Bayern:
Digitallabor startet erste Online-Services


[23.7.2019] Das Digitallabor Bayern hat erste Ergebnisse präsentiert: 15 von 21 Verwaltungsleistungen können ab sofort online angeboten werden. Digitalministerin Judith Gerlach hat bereits das mobile Government im Blick.

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach schaltet erste, im Digitallabor entwickelte Online-Services frei. Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach hat vor einem knappen halben Jahr gemeinsam mit dem Innovationsring des Bayerischen Landkreistages das Digitallabor gestartet. In Aschaffenburg wurden jetzt die ersten Ergebnisse präsentiert. Das teilt das Bayerische Staatsministerium für Digitales in einer Presseinformation mit. „Das Digitallabor ist ein voller Erfolg. Die sieben Pilotlandkreise haben hervorragende Arbeit geleistet. Wir können jetzt bereits die ersten 15 von 21 Verwaltungsleistungen online anbieten. Das ist ein großer Schritt hin zur digitalen Verwaltung. Während der Bund zögert, machen wir Nägel mit Köpfen. Damit schaffen wir Papierkrieg und lange Wartezeiten auf dem Amt ab“, sagte die Ministerin.
Laut Onlinezugangsgesetz (OZG) müssen alle Verwaltungsleistungen ab 2023 digital über Verwaltungsportale verfügbar sein. Solange will Gerlach nicht warten: „Der Freistaat Bayern wird die wichtigsten Verwaltungsdienste für Bürger und Unternehmen bereits bis Ende 2020 anbieten (wir berichteten). Damit sind wir Spitzenreiter in Deutschland. Dabei geht es nicht bloß um die Kommunikation mit den Behörden, sondern um echte Anträge – von der Baugenehmigung bis hin zur Kfz-Zulassung. Wir gehen konsequent den Weg von der analogen Amtsstube hin zum digitalen Service-Staat. Unsere Zielsetzung dabei ist: online, einfach, sicher. Deswegen planen wir bereits heute den nächsten Schritt: mobile Government. Als App auf dem Smartphone habe ich die digitale Behörde so immer mit dabei.“
Mit Start des Digitallabors Bayern hat das Digitalministerium laut eigenen Angaben den sieben Pilotlandkreisen Aschaffenburg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Cham, Fürth, Kulmbach, Neu-Ulm und Passau einen digitalen Werkzeugkasten zur Verfügung gestellt. So könnten die bisherigen Papieranträge in Web-Formulare und Online-Dienste umgewandelt werden. Zusammen mit dem BayernPortal seien damit die Grundlagen für eine frühzeitige Umsetzung der OZG-Anforderungen gegeben.
Staatsministerin Gerlach: „Wir treiben die technischen Grundlagen für die digitale Verwaltung aktiv voran. Dabei arbeiten wir eng mit dem Bund und den Ländern zusammen und stellen auch gerne unsere Ergebnisse zur Verfügung. Wir wollen aber, gemeinsam mit den bayerischen Kommunen auch Maßstäbe bei der Benutzerfreundlichkeit setzen. Deswegen wird es in der zweiten Stufe des Digitallabors darum gehen, dass wir alle Akteure – Verwaltungsexperten, Bürger, Unternehmen, Juristen und Webdesigner – an einen Tisch holen. Unser Ziel ist es, die digitale Verwaltung nicht nur zum Laufen zu bringen, sondern sie so einfach zu gestalten, wie die Menschen es von Hotelbuchungen oder Online-Shopping gewohnt sind.“ (ba)

https://www.stmd.bayern.de

Stichwörter: Politik, Bayern, Digitallabore, mobile Government

Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Digitales

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
D21-Digital-Index 2019/2020: Mehr Onliner dank mobiler Endgeräte
[26.2.2020] Der D21-Digital-Index 2019/2020 liegt vor. Zentrale Ergebnisse der Studie: 86 Prozent der Deutschen sind online, mobile Endgeräte tragen entscheidend dazu bei, der Digitalisierungsgrad steigt auf 58 von 100 Punkten und die Digitalen Vorreiter stellen erstmals die größte Gruppe. mehr...
Der D21-Digital-Index 2019/2020 wird im Bundeswirtschaftsministerium vorgestellt.
EU: Konsultation einer KI- und Datenstrategie
[26.2.2020] Europa soll Vorreiter werden sowohl für eine vertrauenswürdige künstliche Intelligenz als auch in der Datenwirtschaft. Entsprechende Strategien hat die EU-Kommission vorgelegt und bittet um Stellungnahme. Der Digitalverband Bitkom kommt dieser Bitte nach. mehr...
Bayern/Nordrhein-Westfalen: Gemeinsam zum digitalen Rathaus
[25.2.2020] Beim Thema Verwaltungsdigitalisierung wollen Bayern und Nordrhein-Westfalen künftig intensiver zusammenarbeiten. Um zeitnah gute Voraussetzungen für das digitale Rathaus zu schaffen, planen beide Länder einander ihre digitalen Services zur Verfügung zu stellen. mehr...
Nordrhein-Westfalen und Bayern vereinbaren auf dem Fachministertreffen zur Verwaltungsdigitalisierung eine engere Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der Verwaltung.
Wertheim: Strategie für Digitalisierung
[14.2.2020] Die Verwaltung der Stadt Wertheim kann mit der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie beginnen: Der Gemeinderat hat die entsprechenden finanziellen Ressourcen in Aussicht gestellt. mehr...
Stadt Wertheim bringt Digitalisierungsstrategie in die Umsetzung.
Bayern: Plan für digitale Verwaltung
[12.2.2020] Beim gestrigen Digitalkabinett hat Bayern seinen 12-Punkte-Plan für einen bürgerorientierten Servicestaat vorgestellt. Themen sind unter anderem die mobile Bereitstellung von Dienstleistungen sowie die Volldigitalisierung der Staatsregierung bis 2025. mehr...
Bei der Pressekonferenz zum Digitalkabinett am 11. Februar 2020 wird Bayerns 12-Punkte-Plan zum bürgerorientierten Servicestaat vorgestellt.
Suchen...

 Anzeige

zk2020
IT-Guide PlusCC e-gov GmbH
21079 Hamburg
CC e-gov GmbH
SIX Offene Systeme GmbH
70565 Stuttgart
SIX Offene Systeme GmbH
AKDN-sozial
33100 Paderborn
AKDN-sozial
Saxess AG
04107 Leipzig
Saxess AG
ADVANTIC GMBH
23556 Lübeck
ADVANTIC GMBH
Aktuelle Meldungen