Bayern:
Maßnahmenpaket Digitalisierung


[28.2.2019] Den weiteren Fahrplan zur Digitalisierung der Verwaltung hat das bayerische Kabinett jetzt beschlossen. Zudem wurde die Initiative „Online – aber sicher!“ gestartet.

Bayerisches Kabinett hat weiteren Fahrplan zur Digitalisierung der Verwaltung beschlossen. In der Ministerratssitzung am 26. Februar 2019 hat sich das bayerische Kabinett mit den Themen Cyber-Sicherheit und digitale Verwaltung beschäftigt. So wurde die unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales erarbeitete Initiative „Online – aber sicher!“ gestartet. Ein Schwerpunkt des umfassenden Maßnahmenpakets ist es laut der Staatskanzlei, Bürger, Unternehmen und Kommunen beim Schutz ihrer Daten zu unterstützen und im konkreten Ernstfall schnell und unbürokratisch zu helfen. Ein neuer Passwortcheck soll die Sicherheit eines gewählten Passworts schnell und einfach überprüfen. Über verschiedene Kanäle, unter anderem soziale Medien und die BayernLabs, sollen Bürger für IT-Sicherheit sensibilisiert werden. Geplant seien beispielsweise Videos und Online-Vorträge. Die IT-Sicherheit in den Kommunen soll unter anderem durch regionale IT-Sicherheitskonferenzen für Verwaltungsbedienstete weiter ausgebaut werden.
Bayerische Behörden mit Cyber-Sicherheitsaufgaben sollen durch eine neue zentrale Informations- und Koordinationsplattform, die Cyberabwehr Bayern, die Möglichkeit erhalten, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern und den schnellen und unkomplizierten Austausch von Informationen zu beschleunigen.

Ausbau digitale Verwaltung

Der Ministerrat hat außerdem den weiteren Fahrplan zur Digitalisierung der Verwaltung beschlossen. Die Verwaltungsleistungen sollen in Bayern früher als vom Onlinezugangsgesetz (OZG) gefordert digital angeboten werden, teilt die Staatskanzlei weiter mit. Nach dem bayerischen Koalitionsvertrag werden bis Ende 2020 die 54 wichtigsten Verwaltungsverfahren flächendeckend als Online-Services zur Verfügung stehen. Die Kommunen unterstütze der Freistaat im Rahmen der OZG-Umsetzung auch finanziell.
Im Digitallabor Bayern sollen laut der Pressemeldung Bürger und Unternehmen in Workshops mit IT-Entwicklern und kommunalen Vertretern an digitalen Lösungen für bislang analoge Verwaltungsleistungen arbeiten. So sollen zum Beispiel Papieranträge mithilfe eines standardisierten Werkzeugkastens in Web-Formulare umgewandelt werden. Die zu digitalisierenden Services werden nach Angaben der Staatskanzlei gemeinsam mit Pilotlandkreisen ausgewählt. Als Gemeinschaftsprojekt mit dem Innovationsring des Bayerischen Landkreistages würden die gewählten Verwaltungsleistungen in diesen Kommunen entwickelt und erprobt und die Ergebnisse dann den übrigen Landkreisen zur Verfügung gestellt.
Zudem sollen bislang dezentral gespeicherte Verwaltungsdaten besser vernetzt werden sowie häufig benötigte Angaben und Unterlagen nur noch einmalig vorgelegt werden müssen. (ba)

http://www.bayern.de
http://www.stmd.bayern.de/service/passwort-check

Stichwörter: Politik, Bayern, Digitalisierung, Cyber-Sicherheit, OZG

Bildquelle: Adrian v. Allenstein / Fotolia.com

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Rheinland-Pfalz: Digital resilient während Corona
[1.7.2020] Im Zuge der Pandemiebewältigung hat Rheinland-Pfalz schnellstmöglich neue digitale Infrastrukturen und Anwendungen entwickelt. Dazu hat die Landesregierung nun einen Resilienzbericht veröffentlicht. mehr...
IT-Planungsrat: Digitalisierung gemeinsam beschleunigen
[29.6.2020] Der IT-Planungsrat hat in seiner 32. Sitzung ein Kooperationsmodell beschlossen und treibt die Registermodernisierung voran. So sollen die Weichen für die weitere Digitalisierung der Verwaltung gestellt werden. mehr...
Bund: Einfacher Zugang zu Familienleistungen
[26.6.2020] Die Beantragung von Familienleistungen soll nicht nur vereinfacht, sondern auch so weit wie möglich digital angeboten werden. Im Fokus stehen zunächst Elterngeld, Kindergeld und Namensbestimmung. mehr...
Die digitalen Verwaltungsleistungen für Familien sollen Eltern den Weg zum Amt ersparen.
Kreis Hameln-Pyrmont: einfach.digital.leben
[25.6.2020] Seine Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung bündelt der Kreis Hameln-Pyrmont künftig unter der Initiative einfach.digital.leben. Unter anderem will die Kommune so die Vielseitigkeit des Themas aufzeigen. mehr...
Vitako: Mehr Vertrauen in öffentliche IT-Dienstleister
[22.6.2020] Auf dem Zukunftskongress-digital plädierte Vitako-Vorstand Johann Bizer für mehr Vertrauen in die öffentlichen IT-Dienstleister. Notwendig sei ein starkes Mandat, das IT-Dienstleistern den Rücken stärke. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020
Kommune21, Ausgabe 5/2020
Kommune21, Ausgabe 4/2020
Kommune21, Ausgabe 3/2020

IT-Guide PlusCC e-gov GmbH
21079 Hamburg
CC e-gov GmbH
hallobtf! gmbh
50667 Köln
hallobtf! gmbh
LORENZ Orga-Systeme GmbH
60489 Frankfurt am Main
LORENZ Orga-Systeme GmbH
Net at Work GmbH
33104 Paderborn
Net at Work GmbH
xSuite Group GmbH
22926 Ahrensburg
xSuite Group GmbH
Aktuelle Meldungen