Heidelberg:
Digitale Stadt


[8.8.2018] In Heidelberg arbeiten die Stadt, die städtischen Gesellschaften und Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an der digitalen Zukunft der Kommune. Die Bürgerbeteiligung spielt dabei eine wichtige Rolle und soll etwa durch ein neues Amt für Digitalisierung und Informationsverarbeitung gestärkt werden.

Beim Forum Digital Stadt informierten Experten wie André Domin, Geschäftsführer des Technologieparks Heidelberg, über verschiedene Aspekte der Digitalisierung. Heidelberg entwickelt sich zur digitalen Stadt. Ihren Weg dorthin präsentierte die Kommune beim zweiten Forum Digitale Stadt (25. Juli 2018) und kündigt unter anderem an, dass zum 1. Januar 2019 die Einrichtung eines neuen Amts für Digitalisierung und Informationsverarbeitung geplant ist. Wie die baden-württembergische Stadt mitteilt, soll es als zentrale Anlaufstelle der Stadtverwaltung für Bürger, Wirtschaft und Wissenschaft bei Fragen rund um die Digitalisierung dienen. Ferner soll es die Schnittstelle zur Digital-Agentur Heidelberg bilden, die vor einem Jahr gemeinsam mit den Stadtwerken gegründet worden sei. Heidelberg will außerdem den Service für die Bürger verbessern. So sollen beispielsweise Bürger, die neu nach Heidelberg ziehen, am Computer künftig genau die Formulare erhalten, die sie benötigen und diese rund um die Uhr digital an die Stadtverwaltung zurücksenden können. Aber auch die Besucher des Forums brachten Anregungen ein, welche die Stadt laut eigenen Angaben aufgenommen hat und in den weiteren Prozess einfließen lässt. „Die Digitalisierung verändert die Welt“, sagt Nicole Huber, Stadtdirektorin und Koordinatorin der digitalen Aktivitäten der Stadt Heidelberg. „Wir wollen die digitale Zukunft in Heidelberg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern selbst gestalten, um den größtmöglichen Nutzen zu erhalten und die Lebensqualität für die Menschen in Heidelberg weiter erhöhen zu können. Deswegen arbeiten wir bereits in vielen Bereichen mit unseren Partnern aus der Region an innovativen Projekten. Das Forum hat einen guten Überblick vermittelt, welche Möglichkeiten sich dadurch für die Zukunft Heidelbergs ergeben.“ Die Forumsbesucher sprachen sich laut Heidelberg unter anderem für einen weiteren Ausbau des städtischen WLAN-Netzes Heidelberg4you aus. Auch sei der Wunsch geäußert worden, Bürger und Mitarbeiter noch stärker in die digitale Entwicklung einzubinden. Die Wichtigkeit des Datenschutzes sei ein weiteres Anliegen der Bürger gewesen. Die Besucher wiederum erfuhren beispielsweise, wie das Amt für Verkehrsmanagement mit intelligenten Lösungen in Zukunft die Parkplatzsuche erleichtern möchte. Ferner informieren Sensoren in ausgewählten Altglas- und Abfallcontainern bereits heute die zuständigen Stellen in Heidelberg, wenn die Behälter in Kürze ihr Fassungsvermögen erreichen. Auch der neue Zukunftsstadtteil auf der Konversionsfläche Patton Barracks in Kirchheim war Thema des Forums. Mit Unterstützung der Internationalen Bauausstellung (IBA) soll dieser komplett digital geplant werden. Rahmenbedingungen für Beteiligungsprozesse hat die Stadt zudem seit dem Jahr 2012 in den Leitlinien für die Bürgerbeteiligung festgelegt. Im Juli beispielsweise konnten die Bürger ihre Ideen zur Gestaltung einer neuen Rad- und Fußgängerverbindung online einbringen. (ve)

http://www.heidelberg.de

Stichwörter: Smart City, Heidelberg, Bürgerbeteiligung

Bildquelle: Stadt Heidelberg / Dittmer

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Bonn: Studierende finden smarte Lösungen
[17.1.2022] Der Smart-City-Prozess in Bonn nimmt nach einer längeren Strategiephase allmählich Fahrt auf. Im Zuge einer Workshop-Reihe zum Thema Design Thinking entwickelten mehrere Studierenden-Teams Lösungen mit konkretem Nutzen für die Stadt und ihre Bewohner. mehr...
Erlangen: Effizienter Winterdienst Bericht
[14.1.2022] Eine Internet-of-Things-Lösung erleichtert in Erlangen die Arbeit des Betriebs für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung. Damit kann beispielsweise der Winterdienst seine Streufahrzeuge effizienter einsetzen und unnötige Fahrten vermeiden. mehr...
Dank einer IoT-Lösung kann der Erlanger Winterdienst besser planen.
Bruchköbel: Smart City ganzheitlich gedacht
[13.1.2022] Die Stadt Bruchköbel erhält für die Umsetzung des „Projekts Digital Urban Community – Smart Targets 2023“ 279.000 Euro vom Land Hessen. Die Digitalisierungsvorhaben aus den Bereichen Verwaltung, Handel und Ehrenamt sollen grundlegende Verbesserungen für Bürger erzielen. mehr...
Würzburg: Stadt und Region werden smarter
[12.1.2022] Stadt und Landkreis Würzburg haben einen Vertrag für ein Smart-City-Modellprojekt unterzeichnet. Das Vorhaben, bei dem Stadt und Region Lösungen für Zukunftsaufgaben Hand in Hand entwickeln wollen, wird im Rahmen des BMI-Wettbewerbs Smart Cities gefördert. mehr...
Landrat Thomas Eberth und OB Christian Schuchardt (vorne, v.l.) und die Projektverantwortlichen Michael Dröse und Klaus Walther (hinten, v.l.) bei der Unterzeichnung.
Kaiserslautern: Digitalisierung im Jahresrückblick
[23.12.2021] Zum Ende des Jahres blickt die Stadt Kaiserslautern zurück auf die Projektfortschritte und Weichenstellungen, die für 2021 in Sachen Digitalisierung zu verzeichnen sind. mehr...
Das Jahr 2021 bot in Kaiserslautern zahlreiche digitale Highlights.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
LogoData ERFURT GmbH
99084 Erfurt
LogoData ERFURT GmbH
con terra GmbH
48155 Münster
con terra GmbH
ADVANTIC GMBH
23556 Lübeck
ADVANTIC GMBH
NOLIS GmbH
31582 Nienburg/Weser
NOLIS GmbH
Aktuelle Meldungen