E-Payment:
Eine für alles


[24.5.2018] Wie Verwaltung und Bürger von elektronischen Bezahlmöglichkeiten profitieren, zeigt das Beispiel der Stadt Oldenburg. Die dort für unterschiedliche Services eingesetzte Plattform erlaubt mehrere Bezahlarten und wird von der Öffentlichkeit gut angenommen.

Die Stadt Oldenburg verbessert ihren Bürgerservice mit E-Payment. Die Stadt Oldenburg setzt die Online-Anhörung mit Anbindung von pmOWI der Firma GovConnect in Verbindung mit der Bezahlplattform pmPayment ein. Dadurch kann der Bürger eine Anhörung zu einer Verkehrsordnungswidrigkeit bequem von zu Hause aus online beantworten. Er spart sich das Porto und den Weg in die Bußgeldstelle. Um diesen Service nutzen zu können, erhält der Bürger mit der Anhörung, der Verwarnung oder dem Zeugenfragebogen einen QR-Code und einen Link zur Internet-Seite. Nachdem er sich mit seinen Zugangsdaten angemeldet hat, kann er unter anderem den Tatvorwurf und Fotos online einsehen und zu dem Vorgang Stellung nehmen oder die Gebühr direkt über die Bezahlplattform entrichten.

Mehrere Dienstleister eingebunden

Da es sich bei pmPayment um eine übergreifende Lösung handelt, in die mehrere Dienstleister eingebunden sind, stehen die Bezahlarten PayPal, giropay, paydirekt oder Kreditkarte zur Verfügung. Die Quote der Sofortzahler hat sich durch den Einsatz der Plattform erhöht, weshalb die Bußgeldstelle der Stadt Oldenburg deutlich weniger Bußgeldbescheide erstellen muss. Für die Bußgeldstelle bietet die Online-Anhörung den Vorteil, dass der Vorgang direkt in das Fachverfahren pmOWI übertragen wird und somit der Aufwand für die Datenerfassung und den Posteingang entfällt. Im Fachamt kann der Vorgang medienbruchfrei weiterbearbeitet werden. „Die Anbindung der Online-Anhörung an pmPayment war ein großer Erfolg. Bereits im August 2017, dem ersten Monat nach Produktivsetzung, konnten über 200 Einzahlungen verzeichnet werden. In den darauffolgenden Monaten ist diese Zahl auf inzwischen über 500 Einzahlungen pro Monat angewachsen“, berichtet Torsten Brüggemann vom Fachdienst Stadtkasse bei der Stadt Oldenburg. „Zukünftig erwarten wir einen weiteren deutlichen Anstieg der Fallzahlen, da 2018 ein sofortiges Bezahlen per Handy durch den Aufdruck eines QR-Codes auf die Verwarnungen ermöglicht werden soll. Besonders hervorzuheben ist die realisierte Schnittstelle zu SAP, die zu einer vollständig automatisierten Verbuchung aller Einzahlungen führt.“

Service, der ankommt

Die Stadt Oldenburg setzt die Lösung pmPayment zudem in Kombination mit den Formularen der Firma Form-Solutions ein. Dadurch können Urkunden aus dem Ehe-, Geburten-, Lebenspartnerschafts- und Sterberegister elektronisch beim Standesamt beantragt werden. Dabei trägt der Bürger seine Daten online in die intelligenten Antragsformulare ein. Durch Plausibilitätsprüfungen wird er bereits während der Antragstellung auf mögliche Fehler hingewiesen. Sobald der Bürger seinen Antrag vollständig ausgefüllt hat, kann er ihn online einreichen und auch gleich die Gebühren entrichten. Durch den Einsatz von pmPayment kann die Stadt ihren Bürgern je Verfahren unterschiedliche Bezahlarten anbieten. Das ist insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Kostenstrukturen der Bezahldienstleister von Vorteil.
Der neue Service wird von der Öffentlichkeit gut angenommen: Durchschnittlich 100 Urkundenanforderungen werden pro Monat über pmPayment bezahlt. Torsten Brüggemann ist begeistert: „Die Bürger können unsere Leistungen über pmPayment bequem online bezahlen und sparen sich den Weg zum Standesamt. Unser Aufwand reduziert sich, da die Zahlungen automatisiert verbucht werden, und wir die Bezahlung der Leistungen nicht mehr nachhalten müssen. Die Einführung dieses Prozesses ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“

Zahlungseingang gewährleistet

Auch einfache Melderegisterauskünfte erhalten Bürger bei der Stadt Oldenburg über das Internet. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz des Moduls OLMERA des Informationsregisters des Unternehmens HSH in Kombination mit der Lösung pmPayment von GovConnect. Der Bürger fragt die Auskunft elektronisch an, bezahlt sie online und erhält sie direkt. Der komplette Prozess wird vollautomatisiert und medienbruchfrei abgewickelt. Bei der Stadtverwaltung entfällt der Aufwand für die Bearbeitung der schriftlichen Anfrage. Der Zahlungseingang ist durch das elektronische Bezahlen gewährleistet und die Zufriedenheit des Bürgers gesichert, da er seine Anfrage von zu Hause aus stellen kann und direkt eine Rückmeldung erhält.
Pünktlich zu den Sommerferien bietet die Stadt Oldenburg außerdem an, einen Ferienpass über die Software FEONA der Firma H&P IT-Solutions online zu buchen. Auch diesen Pass kann der Bürger durch die Anbindung von pmPayment direkt online bezahlen.
Künftig setzt die Stadt Oldenburg die Bezahllösung zudem in Kombination mit der pmOWI-App ein. Damit erfassen Vollzugsbeamte Ordnungswidrigkeiten via Smartphone oder Tablet, drucken die Verwarnung inklusive QR-Code vor Ort aus und hinterlassen diesen Beleg am Fahrzeug. Die Bürger können den QR-Code mit ihrem Smartphone scannen und das Verwarngeld direkt online über pmPayment bezahlen.

Sebastian Plog ist Produkt-Manager bei der GovConnect GmbH.

http://www.oldenburg.de
http://www.govconnect.de
Dieser Beitrag ist der Ausgabe Mai 2018 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Fachverfahren, GovConnect, E-Payment, Oldenburg, pmPayment

Bildquelle: Stadt Oldenburg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
Braunschweig: Digitale Kfz-Zulassung für Unternehmen
[30.9.2022] Die Stadt Braunschweig und Volkswagen Financial Services haben ein Pilotprojekt zur Online-Zulassung von Kraftfahrzeugen durch Unternehmen beendet. Gemachte Erfahrungen sollen auch in die Gesetzgebungsinitiative einfließen, mit der das Verfahren bundesweit eingeführt werden kann. mehr...
Christian Dahlheim, CEO der Volkswagen Financial Services AG (l.), und Oberbürgermeister Thorsten Kornblum.
Landkreis Fürstenfeldbruck: Digitaler Bauantrag geht online
[29.9.2022] Das Landratsamt Fürstenfeldbruck ist die nächste Untere Baubehörde, bei der Bauanträge nun auch online gestellt werden können. Damit ist das Verfahren in insgesamt 16 Ämtern im Einsatz. Es hat sich bewährt: rund 3.500 digitale Anträge gingen seit der Einführung im März 2021 ein. mehr...
eWaffe: Als EfA-Dienst verfügbar
[26.9.2022] Die Waffenrechtliche Erlaubnis steht als OZG-Dienst zur Nachnutzung bereit. Erste Anwender sind die Kreise Neuburg-Schrobenhausen und Regensburg. mehr...
Ausländerwesen: Vorgehen mit Realitätsbezug Bericht
[23.9.2022] Brandenburg ist federführend zuständig für OZG-Projekte im Bereich Ein- und Auswanderung. An den Pilotvorhaben beteiligte sich unter anderem die Ausländerbehörde im Kreis Teltow-Fläming. Sie kommt zu dem Schluss: Die Arbeit hat sich gelohnt. mehr...
Digitalisierung im Bereich Ein- und Auswanderung ist ein Erfolg.
Hamburg: Online-Dienst eWA gestartet
[21.9.2022] In Hamburg können ab sofort bestimmte Gruppen die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) nutzen. Der Online-Dienst soll nach und nach erweitert werden und so perspektivisch allen Kommunen bundesweit zur Verfügung stehen. mehr...
In der Freien und Hansestadt Hamburg ist jetzt der Online-Dienst elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) an den Start gegangen.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 10/2022
Kommune21, Ausgabe 09/2022
Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
GovConnect GmbH
30163 Hannover
GovConnect GmbH
Aktuelle Meldungen