Bürgerservice:
Vierter Zwischenbericht für Berlin


[25.7.2019] In Berlin wurden im ersten Halbjahr 2019 mehrere Ziele bei der Verbesserung des Bürgerservices erreicht. Den vierten Bericht zum aktuellen Stand der Weiterentwicklung der Bürger- und Standesämter hat der Senat jetzt beschlossen.

Der Berliner Senat hat am Dienstag (23. Juli 2019) den vierten Bericht an das Abgeordnetenhaus zum aktuellen Stand der Weiterentwicklung der Bürger- und Standesämter beschlossen. Bei der weiteren Verbesserung der Servicequalität wurden nach Angaben der Senatskanzlei im ersten Halbjahr 2019 (wir berichteten) mehrere Ziele erreicht. So stellen alle Bürgerämter seit April sämtliche Terminkontingente nach einheitlichen Regeln zur berlinweiten Buchung bereit. Eine zentrale Monitoring-Stelle bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport begleite die Umsetzung der Regelungen durch die Bezirke. Der im Mai als politisches Steuerungsgremium gegründete Lenkungskreis Bürgerdienste habe den Auftrag erteilt, bis August 2019 verbindliche Qualitätsziele für die Ämter zu entwickeln. Diese kundenorientierten Qualitätsziele stellen ein Serviceversprechen der Verwaltung an die Berliner dar und bilden die wesentliche Grundlage für die berlinweite Steuerung der Ämter für Bürgerdienste, so die Senatskanzlei.
Seit April stehe ein digitales Informationssystem zur Steuerung der Berliner Bürgerämter zur Verfügung. Dieses bündelt alle verfügbaren Steuerungsinformationen und ermöglicht nach Angaben der Senatskanzlei ein kontinuierliches Controlling der Servicequalität. Damit werde für den Bereich der Bürgerämter ein zentrales Anliegen des vom Senat und Rat der Bürgermeister verabschiedeten „Zukunftspakts Verwaltung“ (wir berichteten) umgesetzt. Dieser sieht als eine Maßnahme zur Verbesserung der Servicequalität den flächendeckenden Aufbau von datengestützten Steuerungsinstrumenten vor.
Seit Februar können die Bürger den Bearbeitungsstatus beantragter Personalausweise und Reisepässe online – oder wahlweise telefonisch über das Bürgertelefon 115 – abrufen (wir berichteten). Die digitale Beantragung von Meldebescheinigungen soll bis Anfang 2020 möglich sein. Ende dieses Jahres soll zudem der Testbetrieb für eine digitale Übermittlung von Geburten und Sterbefällen durch Krankenhausbetriebe und Bestatter an die Standesämter starten.
Durch die Einrichtung einer zentralen Service-Stelle werden die Standesämter laut der Senatskanzlei entlastet und die Servicequalität für die Bürger wesentlich verbessert. Die Umsetzungsarbeiten liefen derzeit, im kommenden Jahr soll die Service-Stelle ihre Arbeit aufnehmen. (ba)

https://www.berlin.de/rbmskzl

Stichwörter: Politik, Berlin, Bürgerservice, Termin-Management



Druckversion    PDF     Link mailen


ekom21

 Anzeige


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Bürokratieabbau: Drittes Entlastungsgesetz
[20.9.2019] Mehr Digitalisierung, weniger Bürokratie und eine Entlastung von jährlich über eine Milliarde Euro: Diese Ziele will die Bundesregierung mit dem dritten Bürokratieentlastungsgesetz erreichen. mehr...
Bund: Blockchain-Strategie verabschiedet
[19.9.2019] Die Bundesregierung hat ihre Blockchain-Strategie verabschiedet. Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium hatten sie unter Einbeziehung der übrigen Ressorts sowie einem öffentlichen Konsultationsprozess erarbeitet. mehr...
Die Bundesregierung hat ihre Blockchain-Strategie verabschiedet.
Thüringen: Gemeinsamer Dienstleister für Kommunen
[18.9.2019] Digitalisierung kann nur in Zusammenarbeit mit den Kommunen gelingen. Thüringen hat bereits entsprechende Projekte gestartet. Der Freistaat plant außerdem, die bestehende Kommunale Informationsverarbeitung (KIV) Thüringen zum gemeinsamen kommunalen IT-Dienstleister auszuweiten. mehr...
NRW: E-Government-Gesetz auf dem Weg
[17.9.2019] In Nordrhein-Westfalen hat das Kabinett ein neues E-Government-Gesetz auf den Weg gebracht. Laut dem Entwurf sollen die vollständige Digitalisierung auf 2025 vorgezogen und der Geltungsbereich des Gesetzes auf nahezu alle Behörden ausgeweitet werden. mehr...
Thüringen: Gesetz für mehr Transparenz
[13.9.2019] In Thüringen löst ein Transparenzgesetz das bisherige Informationsfreiheitsgesetz ab. Demnach sollen Bürger über ein Portal kostenlosen Zugang zu den Informationen bekommen, anstatt aktiv nach diesen fragen zu müssen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Advantic
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
GKD Recklinghausen - Zweckverband
45665 Recklinghausen
GKD Recklinghausen - Zweckverband
Aktuelle Meldungen