Open Government:
Zweiter Nationaler Aktionsplan in Arbeit


[21.3.2019] In Deutschland soll dieses Jahr der Zweite Nationale Aktionsplan im Rahmen der Open Government Partnership erstellt werden. Das Open Government Netzwerk Deutschland regt ein Mehr an ebenenübergreifender Zusammenarbeit und Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung an.

Die Erarbeitung des Zweiten Nationalen Aktionsplans (NAP) Deutschlands im Rahmen der Open Government Partnership (OGP, wir berichteten) ist gestartet. Das ist einer Mitteilung der Strategiegruppe des Open Government Netzwerks Deutschland zu entnehmen. Erstmals in den Prozess eingebunden werden die Länder und Kommunen. Die Strategiegruppe begrüßt den nun erfolgten Auftakt.
Der erste NAP (wir berichteten) sei wichtig, bleibe aber hinter den Erwartungen zurück. Die Möglichkeiten einer zivilgesellschaftlichen Beteiligung seien bei Weitem nicht ausgeschöpft worden, Koordination, Kommunikation und Streuung müssten substanziell verbessert werden, um die Zivilgesellschaft effektiv zu beteiligen. Erforderlich sei eine ressort- und ebenenübergreifende Geschäftsfeldentwicklung der verschiedenen Themenfelder eines offenen Regierungs- und Verwaltungshandelns. Im Zweiten Nationalen Aktionsplan müssten die Potenziale aus staatlicher und aus zivilgesellschaftlicher Sicht gezielt erschlossen und schrittweise realisiert werden. All das erfordere Verbindlichkeiten und Regeln der gemeinsamen Arbeit sowie eine neue, offene Regierungskultur.
„Mit Blick auf den Koalitionsvertrag und die Erwartungen zivilgesellschaftlicher Akteure empfehlen wir eine systematische Weiterentwicklung des offenen Regierungs- und Verwaltungshandelns an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung“, heißt es vonseiten der Strategiegruppe. „Ein professionelles Open Data Management schafft die Voraussetzungen für den Ausbau des nationalen Datenraums und den Anspruch, internationaler Vorreiter zu werden.“
Es müsse eine verlässliche und zugangsoffene Bürgerbeteiligung, eine bessere Rechtsetzung sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit anvisiert und bürgerschaftliches Engagement ermöglicht werden. Zuverlässige Transparenz und verständliche Rechenschaftslegung wirken dabei vertrauensbildend und demokratiestärkend. Voraussetzung ist laut der Strategiegruppe die dauerhafte Verankerung digitaler Kompetenzen in Behörden, Vereinen und in zivilgesellschaftlichen Infrastrukturen. (ve)

http://opengovpartnership.de

Stichwörter: Open Government, Open Government Partnership, Open Data



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Open Data: Mehr als Technik Bericht
[1.6.2021] Die Generierung und Bereitstellung offener Daten birgt erhebliches Effizienzpotenzial. Jedoch unterschätzen viele Verwaltungen Aufwand und Kosten, die damit einhergehen – etwa hinsichtlich der Weiterqualifikation der Beschäftigten. mehr...
Die Bereitstellung von Open Government Data (OGD) hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, wie Verwaltungsprozesse.
Open Source: Plattform für öffentlichen Code
[12.5.2021] Das Bundesinnenministerium entwickelt gemeinsam mit den Ländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ein Open Source Repository für die Verwaltung. Dieses bindet Vorarbeiten der Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ ein und soll Bund, Ländern und Kommunen künftig den Zugriff auf Open Source Software erleichtern. mehr...
Open Source: Kein alter Hut Bericht
[10.5.2021] Für die Kommunen ist der Einsatz von Open Source Software nicht neu. Dennoch schöpfen viele das Potenzial der frei verfügbaren Software nicht aus. Wie Kommunen sich die Vorzüge sukzessive mehr zunutze machen können, erarbeitet die KGSt in einem groß angelegten Projekt. mehr...
Kommunen sollten stärker auf Open Source setzen.
Darmstadt: Open-Data-Strategie beschlossen
[30.3.2021] Die systematische Bereitstellung von Verwaltungsdaten regelt jetzt eine Open-Data-Strategie für Darmstadt. Die Kommune will außerdem eine Open-Data-Beauftragte oder einen Open-Data-Beauftragten berufen und eine AG Open Data einrichten. mehr...
Wolfsburg: Neues statistisches Informationsportal
[24.3.2021] Ein neues statistisches Informationsportal bietet die Stadt Wolfsburg an. Es ist ein wichtiger Baustein zur weiteren Digitalisierung der Stadtverwaltung. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 6/2021
Kommune21, Ausgabe 5/2021
Kommune21, Ausgabe 4/2021
Kommune21, Ausgabe 3/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen