Baden-Württemberg:
Zweiter Bericht zu digital@bw


[12.3.2020] Den zweiten Bericht zu ihrer Digitalisierungsstrategie digital@bw hat die baden-württembergische Landesregierung veröffentlicht. Ein bereits abgeschlossenes Projekt ist der Steuerchatbot BW. Zudem wurden Testversionen von fünf digitalen Verwaltungsdienstleistungen in Kommunen entwickelt.

Der 2. Digitalisierungsbericht der Landesregierung Baden-Württemberg liegt vor. Baden-Württemberg hat den zweiten Bericht zu seiner Digitalisierungsstrategie digital@bw vorgestellt. Wie das Innenministerium des Landes berichtet, sind etliche Vorhaben schon weit fortgeschritten oder gar abgeschlossen.
„Baden-Württemberg war eines der ersten Länder, das schon vor rund drei Jahren eine ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie digital@bw unter der Federführung des Digitalisierungsministeriums aufgelegt hat (wir berichteten). Seitdem sind wir auf dem Weg zur digitalen Leitregion Europas ein gutes Stück vorangekommen. Mit dem zweiten Digitalisierungsbericht zeigen wir den Fortschritt bei der Umsetzung der fast 80 Projekte auf, die die Landesregierung angestoßen hat. Dafür stehen uns bis 2021 323 Millionen Euro zur Verfügung, die wir ressortübergreifend in Innovationen investieren“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Schwerpunkte der Digitalisierungsstrategie sind nach Angaben des Innenministeriums Intelligente Mobilität, Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie Kommunen und Verwaltung. Zu den Querschnittsbereichen zählten neben Forschung, Entwicklung und Innovation auch digitale Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Energiewende sowie Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz. „Besonderes Augenmerk legen wir außerdem darauf, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden und über die Umsetzung zu informieren“, unterstrich Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Digitale Angebote der Verwaltung fördern

„Digitale Angebote von Städten und Gemeinden ersparen Bürgerinnen und Bürgern Behördengänge. Sie sorgen dafür, dass Informationen leichter gefunden werden. Ziel muss sein: Das Amt kommt zum Bürger und der Bürger nicht mehr zum Amt. Land und Kommunen haben im Rahmen der Digitalakademie@bw inzwischen als Testversionen fünf digitale Verwaltungsdienstleistungen, etwa die Meldebescheinigung und den Bewohnerparkausweis, für den Einsatz in den Rathäusern und Landratsämtern entwickelt. Die Umsetzung von 16 weiteren digitalen Verwaltungsprozessen läuft auf Hochtouren. Durch die Digitalakademie@bw wurden 523 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 312 Kommunen als Digitallotsen qualifiziert (wir berichteten), um ihr Wissen in die Fläche zu tragen. Ziel ist es, rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunalverwaltungen zu Digitallotsen zu qualifizieren“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.
Zur Verbesserung des Bürgerservice in den Finanzämtern liefert nach Angaben des Innenministeriums der Steuerchatbot BW als elektronischer Assistent rund um die Uhr nach dem neuesten Stand Informationen über steuerrechtliche Regelungen. Dabei würden auch die Grenzen für den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) beim Aufbau von Wissensdatenbanken ausgelotet. Dank intelligenter Assistenzsysteme in der Justiz könnten inzwischen Dokumente in allen europäischen und einigen weiteren Sprachen ins Deutsche und Englische maschinell übersetzt und damit Sprachbarrieren in Gerichtsverfahren abgebaut werden. (ba)

Der 2. Digitalisierungsbericht der Landesregierung Baden-Württemberg zum Download (PDF; 7,1 MB) (Deep Link)
https://www.digital-bw.de

Stichwörter: Politik, Baden-Württemberg, Digitalisierung, digital@bw

Bildquelle: Screenshot

Druckversion    PDF     Link mailen




 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Digital-Gipfel 2020: Digital nachhaltiger leben
[25.11.2020] Der diesjährige Digital-Gipfel der Bundesregierung steht unter dem Motto „Digital nachhaltiger leben“ und wird virtuell stattfinden. Das Programm dreht sich unter anderem um Cyber-Sicherheit, die Arbeitswelt nach Corona sowie neue Möglichkeiten für datenbasierte Entscheidungen in der Verwaltung. mehr...
Brandenburg: Neuer Staatssekretär für Kommunales
[24.11.2020] Markus Grünewald wurde zum neuen Staatssekretär für Inneres und Kommunales in Brandenburg ernannt. Im Innenministerium übernimmt er somit die Verantwortung für die Bereiche Kommunalangelegenheiten, Brand- und Katastrophenschutz, Digitalisierung, Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Ausländerangelegenheiten. mehr...
Dr. Markus Grünewald ist zum Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Kommunales in Brandenburg ernannt worden.
Ein Ort für öffentlichen Code: KDN tritt bei
[24.11.2020] Der KDN – Dachverband kommunaler IT-Dienstleister tritt der Initiative Ein Ort für öffentlichen Code bei. Damit will der KDN einen sichtbaren Beitrag zur digitalen Souveränität der öffentlichen Verwaltung in Nordrhein-Westfalen leisten. mehr...
Rheinland-Pfalz: Resiliente Verwaltung Interview
[16.11.2020] Während der Corona-Pandemie hat die rheinland-pfälzische Landesregierung einen Re­silienzbericht erstellt. Kommune21 sprach mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer über die Ergebnisse und die Rolle der IT-Infrastruktur für die Krisenbewältigung. mehr...
Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Hessen: Förderprogramm für digitale Kommunen
[2.11.2020] Das Förderprogramm „Starke Heimat Hessen“ kommt an: das Digitalministerium hat alle Förderanträge der 443 hessischen Kommunen bewilligt. Die Mittel wurden bereits größtenteils abgerufen. mehr...
Weitere FirmennewsAnzeige

Interne Verwaltungsdigitalisierung vorantreiben: Die Mitarbeitenden im Fokus der Veränderung
[30.10.2020] Die Digitalisierung der Kommunen ist ein Dauerthema. Neben den Maßnahmen, die primär dem Bürger dienen, rückt die interne Digitalisierung der Verwaltung immer stärker in den Vordergrund. Wer sich dabei am Bedarf der Anwender orientiert, hat bessere Chancen, den Veränderungsprozess in der eigenen Behörde erfolgreich zu gestalten. mehr...
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 11/2020
Kommune21, Ausgabe 10/2020
Kommune21, Ausgabe 9/2020
Kommune21, Ausgabe 8/2020

IT-Guide PlusCeyoniq Technology GmbH
33613 Bielefeld
Ceyoniq Technology GmbH
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
Barthauer Software GmbH
38126 Braunschweig
Barthauer Software GmbH
Aktuelle Meldungen