Nordrhein-Westfalen:
Piloten des Open Government


[29.6.2017] Wie kommunales Open Government effizient und mit hohem gesellschaftlichen Nutzen eingesetzt werden kann, soll ein vom Land gefördertes Pilotprojekt für Nordrhein-Westfalen zeigen. Die kdvz Rhein-Erft-Rur will dabei mit 24 Kommunen und der Open Knowledge Foundation ein interkommunales Transparenzportal für Gremiendaten errichten.

In Nordrhein-Westfalen sollen Erfolgskriterien identifiziert werden, wie Open Government in Kommunen effizient eingesetzt werden kann. Insgesamt 26 Kommunen haben sich mit 32 Anträgen für das Pilotprojekt Kommunales Open Government in NRW beworben. Wie einer Meldung der Landesregierung zu entnehmen ist, werden Projekte der Städte Gelsenkirchen, Kerpen, Köln, Moers, Münster, Paderborn, des Kreises Lippe, der Gemeinden Kranenburg und Stemwede, die Kommunale Datenverarbeitungszentrale (kdvz) Rhein-Erft-Rur sowie die KDVZ Citkomm gefördert. Ausgewählt wurden die jeweiligen Projekte aufgrund des innovativen Charakters, der Übertragbarkeit für andere Kommunen, der Breitenwirkung sowie der Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit mit Partnern der Zivilgesellschaft. Ziel der Pilotprojekte ist es laut der Landesregierung, Erfolgskriterien zu identifizieren, wie kommunales Open Government effizient und mit hohem gesellschaftlichem Nutzen eingesetzt werden kann. „Zahlreiche gute Beispiele in den Städten und Gemeinden zeigen, dass Open Government als offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln vielerorts bereits gelebt wird“, sagt Hartmut Beuß, Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnik. „Bürgerhaushalte, Konsultationen im Rahmen der Stadtplanung oder die Bereitstellung von offenen Daten sind Beispiele, wie Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit praktisch umgesetzt werden. Mit der Förderung innovativer Pilotprojekte werben wir dafür, diesen Weg weiterzugehen. Wir freuen uns auf wertvolle Erfahrungen und Impulse der Modellkommunen, die mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag für einen Leitfaden Kommunales Open Government in NRW leisten.“

Rathäuser öffnen Gremiendaten

Im Rahmen des Pilotprojekts will beispielsweise die kdvz Rhein-Erft-Rur bis Ende 2017 ein interkommunales Transparenzportal für Gremiendaten aufbauen. Gemeinsam mit 21 Verbandsmitgliedern sowie den Städten Bochum, Rees und Wuppertal hat der IT-Dienstleister laut eigenen Angaben den entsprechenden Förderantrag gestellt. Auch kooperiere die kdvz Rhein-Erft-Rur mit der Open Knowledge Foundation. Realisieren wollen die Projektbeteiligten nicht nur ein Politik-Transparenzportal, sondern auch die Veröffentlichung der Daten über kommunale Open-Data-Portale. Diese wiederum stellen die Daten für das Open-Data-Portal des Landes zur Verfügung. Die Datengenerierung erfolge aus dem kommunalen Sitzungsdienst als offene Daten über eine gemeinsame Datenstruktur nach dem so genannten OParl-Standard. Die gemeinsame Einführung dieses Standards und die Datenbereitstellung sowohl im gemeinsamen Open-Data-Portal der Verbandsmitglieder als auch im Transparenzportal „Politik bei uns“ sollen aufzeigen, dass Open Data, Transparenz des Verwaltungshandelns und Open Government Themen sind, die nicht nur in großen Verwaltungen umsetzbar sind. (ve)

www.kdvz-frechen.de
www.oparl.org
www.politik-bei-uns.de

Stichwörter: Open Government, KDVZ Rhein-Erft-Rur, Open Data, Nordrhein-Westfalen

Bildquelle: Open.NRW

Druckversion    PDF     Link mailen


ekom21

 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Zürich: 3D-Modell als Open Data
[10.12.2018] Die Schweizer Stadt Zürich stellt ihr 3D-Stadtmodell jetzt als Open Data zur Verfügung. Es kann beispielsweise bei Bautätigkeiten oder der Entwicklung von virtuellen Realitäten herangezogen werden. mehr...
Open Data: Daten als Rohstoff Bericht
[3.12.2018] Auf dem diesjährigen Berlin Open Data Day (BODDy) im Oktober wurde unter anderem die Monetarisierung von Open Data diskutiert. Darüber hinaus ging es um offene Daten in der Bundesverwaltung sowie im Land Berlin. mehr...
Berliner Badestellen samt Wasserqualität tagesaktuell im Web.
Open Data: Deutschland weiter im Mittelfeld
[26.11.2018] Deutschland hat im Bereich Open Data im Vergleich zum Vorjahr kaum Fortschritte gemacht. Das zeigt eine aktuelle Studie, welche den Open-Data-Einsatz anhand der Kategorien Policy, Portalinfrastruktur, Auswirkungen und Datenqualität in 32 Ländern untersucht hat. mehr...
Deutschlands Open-Data-Reifegrad gemäß aktuellem „Open Data Maturity in Europe Report“.
Baden-Württemberg: Ideen zu Open Government
[23.11.2018] Ideen für Open Government haben Vertreter aus Bürgerschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung in Baden-Württemberg auf einem MeetUp entwickelt. Die Vorschläge sollen an die Landesregierung übergeben werden und in den Nationalen Aktionsplan Open Data einfließen. mehr...
Bonn / Düsseldorf / Köln / KDVZ: Start einer Open-Data-Region
[19.11.2018] Die Städte Bonn, Düsseldorf und Köln sowie die Kommunale Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) Rhein-Erft-Rur starten gemeinsam die Open-Data-Region Rheinland. Standards stehen ebenso auf der Agenda wie der Austausch von Best Practices. mehr...
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen