Düsseldorf:
Von der Liste zur App


[24.1.2019] In Düsseldorf wurde unter Einbindung unterschiedlicher Ämter und von Open Data eine Lösung geschaffen, die Mensch und Maschine mehr und leichter zu nutzende Informationen zur Verfügung stellt.

Im Mai 2018 veröffentlichte das Düsseldorfer Garten-, Friedhofs- und Forstamt auf der städtischen Internet-Seite eine Liste von Bäumen, die gefällt werden müssen. Wie auf dem Open-Data-Portal der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu erfahren ist, kam die Veröffentlichung bei der Bevölkerung gut an. Über Twitter erreichte die Stadt die Frage, ob das Angebot mittels Open Data optimiert werden könne. Gemeinsam mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt sei daraufhin ein Verfahrensvorschlag abgestimmt worden mit dem Ziel, die Daten der zu fällenden Bäume inklusive der Geodaten im Open-Data-Portal bereitzustellen. Realisiert war das Angebot Anfang August.
Um die Karte als dauerhaften Bürgerservice anzubieten, fand eine Zusammenarbeit mit dem Vermessungs- und Katasteramt statt, welches für das öffentliche Geoportal eine spezielle Kartenebene erstellte. Ziel war es, nicht nur anzugeben, wo ein Baum gefällt wird, sondern auch warum. Und noch ein weiterer Service sei eingeführt worden: Jeder Baum erhält etwa eine Woche vor der geplanten Fällung einen QR-Code an seinen Stamm. Wird dieser mit Smartphone gescannt, wird der Nutzer auf die Karte im Geoportal geleitet, wo rote Punkte die Standorte der zu fällenden Bäume anzeigen. Des Weiteren kann man sich Baumart, Grund der Fällung und Stammumfang anzeigen lassen. Die zugrundeliegenden Daten werden weiterhin im städtischen Open-Data-Portal maschinenlesbar zur Verfügung gestellt. (ba)

www.opendata.duesseldorf.de

Stichwörter: Open Government, Düsseldorf, Open Data, Geoinformationen



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