Hamburg:
Diskussion zu KI


[16.10.2018] Zu künstlicher Intelligenz (KI) in der Verwaltung haben sich in Hamburg Experten verschiedener Fachrichtungen und Verwaltungspraktiker aus der gesamten Bundesrepublik ausgetauscht.

Am 12. Oktober 2018 fand im Hamburger Rathaus eine interdisziplinäre Veranstaltung zum Thema „Algorithmen und Künstliche Intelligenz in der Verwaltung – Chancen und Risiken, demokratische Legitimation und rechtsstaatliche Kontrolle“ statt. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte: „Der Senat hat eine Strategie für eine Digitale Stadt entwickelt, die nahezu alle Bereiche erfasst und eine Vernetzung der öffentlichen Verwaltung mit dem privaten, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor erreichen soll. Um nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir uns auch heute schon mit künstlicher Intelligenz befassen und erste eigene Erfahrungen sammeln.“ Für den Einsatz automatisierter Systeme und künstlicher Intelligenz müssten klare Rahmenbedingungen gelten, so Tschentscher weiter, insbesondere dort, wo Algorithmen Entscheidungen der Verwaltung beeinflussen. „Am Ende sollte immer der Mensch die Möglichkeit behalten, die letzte Entscheidung zu treffen.“ Katja Günther, Staatsrätin der Justizbehörde, ergänzt: „Der Mensch in der Verwaltung muss Entscheidungen von Maschinen korrigieren können. Schließlich müssen wir verhindern, dass die Verwaltung in eine Abhängigkeit von Dienstleistern gerät. In der Wirtschaft erfüllt KI selten diese Kriterien. Für die Verwaltung sollte daher die Nutzung von Open-Source-Lösungen bevorzugt werden.“
Wie die Hamburger Senatskanzlei mitteilt, erarbeiteten im Rahmen der Veranstaltung 40 hochrangige Experten verschiedener Fachrichtungen und Verwaltungspraktiker aus der gesamten Bundesrepublik in vier Workshops gemeinsame Thesen über die zukünftige Rolle von künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Ziel sei es, alle Fachrichtungen einzubinden und frühzeitig verschiedene Erfahrungen und Lösungsansätze einzubringen. Die während der Tagung gewonnenen Erkenntnisse sollen wissenschaftlich aufbereitet und „Hamburger Thesen“ abgeleitet werden. (ba)

www.hamburg.de

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Hamburg, künstliche Intelligenz (KI)



Druckversion    PDF     Link mailen


ekom21
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Hanau: Terminal entlastet Stadtladen
[7.11.2018] Über ein Selbstbedienungsterminal können Bürger, die bei der Stadt Hanau einen Ausweis oder Reisepass beantragen möchten, ihre Daten vorab erfassen. Das soll nicht zuletzt die Bearbeitung von Ausweisanträgen beschleunigen. mehr...
Tanja Mann, zuständige Sachgebietsleiterin für den Stadtladen, zeigt Stadtrat Thomas Morlock die Funktionsweise des Selbstbedienungsterminals.
Neuss: Neues Bürgeramt
[5.11.2018] Im Rathaus der Stadt Neuss wurde das neue Bürgeramt eröffnet. Mit Unterstützung von ITK Rheinland ist unter anderem die Hard- und Software modernisiert worden. mehr...
Das neue Bürgeramt der Stadt Neuss ist eröffnet.
Bochum / Herne: Einheitliche Leitstellentechnik
[26.10.2018] Die Feuerwehren Bochum und Herne wollen in ihren Leitstellen künftig die gleiche Technik einsetzen. Das wird nicht nur den wechselseitigen Personaleinsatz erleichtern, sondern auch Informationen in Echtzeit liefern. mehr...
Die Feuerwehren Bochum und Herne stellen auf eine vereinheitlichte Leitstellentechnik um.
Leitwerk / E-Werk Mittelbaden: Gemeinsames Rechenzentrum
[22.10.2018] Im Rahmen eines Joint Ventures wollen das IT-Unternehmen Leitwerk und der Energieversorger E-Werk Mittelbaden IT- und Rechenzentrumsdienstleistungen für Behörden und Versorger in der Region anbieten. Das erste gemeinsame Rechenzentrum wird in Appenweier errichtet. mehr...
Leitwerk und E-Werk Mittelbaden feiern Spatenstich für das neue Rechenzentrum in Appenweier.
Künstliche Intelligenz: Smarte Berater optimieren Bürgerservice Bericht
[5.10.2018] Wenn Budgets und Ressourcen knapp sind, die Dienstleistungsansprüche von Bürgern aber steigen, können intelligente Prozessautomatisierung und künstliche Intelligenz (KI) ihre Vorteile ausspielen. Insbesondere vier Bereiche sind für den Einsatz geeignet. mehr...
Chatbots können der öffentlichen Verwaltung helfen, den Bürgerservice zu verbessern.
Weitere FirmennewsAnzeige

SIMSme Business mit neuen Funktionen: Via News-Kanal direkter Draht zum Bürger und Mitarbeiter
[30.10.2018] Den SIMSme Business Messenger können Kommunen jetzt auch als News-Kanal für die Kommunikation mit Mitarbeitern und Bürgern nutzen. mehr...
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Infrastruktur:
IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
TSA - Teleport GmbH
06108 Halle (Saale)
TSA - Teleport GmbH
Aktuelle Meldungen