Bremen:
Bei E-Rechnung vorne


[25.1.2019] Bremen legt beim Thema E-Rechnung vor und schafft eine Blaupause für die föderale Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55/EU in Deutschland. Die zentralen Technologiekomponenten für die papierlose Eingangsrechnungsverarbeitung im Stadtstaat kommen von den Unternehmen WMD, Dataport und Governikus.

Der Bremer Verwaltung können Unternehmen ihre Rechnungen ab sofort elektronisch übermitteln (wir berichteten). Der Senat der Freien Hansestadt führt aber nicht nur die elektronische Rechnung ein, sondern schafft in Kooperation mit dem Bund auch eine Blaupause für die föderale Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55/EU in Deutschland. Das teilt das Unternehmen WMD mit. Basierend auf dem Standard XRechnung haben Bund und Land ein Architekturkonzept für die Annahme und automatisierte Verarbeitung elektronischer Rechnungen entwickelt. Dessen wesentliche technische Komponenten sind die zentrale Eingangsplattform zERIKA von IT-Dienstleister Dataport, Authentifizierungskomponenten des Unternehmens Governikus sowie das xFlow Interface der WMD Group als zentrale Datendrehscheibe und der Rechnungsworkflow xFlow Public Sector.
Über das E-Rechnungsportal können Unternehmen nach Angaben von WMD ihre Rechnungen direkt im Standard XRechnung erfassen oder eine aus einem anderen System erzeugte XRechnung einreichen. Die strukturierten Daten werden automatisiert übertragen und direkt in die IT-Verfahren der Verwaltung eingespeist. Die dafür eingesetzte Public-Sector-Lösung des Workflow-Spezialisten WMD sei vollständig in die SAP-Public-Sector-Finanzbuchhaltungen integriert und arbeite mit der Logik der Module SAP PSCD und SAP PSM sowie mit dem DZ-Kommunalmaster. Sie lese die Rechnungsdaten aus, übernehme sie vollständig und erfasse sie in SAP vor. Die Prüfung finde revisionssicher über den nachfolgenden Workflow statt.
Wie WMD unter Berufung auf eine Aussage von Finanzstaatsrat Henning Lühr gegenüber dem Weser-Kurier mitteilt, sei es das Ziel, dass die Firmen in der Hälfte der Zeit ihr Geld erhalten sollen, als dies momentan der Fall ist. Die Behörde ihrerseits profitiere von mehr Transparenz und deutlich sinkendem Arbeitsaufwand bei der Rechnungserfassung und -bearbeitung. Für nachvollziehbare Prozessabläufe sorge dabei das zentrale Rechnungseingangsbuch der WMD-Lösung. Das Bremer Finanzressort rechnet durch die Einführung der Transportinfrastruktur und des elektronischen Bearbeitungsworkflows von WMD mit Ersparnissen für die Verwaltung von rund 2,7 Millionen Euro pro Jahr, teilt WMD unter Berufung auf die Online-Ausgabe des Weser-Kuriers mit. (ba)

http://www.e-rechnung.bremen.de
http://www.wmd.de
http://www.dataport.de
http://www.governikus.de

Stichwörter: Finanzwesen, WMD, Governikus, Dataport, Bremen, E-Rechnung, XRechnung



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Finanzwesen
KISA: Weitere Finanz-Software im Portfolio
[30.9.2020] KISA bietet seinen Kunden eine zweite Finanz-Software an. Mit Infoma newsystem von Axians Infoma sollen kommunale Kernverwaltungen aber auch Eigenbetriebe angesprochen werden. mehr...
E-Rechnung: E-Rechnung geht einfach Bericht
[29.9.2020] Um die Potenziale der E-Rechnung auszuschöpfen, muss der komplette Prozess vom Angebot über die Auftragsbestätigung bis hin zur Rechnung und Bezahlung digitalisiert werden. Der cloudbasierte Sparkassen-Rechnungs-Service unterstützt bei der Umsetzung. mehr...
Rechnungsprozesse aus der Cloud.
ekom21: Roll-out der E-Akte von Infoma newsystem
[29.9.2020] IT-Dienstleister ekom21 rollt die elektronische Akte von Infoma newsystem aus. 20 Kunden nutzen sie bereits, in zweieinhalb Jahren sollen es 250 sein. mehr...
E-Rechnung: Es rechnet sich Bericht
[23.9.2020] Der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz hat in seinem Kommunalen Kaufhaus (KoKa) die digitale Rechnungsstellung eingeführt. Durch die konsequente Digitalisierung, ergeben sich für die beteiligten Kommunen Preis- und Wirtschaftlichkeitsvorteile. mehr...
Vorteile der E-Rechnung ausschöpfen.
Neuss: E-Rechnung ab Herbst
[1.9.2020] Die nordrhein-westfälische Stadt Neuss führt ab Herbst testweise die E-Rechnung in einigen Bereichen der Verwaltung ein. Nach ersten Erfahrungen soll der Großteil der Verwaltung sukzessive umgestellt werden. mehr...
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 10/2020
Kommune21, Ausgabe 9/2020
Kommune21, Ausgabe 8/2020
Kommune21, Ausgabe 7/2020

xSuite Group GmbH
22926 Ahrensburg
xSuite Group GmbH
Aktuelle Meldungen