Baden-Württemberg:
Kommunale Digitallotsen


[15.11.2018] Vom Land gefördert können baden-württembergische Kommunen jetzt mindestens einen Digitallotsen qualifizieren lassen. Er soll die Verwaltungsmitarbeiter für die Digitalisierung begeistern und sich mit den Digitallotsen anderer Kommunen vernetzen.

Kommunale Digitallotsen sollen in Baden-Württemberg die Digitalisierung voranbringen. In Baden-Württemberg sollen bis August 2020 rund 1.600 Kommunale Digitallotsen in einem umfassenden Schulungsprogramm qualifiziert werden. Das teilt das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration jetzt mit. Das Land fördere das Vorhaben, das Teil des Leuchtturmprojekts Digitalisierungsakademie@bw ist, mit mehr als 800.000 Euro. Jede Kommune habe die Möglichkeit, die Qualifizierung mindestens eines Digitallotsen vom Land fördern zu lassen. Die Lotsen sollen ihren Kollegen Motivatoren und Impulsgeber sein, um Maßnahmen, Transformations- und Veränderungsprozesse des digitalen Wandels aufzuzeigen und anzustoßen. Sie sollen Gemeinsamkeiten der Kommunen herausarbeiten und Synergieeffekte nutzen, damit einheitliche Standards bestmöglich und nutzerfreundlich entwickelt werden können.
Ihr Basiswissen erlangen die Digitallotsen laut Ministeriumsangaben in einem dreitägigen Seminar, zudem soll es regelmäßige Netzwerktreffen geben. Darüber hinaus sollen sich die Lotsen über eine Kommunikationsplattform vernetzen. Zu Projektbeginn bieten die Verwaltungsschule des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien Baden-Württemberg die Qualifizierungskurse an.
„Die Digitalisierung ist allumfassend und wirkt sich auf sämtliche Verwaltungsebenen aus“, sagt Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg. „Vor allem die Städte nehmen eine Vorreiterrolle auf dem Weg zur digitalen Verwaltung ein. Wir wollen kommunale Digitallotsen in den Städten qualifizieren und etablieren, damit die Mitarbeitenden in den Städten aus eigenem Antrieb für die Digitalisierung der Verwaltung brennen. Die Digitallotsen sollen ihre Kolleginnen und Kollegen begeistern und anstecken, sodass verwaltungsintern ein Netz von Begeisterten wächst. Die Motivation soll nachhaltig wirken, weil die Mitarbeitenden selbst die Digitalisierung beeinflussen können.“ Roger Kehle, Präsident und Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags Baden-Württemberg, ergänzt: „Durch die Konzipierung als dreitägiges Grundlagenseminar ist das Programm auch für kleinere und damit weniger personalstarke Gemeinden interessant.“
Der Landkreistag Baden-Württemberg unterstützt die Kommunalen Digitallotsen ebenfalls. „Die beim Landkreistag angesiedelte Fachberatung wird mit dafür sorgen, Ideen und Projekte, die von Kommunen und Land im Rahmen der Digitalakademie entwickelt werden, vor Ort gangbar zu machen“, erklärt Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg. „Die Digitalisierung der Verwaltung muss nun rasch weiter Fahrt aufnehmen, damit wir im europäischen Vergleich nicht zurückbleiben. Neben weiteren Bausteinen wie etwa bürgerfreundlichen Online-Services und digitalisierten Verwaltungsabläufen kommt speziell der digitalen Qualifizierung der Verwaltung eine Schlüsselrolle zu.“
Mit digital-bw hat die Landesregierung laut der Pressemeldung ein neues Schaufenster der Digitalisierung an den Start gebracht. Es diene als zentrales Online-Portal rund um alle Digitalisierungsthemen und -maßnahmen im Land. (ve)

http://im.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Politik, Baden-Württemberg, Digitallotsen, Städtetag Baden-Württemberg, Gemeindetag Baden-Württemberg, Landkreistag Baden-Württemberg

Bildquelle: alphaspirit/ Fotolia.com

Druckversion    PDF     Link mailen


ekom21

 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Bayern: Digitalministerium mit eigenem Haushalt
[20.5.2019] Das bayerische Staatsministerium für Digitales hat jetzt seinen eigenen Haushalt. Er sieht insgesamt rund 90 Planstellen sowie 79,3 Millionen Euro für dieses Jahr und 84,3 Millionen Euro für 2020 vor. mehr...
Potsdam: Neuer E-Government-Leiter
[20.5.2019] Die Stadt Potsdam hat mit Thomas Morgenstern-Jehia einen neuen Leiter für den Fachbereich E-Government ernannt. Die Stelle war seit einem dreiviertel Jahr vakant. mehr...
Thomas Morgenstern-Jehia wird neuer Fachbereichsleiter E-Government der Stadt Potsdam.
Berlin: „Zukunftspakt Verwaltung“ unterzeichnet
[16.5.2019] Senat und Rat der Bürgermeister haben den Berliner „Zukunftspakt Verwaltung“ geschlossen. 27 Projekten nehmen sämtliche Aspekte der Tätigkeit der Verwaltung in den Blick. mehr...
Berlin: Senat und Rat der Bürgermeister haben den „Zukunftspakt Verwaltung“ unterzeichnet.
Mecklenburg-Vorpommern: Kritik an Digitalisierungsbestrebungen
[16.5.2019] Die Digitalisierungsbestrebungen treffen in Mecklenburg-Vorpommern auf Kritik: Dem Land fehle eine Gesamtstrategie, rechtliche Voraussetzungen seien nicht erfüllt, und die Regierung beschaffe anfällige Software für die Ministerien. mehr...
Round Table: Agile Partisanen Interview
[16.5.2019] Akteure aus Konstanz, Freiburg, Mannheim, Karlsruhe und der Metropolregion Rhein-Neckar haben das Agile Netzwerk Digitale Innovation (ANDI) gegründet. Teil 1 eines Round-Table-Gesprächs über die informelle Zusammenarbeit und erste agile Ergebnisse. mehr...
Vertreter des ANDI-Netzwerks (Agiles Netzwerk Digitale Innovation) trafen sich im Wasserturm Stromeyersdorf in Konstanz zum Round-Table-Gespräch mit Kommune21.
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

Advantic
Govii UG (haftungsbeschränkt)
06108 Halle (Saale)
Govii UG (haftungsbeschränkt)
EDV Ermtraud GmbH
56598 Rheinbrohl
EDV Ermtraud GmbH
wer denkt was GmbH
64293 Darmstadt
wer denkt was GmbH
Aktuelle Meldungen