Hamburg / Schleswig-Holstein:
Kooperation für mehr Digitalisierung


[31.5.2018] Für den Bereich der Digitalisierung haben Hamburg und Schleswig-Holstein eine erweiterte Kooperation beschlossen. Diese betrifft die digitale Verwaltung, Daten und IT-Plattformen sowie die digitale Bildung.

Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten bei der Digitalisierung künftig enger zusammen: So soll unter anderem ein interoperables Servicekonto geschaffen werden. Hamburg und Schleswig-Holstein wollen im Bereich der Digitalisierung enger zusammenarbeiten. Auf einer gemeinsamen Kabinettssitzung am 29. Mai 2018 beschlossen die Landesregierungen eine erweiterte Kooperation in den Bereichen digitale Verwaltung, digitale Bildung sowie Daten und IT-Plattformen.
Mit einem interoperablen Servicekonto soll für Norddeutschland ein attraktiver Zugang zu digitalen Verwaltungsdienstleistungen geschaffen werden, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Dadurch sollen Online-Services für Bürger und Unternehmen leicht zu erreichen und gut auffindbar sein. Die Kooperation bei diesem Thema baue auf eine bereits bestehende langjährige Partnerschaft auf, erklärte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. „Online-Services müssen so gestaltet sein, dass sie für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen selbsterklärend sind. Daher werden wir in einer Entwicklungspartnerschaft die Sicht der Nutzer in den Vordergrund stellen.“ Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther ergänzt: „Künftig werden Verwaltungsleistungen zunehmend digital angeboten. Das ist eine Riesenchance für alle. Dabei macht es nur Sinn, über Landesgrenzen zusammenzuarbeiten. So können wir gewährleisten, dass wir auch gemeinsam bürgerfreundliche und effiziente Lösungen und Angebote entwickeln.“
Auch im Bereich der Bildung werden Hamburg und Schleswig-Holstein ihre Digitalisierungsinitiativen stärker verzahnen. Die Länder werden laut eigenen Angaben prüfen, inwieweit sich der Einsatz einer Schulverwaltungssoftware gemeinsam weiter vorantreiben lässt. Außerdem soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang eine gemeinsame E-Learning-Plattform für Lehrkräfte genutzt werden kann.
Da Digitalisierung stets auch Prozessoptimierungen umfasst, spielen geeignete IT-Plattformen und standardisierte Datenformate eine entscheidende Rolle. Die beiden Landesregierungen beabsichtigen laut der Pressemitteilung, im Laufe dieses Jahres eine Kooperationsvereinbarung für die Entwicklung einer gemeinsamen Planungsplattform abzuschließen. Hiermit könnten beispielsweise länderübergreifende Beteiligungsverfahren effizienter bewältigt werden, die regelmäßig die Einbeziehung der jeweils angrenzenden Gemeinden erfordern.
In der Kabinettssitzung wurde außerdem die Fortsetzung der Kooperation in den Bereichen Raumplanung, Verkehr und Stromversorgung beschlossen. (ba)

http://www.hamburg.de
http://www.schleswig-holstein.de

Stichwörter: Politik, Hamburg, Schleswig-Holstein, Servicekonto, Portale

Bildquelle: MEV Verlag/PEAK Agentur für Kommunikation

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Thüringen: Zwischenfazit zum OZG
[13.1.2022] Thüringens CIO Hartmut Schubert ermuntert die Kommunen im Freistaat, bestehende digitale Verwaltungsservices für Bürger und Unternehmen jetzt online zu stellen. Im Kabinett zog er ein Zwischenfazit zur OZG-Umsetzung im Land, das den Kommunen bei der Umsetzung weiterhin zur Seite stehen will. mehr...
Gemeinde Hille: Digitalisierungsstrategie erarbeitet
[12.1.2022] Das kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensburg/Lippe (krz) hat jetzt eine Digitalisierungsstrategie für die nordrhein-westfälische Gemeinde Hille erarbeitet. Der Abschlussbericht wurde am 1. Dezember an den Hiller Bürgermeister überreicht. mehr...
Mit Abstand eine erfolgreiche Übergabe der Digitalisierungsstrategie.
Brandenburg: Entwurf zum Digitalprogramm 2025
[17.12.2021] Die Landesregierung Brandenburgs hat die Entwurfsfassung ihres neuen Digitalprogramms 2025 vorgestellt. Das Programm setzt die Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg von 2018 fort. Die Landesregierung lädt Interessierte zum Online-Beteiligungsverfahren zum Entwurf ein. mehr...
IT-Planungsrat: Hamburg übergibt Vorsitz an den Bund
[14.12.2021] Die Freie und Hansestadt Hamburg zieht ein positives Resümee ihres Vorsitzjahres im IT-Planungsrat. Bei der Verwaltungsdigitalisierung seien wichtige Fortschritte erreicht worden. Im kommenden Jahr liegt der Vorsitz in dem Gremium turnusgemäß wieder beim Bund. mehr...
OZG-Umsetzung: Fehlende Perspektive Bericht
[13.12.2021] Fast 700 Millionen Euro haben die Bundesländer für OZG-Umsetzungsprojekte beantragt. Damit werden allerdings nur Front-End-Lösungen entwickelt. Wie die Anbindung der Fachverfahren finanziert wird, ist völlig unklar. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

SOMACOS GmbH & Co. KG
29410 Salzwedel
SOMACOS GmbH & Co. KG
Barthauer Software GmbH
38126 Braunschweig
Barthauer Software GmbH
comundus regisafe GmbH
71332 Waiblingen
comundus regisafe GmbH
Aktuelle Meldungen