Osnabrück:
IT setzt Maßstäbe


[18.10.2017] Digitalisierte Verfahren, Handlungsfähigkeit, eine effiziente Organisation, erfüllte Erwartungen und Informationssicherheit – das sind die fünf Ziele der IT-Strategie für Osnabrück. Erste Projekte hat die Stadt bereits umgesetzt.

IT-Leiter Tobias Fänger möchte die Vorteile moderner Technologien in der Stadtverwaltung Osnabrück nutzen. Die IT-Abteilung der Stadt Osnabrück hat jetzt eine IT-Strategie auf den Weg gebracht. Wie die Stadt in Niedersachsen mitteilt, umfasst die Strategie fünf Zielsetzungen: Verfahren sollen digitalisiert, die Handlungsfähigkeit aufrechterhalten, die Organisation effizienter gestaltet, Erwartungen erfüllt und die Informationssicherheit aufgebaut werden. „Anders gesagt: wir nutzen die Technik um bürgernäher, schneller und effizienter zu werden“, erklärt IT-Leiter Tobias Fänger. Um diese Vorgaben ausarbeiten zu können, haben sich die Fachleute in Osnabrück Anregungen aus anderen Städten geholt. Laut der Stadt wurden außerdem die Wünsche der Fachbereichsleiter an die IT gesammelt. So sei ein Leitfaden entstanden, der auch andere Stadtverwaltungen interessiert. „Unser Strategiepapier liegt inzwischen allen größeren niedersächsischen Städten vor“, sagt Fänger. In Osnabrück sollen die Prozesse schrittweise digitalisiert werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Ziel sei ein Portal, in dem die wichtigsten Anwendungen zentral für die Mitarbeiter abrufbar sind. Aber auch für die Bürger sollen digitale Lösungen ausgebaut werden. Bereits umgesetzt wurde das so genannte EreignisMeldeSystem der Stadt Osnabrück (EMSOS), das der Fachdienst Geodaten betreibt. Über diese Anwendung können Nutzer den Osnabrücker ServiceBetrieb auf Missstände aufmerksam machen oder Veränderungen anregen. „Das ist eine gute Lösung und ein gelungener erster Schritt“, sagt Fänger. Langfristiges Ziel sei ein Bürgerportal, auf dem die Bürger die wichtigsten Anwendungen digital nutzen, Informationen erlangen und sich somit Behördengänge sparen können.

IT optimiert die Verwaltung

Um die vorhandenen Ressourcen effektiv zu nutzen, will IT-Leiter Fänger möglichst viele Synergien schaffen und Parallelstrukturen abbauen. Letztere seien entstanden, als die Digitalisierung für die Verwaltung relevant wurde, die Entwicklung der IT und ihrer Möglichkeiten aber noch nicht abzusehen war. Einen bedeutenden Schritt sei die IT bereits mit ihrer Zentralisierung gegangen. „Jeder Fachbereich hatte hier zunächst eigene Ansprechpartner aus der IT und eigene Server-Räume“, berichtet Tobias Fänger. „Aus zwölf dieser Räume haben wir einen gemacht.“ Dass ein Mitarbeiter benötigte Geräte zeitnah erhält, ist in der Stadtverwaltung unabdingbar, heißt es in dem Osnabrücker Bericht weiter. Um arbeitsfähig zu bleiben, müssen Geräte außerdem ständig auf den neuesten Stand gebracht werden. Die IT-Abteilung habe deshalb mit zwei Fachbereichen ein Serviceportal getestet über das Mitarbeiter mit einer bestimmten Berechtigung beispielsweise Computer mit wenigen Mausklicks ordern können. Zwischenzeitlich stehe das Portal auch anderen Fachbereichen zur Verfügung. Portalgestützt will IT-Leiter Fänger außerdem die Anrufe bei der internen IT-Hotline optimieren. „Bei unserem Service-Desk gehen in jedem Jahr 25.000 Anrufe ein. Wenn wir ein Mitarbeiterportal geschaffen haben, werden wir dort zu den wichtigsten Anwendungen Erklärungen bereitstellen.“ Das soll die Anruferanzahl deutlich verringern, da die Mitarbeiter in einer Wissensdatenbank schnell und einfach Lösungen finden können. Wie Osnabrück weiter mitteilt, steht das Thema Sicherheit über dem gesamten Prozess der Digitalisierung. Das umfasst auch eine konstant funktionierende IT, ohne die die Verwaltung nicht mehr arbeitsfähig sei. Osnabrück greift deshalb auf zwei Rechenzentren zurück – eines direkt bei der Verwaltung und eines bei einem Dienstleister. Durch mehrfache Absicherungen auf allen Ebenen will die Stadt dafür sorgen, dass sie auch im Notfall arbeitsfähig bleibt. (ve)

http://www.osnabrueck.de

Stichwörter: Politik, Osnabrück

Bildquelle: Stadt Osnabrück

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Onlinezugangsgesetz: Bundestag beschließt OZG 2.0
[26.2.2024] Der Deutsche Bundestag hat das neue Onlinezugangsgesetz verabschiedet. Es ermöglicht eine nutzerfreundliche und vollständig digitale Abwicklung von Verwaltungsverfahren, die Einführung eines zentralen Bürgerkontos und die Abschaffung der Papierform bei Anträgen. mehr...
Bundesinnenministeriun Nancy Faeser: OZG 2.0 ist ein wichtiger Schritt für ein digitales Deutschland.
Märkischer Kreis: Digital mit Strategie
[22.2.2024] Der Märkische Kreis hat eine Digitalisierungsstrategie beschlossen. Hilfe gab es vom Beratungsunternehmen PD, das dem Digitalisierungsvorhaben im Kreis ein gutes Zeugnis ausstellte. Der Angriff auf den Dienstleister SIT wirkt nach. mehr...
GovData: Saarland übernimmt Vorsitz
[19.2.2024] Das Portal GovData macht offene Verwaltungsdaten von Bund, Ländern und Kommunen aus ganz Deutschland zugänglich. Nun hat das Saarland den Vorsitz über die für das Portal zuständige Bund-Länder-Fachgruppe übernommen. Diese befasst sich vor allem mit der strategischen Weiterentwicklung. mehr...
D21-Digital-Index: Gesellschaft ist digital gespalten
[15.2.2024] 
Die Initiative D21 hat die Ergebnisse ihres D21-Digital-Index 2023/2024 vorgestellt. Demnach wird die deutsche Gesellschaft zwar immer digitaler – viele Bürgerinnen und Bürger stehen der Digitalisierung allerdings skeptisch gegenüber. mehr...
Deutsche Gesellschaft wird laut D21-Digital-Index 2023/2024 digitaler – aber steht der Digitalisierung skeptischer gegenüber.
Brandenburg: Wandel gestalten Bericht
[12.2.2024] In Brandenburg trifft der digitale Umbau auf Strukturwandel, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Seit gut fünf Jahren gibt es eine Digitalisierungsstrategie, als Fortschreibung das Digitalprogramm 2025. Das Land ist auf einem guten Weg. mehr...
Brandenburg: Digitale Transformation im Strukturwandel.
Weitere FirmennewsAnzeige

Kundenportal: Der Weg in die digitale Zukunft der Antragsprozesse
[27.2.2024] Willkommen in der Ära der digitalen Transformation für die öffentliche Verwaltung. Ein Kundenportal für digitale Antragsstrecken revolutioniert nicht nur die Art und Weise, wie Anträge bearbeitet werden, sondern schafft auch Raum für Effizienz, Flexibilität und reibungslose Abläufe. mehr...

EU-Richtlinie 2016/2102: So funktioniert barrierearme Rechnungsverarbeitung
[22.8.2023] Einen barrierearmen Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen zu gewährleisten, dazu sind öffentliche Stellen in Deutschland und der EU seit 2019 verpflichtet. Was bedeutet dies für die Verarbeitung eingehender Rechnungen in SAP? Sind Dokumentenprozesse überhaupt betroffen? mehr...

Stadt Essen nutzt Eingangsrechnungsworkflow der xSuite im großen Stil: Sichere Planung durch Rechnungsworkflow
[23.3.2023] Essen ist eine moderne Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsmetropole im Herzen des Ruhrgebiets. Sie ist Konzernzentrale, zum Beispiel für RWE AG, Evonik Industries AG, E.ON Ruhrgas AG, GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH und Hochtief AG. Die Messe Essen ist etabliert unter den Top-Ten der deutschen Messeplätze. Was viele Besucher angesichts der modernen Essener Skyline verblüfft: Die Geschichte der Stadt ist älter als die Berlins, Dresdens oder Münchens. Essen feierte im Jahr 2002 das 1150-jährige Jubiläum von Stift und Stadt Essen. mehr...
Suchen...

 Anzeige



 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
brain-SCC GmbH
06217 Merseburg
brain-SCC GmbH
Barthauer Software GmbH
38126 Braunschweig
Barthauer Software GmbH
Aktuelle Meldungen