Kreis Marburg-Biedenkopf als Modellkommune bestimmt. Sie werden für die Dauer von zwei Jahren für die Konzeptionierung und Umsetzung von Open-Government-Maßnahmen mit jeweils 50.000 Euro unterstützt. Das Modellvorhaben soll aufzeigen, wie Open Government auf kommunaler Ebene in der Verwaltung etabliert werden kann, die Angebote von den Bürgern angenommen werden und die Maßnahmen sowohl innovativ für das Gemeinwesen als auch wirtschaftlich für die Kommunen sein können. Mit den Modellkommunen werde eine Neugestaltung der Kommunalverwaltung eingeleitet, heißt es in der Meldung. Das schließe die Transparenz des Verwaltungshandelns, die Beteiligung und Partizipation, die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und die Nutzung moderner Informationstechnologie ein. Die Ergebnisse sollen möglichst viele Kommunen zum Nachahmen anstoßen. Deshalb wird das BMI auf der Website verwaltung-innovativ.de über den weiteren Verlauf des Vorhabens informieren. Wie das BMI weiter mitteilt, hat der Teilnahmewettbewerb gezeigt, dass Open Government bislang kaum als aktuelle Aufgabe der Kommunalverwaltungen angesehen wird: 26 Kommunen haben sich beworben. (ve)

www.bmi.bund.de
www.verwaltung-innovativ.de

Stichwörter: Open Government, Modellkommune Open Government, Köln, Bonn, Moers, Oldenburg, Merzenich, Tengen, Brandis, Saalekreis, Kreis Marburg-Biedenkopf, Bundesministerium des Innern

Bildquelle: Bundesministerium des Innern

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Dortmund: Open-Data-Portal geplant
[21.6.2018] Ein Portal für offene Daten der Stadtverwaltung will Dortmund starten und damit dem bislang aufwendigen Bereitstellungsprozess der Daten entgegenwirken. mehr...
Offene Daten will Dortmund künftig über ein Online-Portal zur Verfügung stellen.
Interview: Faszinierende Möglichkeiten Interview
[21.6.2018] Im Interview mit Kommune21 erläutert Claus Arndt, Beigeordneter bei der Stadt Moers, warum Kommunen Open Data mutig angehen sollten, welche Vorteile sich ergeben und was in der Vorreiterstadt bereits umgesetzt wurde. mehr...
Claus Arndt, Beigeordneter bei der Stadt Moers
Nordrhein-Westfalen: Abschlussfilm über Open Government
[12.6.2018] Wie Open Government auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann, haben zehn Modellprojekte aus Nordrhein-Westfalen gezeigt. Ein Abschlussfilm gibt Einblicke in die Pilotprojekte. mehr...
Potsdam: Transparente Daten Bericht
[11.6.2018] Potsdam stellt Bürgern, Forschung und Wirtschaft digitale Datenbestände frei und transparent in einem Open-Data-Portal zur Verfügung. Im Vorfeld hatte die Stadt ein Konzept erstellt, das auf den Ergebnissen einer öffentlichen Online-Umfrage basiert. mehr...
Potsdam setzt sich mit Open Data strategisch auseinander.
Open Data: Strategisch vorgehen Bericht
[4.6.2018] Um das volle Potenzial von Open Data nutzen zu können, sollten Behörden bei der Bereitstellung strategisch vorgehen. Perfektionismus ist dabei nicht gefragt: Ein schrittweises Herantasten ist besser, als gar keine Daten zu veröffentlichen. mehr...
Verknüpfte Open-Data-Zyklen