Kreis Viersen:
Mehr Transparenz dank BIM


[24.5.2018] Der Kreis Viersen will Bauvorhaben künftig mit der Methode Building Information Modeling (BIM) abwickeln. Das soll für mehr Transparenz in der Kommunikation und bei den Kosten sorgen.

Bauvorhaben werden immer komplexer. Die rasanten technischen Entwicklungen, mit denen sich die beteiligten Fachplaner und Fachämter auseinandersetzen müssen, sind verbunden mit einem enormen Zuwachs an Vorschriften und Regelwerken, der Internationalisierung sowie gestiegenen Ansprüchen an die Nachhaltigkeit. Um die Kommunikation und Zusammenarbeit in Bauprojekten künftig transparenter zu gestalten, will der nordrhein-westfälische Kreis Viersen jetzt die Methode Building Information Modeling (BIM) einführen. Wie die Kommune berichtet, sei es somit künftig möglich, auf Grundlage eines digitalen Bauwerksmodells, dem BIM-Koordinationsmodell, sämtliche Prozesse im Verlauf eines Bauprojekts virtuell darzustellen und innerhalb einer Datenbank die zugehörigen grafischen, geografischen und alphanumerischen Parameter und Kennwerte zuzuordnen.
Unterstützung bei diesem Projekt erhält der Kreis nach eigenen Angaben von dem Ingenieurbüro DTBAU – Büro für BIM & Digitale Transformation in Kooperation mit Professor Michael May von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Die Digitalisierung sei einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Facility- und Immobilien-Management, so Professor May: „Insofern freut sich die Hochschule auf die wissenschaftliche Begleitung eines Pilotvorhabens des Kreises Viersen im Bereich BIM und Digitalisierung, welches auch für andere Kommunen Vorbildcharakter haben kann.“
Das Unternehmen NUCE wird die realen Gebäude des Kreises in die digitalen Zwillinge verwandeln. Die Daten sollen durch die Phasen des Planens, Bauens und Betreibens übergangslos verfügbar gemacht werden. Dazu kommen innovative digitale Werkzeuge zum Einsatz. An dem Projekt beteiligt ist nach Angaben der Kreisverwaltung zudem die Initiative Ressourcenschonende Bauwirtschaft (IRBau). Architektin Annette von Hagel, Partnerin der PKS Kommunikations- und Strategieberatung Berlin und Vorstandsmitglied der IRBau, werde den Neubau des Kreisarchivs als Pilotprojekt unterstützen und fachlich im Sinne der zirkulären Wertschöpfung begleiten. „Schwindende Ressourcen machen es unerlässlich, den Materialeinsatz im Bauwesen neu zu denken. Er muss ressourcenschonender gestaltet werden“, erklärt von Hagel. „Eine weitere Herausforderung ist es, die schwer kalkulierbaren Kosten durch eine digitale Dokumentation im Vorfeld besser bewerten zu können.“ Bruno Wesch, Leiter des Gebäudemanagements beim Kreis Viersen, freut sich über das große Interesse der Fachwelt. „Vorhaben wie das Building Information Management sind die Grundlage dafür, dass wir Vorhaben wie nachhaltiges Bauen in der Praxis auch sinnvoll umsetzen können“, so Wesch. (bs)

http://www.kreis-viersen.de

Stichwörter: Fachverfahren, Bauwesen, BIM, Kreis Viersen



Druckversion    PDF     Link mailen


ekom21
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
Sozialwesen: Abläufe variabel unterstützen Bericht
[27.11.2019] Mitarbeiter in Ausländerbehörden benötigen eine flexible Standard-Software für Quartiersmanagement und Leistungsgewährung. Die zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg hat sich nun für die Lösung Care4 von INFOsys Kommunal entschieden. mehr...
Bonn: Online-Gewerbemeldungen
[19.11.2019] In der Bundesstadt Bonn sind Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen jetzt auch online möglich. mehr...
Formular-Management: Assistent fürs Standesamt Bericht
[15.11.2019] Intelligente Formularassistenten helfen bei der medienbruchfreien Abwicklung von Prozessen im Standesamt. Die Schnittstelle zu AutiSta und die Einbindung von E-Payment vervollständigen das Angebot, sind aber optional. mehr...
Stadt Diepholz setzt auf Online-Urkundenservice.
Frankfurt am Main: Melderegisterauskunft per Mausklick
[11.11.2019] In Frankfurt am Main können Melderegisterauskünfte mit wenigen Klicks online beantragt werden, die dabei anfallenden Gebühren lassen sich bargeldlos begleichen. Das Bürgeramt der Stadt hat sein E-Government-Angebot entsprechend erweitert. mehr...
Berlin: Kita-Navigator freigeschaltet
[8.11.2019] Ein neues Online-Angebot soll in der Bundeshauptstadt die Kita-Platz-Suche erleichtern. Der Kita-Navigator ist mit dem Service-Konto Berlin verbunden und wird vom städtischen IT-Dienstleister betrieben. mehr...
Berlin startet neues Online-Angebot: den Kita-Navigator.
Weitere FirmennewsAnzeige

CASIO Europe GmbH: Projektoren für den IT-Unterricht der Zukunft
[29.11.2019] CASIO-Projektoren kommen in mehr als 40.000 Schulen weltweit zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch Umweltfreundlichkeit, Leistungsstärke und Vielseitigkeit im Unterricht aus. mehr...
Suchen...

 Anzeige

iitr2019
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fachverfahren:
GKD Recklinghausen - Zweckverband
45665 Recklinghausen
GKD Recklinghausen - Zweckverband
PROSOZ Herten GmbH
45699 Herten
PROSOZ Herten GmbH
Aktuelle Meldungen