Lauchhammer:
Glasfaserstadt in Brüssel nominiert


[24.11.2017] Lauchhammer hat es mit seinem Glasfaserprojekt ins Finale der European Broadband Awards 2017 geschafft. In der Stadt soll ein Glasfasernetz entstehen, das die Vorgaben der Bundesregierung und EU erheblich übertrifft.

Das Glasfaserprojekt der Stadt Lauchhammer hat es ins Finale der European Broadband Awards 2017 geschafft. Mit der Auszeichnung würdigt die Europäische Kommission herausragende Breitband-Projekte in Europa. „Wir konnten kaum glauben, dass wir zu den 15 Finalisten für die European Broadband Awards 2017 gehören“, sagt Bernd Nitzschner, Geschäftsführer der LKG Lausitzer Kabelbetriebsgesellschaft. „Mit diesem Projekt nehmen wir nicht nur eine Vorreiterrolle im Land Brandenburg ein, sondern leisten einen großen Beitrag für die zukunftsfähige Gestaltung unserer Stadt.“ Wie die Kommune mitteilt, sind insgesamt 49 Projekte aus 20 Ländern für die Awards eingereicht worden. Das Projekt Lauchhammer auf dem Weg zur Glasfaserstadt hat es in der Kategorie „Territorialer Zusammenhalt in ländlichen und abgelegenen Gebieten“ in die Nominierung geschafft. In dem Projekt errichtet LKG gemeinsam mit der Stadt, der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom und weiteren Partnern im Ortsteil Grünewalde ein FTTH-Hochgeschwindigkeitsnetz. Dieses überbiete erheblich die Vorgaben der Bundesregierung und EU zur Breitband-Versorgung. Im Jahr 2016 wurden die Ortsteile Kleinleipisch und Kostebrau an das Glasfasernetz angeschlossen. So seien mittlerweile nicht nur Glasfasertrassen quer durch das gesamte Stadtgebiet verlegt worden, um Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) anbieten zu können. In allen Stadt- und Ortsteilen Lauchhammers wurden und werden auch Glasfasern bis ins Haus der Kunden verlegt. In allen Industriegebieten der Kommune stehen mittlerweile Internet-Anschlüsse mit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde zur Verfügung. „Wir sind stolz, dass unsere Aktivitäten, die wirklich nicht immer leicht waren, sogar in Brüssel wahrgenommen werden“, sagt Bürgermeister Roland Pohlenz. „Der Bandbreitenbedarf wird in den nächsten Jahren rasant steigen. Wer heute nicht die passenden Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im Auge hat, ignoriert den Wandel zu einer digitalen Gesellschaft.“ Wer die diesjährigen Broadband Awards, vergeben in fünf Kategorien, gewonnen hat, lässt sich zwischenzeitlich der Website der EU-Kommission entnehmen. In der Kategorie „Territorialer Zusammenhalt in ländlichen und abgelegenen Gebieten“ ging die Auszeichnung nach Griechenland. (ve)

www.lauchhammer.de
Die Gewinner der European Broadband Awards 2017 (Deep Link)

Stichwörter: Breitband, Glasfaser, Lauchhammer



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