Kassensysteme:
Verschärfte Grundsätze


[24.4.2020] Einfach nur Kassieren war gestern. Aktuell sind viele neue Vorgaben zu beachten, sei es bei der Kassensicherungsverordnung, der Abgabeordnung oder bei der DSGVO.

Kassenabschlüsse müssen revisionssicher sein. Aktuell stehen viele neue Anforderungen im Fokus, die das Kassenwesen beratungsintensiv machen: Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) und technische Sicherheitseinrichtung (TSE), Umsatzsteuerpflicht, Schnittstelle zur Finanzverwaltung sowie Bonpflicht. Hier stoßen integrierte Module an ihre Grenzen. Bereits seit 2017 gelten verschärfte Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB). Transaktionen müssen in unveränderbarer Weise aufgezeichnet werden. Jede Buchung ist mit ID-Nummer, Kassierer und Zeitstempel automatisiert manipulationssicher zu schreiben. Teilstornos oder gar das Löschen abgeschlossener Buchungsbelege sind tabu. Jede kombinierte Buchung ist als Ganzes dokumentiert zu stornieren. Damit der Anwenderkomfort darunter nicht leidet, ermöglicht die Gebührenkasse TopCash 2 des Unternehmens EDV Ermtraud mit der Wiederholen-Funktion das Erzeugen und Anpassen des korrekten Vorgangs.

Zeitgemäße Datenhaltung

Revisionssicherheit gilt auch für Kassenabschlüsse. Nur autorisierte Mitarbeiter dürfen ihre Kasse abschließen. Die Bestandsprüfung kann durch die Münzzählung effektiv gestaltet werden. Ein Rücksetzen von Abschlüssen ist unzulässig und in der Lösung unterbunden. Jeder Abschluss ist mit allen Auswertungen reproduzierbar. Ein Rechnungsprüfer kann jederzeit einsehen, wer, wann, welche Kasse abgeschlossen und welche Buchung getätigt hat. Technisch liegt der Gebührenkassenlösung eine Absicherung bis in die Einzeltransaktion zugrunde. Ferner fordert die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellung. Das kann von TopCash 2 durch eine zeitgemäße Datenhaltung und das Benutzerrollenkonzept garantiert werden.

Fiskalisierung und DSFinV-K

Akut werden auch die Vorgaben nach KassenSichV und § 146a der Abgabeordnung. Der Anwendererlass des Bundesministeriums für Finanzen zeigt Anforderungen und Konfigurationen auf, die neue elektronische Kassensysteme seit 1. Januar 2020, bestehende ab September erfüllen müssen. Stichworte sind: Fiskalisierung und DSFinV-K. Teil der Kassenprüfungen wird auch die Umsatzsteuerrecht-konforme Behandlung. Juristische Personen öffentlichen Rechts müssen nun Leistungen nach den gleichen Grundsätzen erbringen wie andere Marktteilnehmer. Steuerfrei bleiben lediglich die klassischen Gebühren für hoheitliche Aufgabenerfüllung, zum Beispiel Pässe, Ausweise, Kfz-Anmeldung oder Gewerbeanzeige. Diese sind jedoch an zusätzliche Dienstleistungen gekoppelt: Ein Stammbuch im Standesamt, die Feinstaubplakette in der Zulassungsstelle und die Fotokopie im Bürgeramt sind nun gleichermaßen mit Mehrwertsteuer zu kassieren, auszuweisen, entsprechend zu verbuchen und zu kontieren.

Sichere Zahlarten

Einfach nur Kassieren war gestern. Daher bietet EDV Ermtraud ein herstellerunabhängiges Consulting an. Die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben kann mit der Einführung des Zahlungssystems TopCash 2 nebst POS-(EC-)Geräten verbunden werden, das zugleich die neuesten sicheren Zahlarten unterstützt.

Tobias Krumnow ist im Vertrieb der EDV Ermtraud GmbH in Rheinbrohl tätig.

https://www.edv-ermtraud.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe April 2020 von Kommune21 im Schwerpunkt E-Payment erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Payment, EDV Ermtraud, E-Payment, TopCash 2

Bildquelle: EDV Ermtraud GmbH

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Payment
Payment: Bargeldlose Bezahlung in Kommunen
[2.6.2021] Bargeldloses Bezahlen gehört in den meisten Kommunen zum Alltag. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) und der Initiative Deutsche Zahlungssysteme (IDZ). mehr...
Mit kontaktlosen Bezahlangeboten liegen Kommunen im Trend.
E-Payment: Auswahl erhöht Akzeptanz Bericht
[28.5.2021] Künftig sollen immer mehr kommunale Leistungen online abgewickelt werden können. Entscheidend für die Akzeptanz der Web-Services ist es, möglichst viele Bezahlarten anzubieten. Noch haben Verwaltungen beim Thema E-Payment allerdings Nachholbedarf. mehr...
Immer mehr Bürger wollen Gebühren mobil begleichen.
E-Payment: Digital von A bis Z Bericht
[25.5.2021] Können online angebotene Verwaltungsservices von A wie Antrag bis Z wie Zahlung digital erledigt werden, ist das nicht nur effizient, sondern erhöht auch die Zufriedenheit der Bürger. Unterstützung bietet die Multi-Bezahllösung GiroCheckout. mehr...
Mit GiroCheckout im Bürgerportal elektronisch bezahlen.
E-Payment: Kasse optimiert Bericht
[20.5.2021] Mit einem neuen Kassensystem stellen sich die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die Städte Neuss, Kaarst und Meerbusch zukunftssicher auf. Gesteuert wird das Projekt von IT-Dienstleister ITK Rheinland und Software-Anbieter EDV Ermtraud. mehr...
Die Landeshauptstadt Düsseldorf setzt wie die Städte Neuss, Kaarst und Meerbusch beim E-Payment künftig auf die Kassenlösung TopCash2.
Kirchheim unter Teck: E-Payment ausgeweitet
[14.4.2021] In Kirchheim unter Teck können nicht mehr nur Bußgelder direkt online bezahlt werden. Auch für Urkunden und Meldebescheinigungen bietet die Stadt jetzt diese Möglichkeit an. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 6/2021
Kommune21, Ausgabe 5/2021
Kommune21, Ausgabe 4/2021
Kommune21, Ausgabe 3/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Payment:
NOLIS GmbH
31582 Nienburg/Weser
NOLIS GmbH
S-Public Services GmbH
88699 Frickingen
S-Public Services GmbH
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
Aktuelle Meldungen