NEGZ:
Kurzstudie zur datenbasierten Verwaltung


[12.3.2019] Potenzialen und Möglichkeiten des Data Driven Government widmet sich eine neue Kurzstudie, deren Ergebnisse nun das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum (NEGZ) vorgestellt hat. Demnach wäre die datenbasierte Verwaltung nicht nur ökonomisch und gesellschaftlich sinnvoll, sondern auch informationstechnologisch möglich.

In der Reihe „Berichte des NEGZ“ erstellt das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum Kurzstudien über die Herausforderungen der Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Dazu zählt beispielsweise die NEGZ-Studie zur künstlichen Intelligenz (KI) in der öffentlichen Verwaltung (wir berichteten). Die nun veröffentlichte vierte Kurzstudie der Reihe widmet sich dem Data Driven Government und beschreibt Potenziale sowie Möglichkeiten einer datenbasierten Verwaltung. Die öffentliche Hand verfügt über eine Vielzahl von Daten und Informationen. Dennoch ist es laut NEGZ fast immer erforderlich, ein Verwaltungsverfahren aus eigenem Antrieb und unter Beibringung einer Vielzahl dem Staat bereits bekannter Daten und Informationen zu initiieren. Nicht selten müssten diese Daten händisch und unter Verwendung schriftlicher Formulare wieder und wieder beigefügt, geprüft und singulär unter Inkaufnahme von Medienbrüchen verarbeitet werden. Es sollte deshalb untersucht werden, ob und wie sich unter Berücksichtigung rechtlicher Standards Mehrwerte einer datenbasierten Verwaltung heben lassen.
Die datenbasierte Verwaltungsdigitalisierung würde es laut NEGZ ermöglichen, vorhandene Daten unter Achtung der Datensouveränität der Bürger so zu verknüpfen, dass daraus Services entstehen, die sich in ihrem Nutzen von herkömmlichen Verwaltungsdienstleistungen abheben. Eine datenbasierte Verwaltung würde es außerdem erlauben, Antragserfordernisse systematisch zu überprüfen. Dabei biete sie verschiedene Möglichkeiten bis hin zur antragslosen automatisierten Leistung. Die Kommunikationsbeziehung zwischen Bürgern und Verwaltung könnte ein zentrales Dashboard abbilden. Gleichzeitig könnten die Bürger über dieses den Zugriff auf ihre Stammdaten regeln und berechtigte Zugriffe nachvollziehen. Die Verwaltung wiederum könnte dezentral auf die Daten zugreifen, ohne parallele Strukturen und Silos bereitstellen zu müssen.
Die technischen Schnittstellen für die datenbasierte Verwaltung sind laut NEGZ bereits vorhanden. Sie sollten vereinheitlicht und über das Einverständnis der Bürger nutzbar gemacht werden. Proaktive Angebote eröffneten darüber hinaus Einsparpotenziale für alle Prozessbeteiligten und zeigten eine wahrnehmbare Verbesserung der Bürgerservices. Eine entscheidende Begrenzungsfunktion komme dem Recht zu, etwa mit Blick auf den Datenschutz. Noch wichtiger werde im Bereich der datenbasierten Verwaltung die IT-Sicherheit. (ve)

NEGZ Standpunkt Nr. 1 – Data Driven Government (Deep Link)

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Nationales E-Government-Kompetenzzentrum (NEGZ)



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Interview: Sanfter Übergang Interview
[24.9.2020] Die Stadtverwaltung Baden-Baden hat kurz vor der Corona-Pandemie auf eine neue VPN-Lösung umgestellt. Über den gelungenen Einstieg in die neue Arbeitswelt sprechen IT-Leiter Matthias Götz und René Nies, Vertriebsmanager beim Anbieter NCP. mehr...
Matthias Götz
Vitako / Deutscher Landkreistag: Positionspapier zur föderalen IT-Architektur
[27.8.2020] Der Deutsche Landkreistag und Vitako haben ein Papier zur föderalen Digitalisierungsarchitektur vorgelegt. Unter anderem wird umrissen, wie bereits bestehende kommunale IT-Strukturen weiterentwickelt werden können, um OZG-Vorgaben zu erfüllen. mehr...
Bürgerservice: Terminal als Brücke Bericht
[19.8.2020] Mit automatisierten Ausgabe-Terminals können Behörden den Bürgern nicht nur Dokumente außerhalb von Öffnungszeiten zur Verfügung stellen. Sie stärken damit auch den lokalen Einzelhandel oder reduzieren sogar den CO2-Ausstoß in einer Kommune. mehr...
Niedersachsen: Software entlastet Gesundheitsämter
[17.8.2020] Eine spezielle Software soll die Gesundheitsämter in Niedersachsen bei ihren pandemiebezogenen Aufgaben unterstützen. Die Open-Source-Anwendung soll bis Jahresende im gesamten Bundesland implementiert sein. mehr...
SharePointForum 2020: Webinar-Serie und Präsenzveranstaltung
[13.8.2020] Mit einer wöchentlichen Webinar-Serie startete das Stuttgarter SharePointForum 2020 bereits Ende Juli. Auf der Präsenzveranstaltung Ende Oktober stehen die Themen SharePoint, Microsoft Teams und Office 365 im Fokus. mehr...
Die Präsenztickets für das SharePointForum sind in diesem Jahr begrenzt, um ausreichend Raum bieten zu können. Allerdings besteht auch die Möglichkeit online teilzunehmen.
Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 9/2020
Kommune21, Ausgabe 8/2020
Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Infrastruktur:
IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
Consultix GmbH
28195 Bremen
Consultix GmbH
Net at Work GmbH
33104 Paderborn
Net at Work GmbH
ColocationIX GmbH
28195 Bremen
ColocationIX GmbH
Aktuelle Meldungen