Kreis Wunsiedel:
Bürgerideen für Smartes Fichtelgebirge


[4.5.2020] Ideen für die Entwicklung zur smarten Modellregion sammelt der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge jetzt über eine großangelegte Bürgerumfrage. Die Einwohner können daran online über eine Beteiligungsplattform oder per Post über einen Fragebogen teilnehmen.

Via Online-Plattform können sich die Bürger im Kreis Wunsiedel am Projekt Smartes Fichtelgebirge beteiligen. Wie sich Bürger im Fichtelgebirge die Zukunft ihrer Heimat vorstellen, will der Landkreis Wunsiedel jetzt in einer großangelegten Beteiligung herausfinden. Anlass ist der Start des Projekts Smartes Fichtelgebirge, für das der bayerische Landkreis vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) als Modellregion ausgewählt worden ist (wir berichteten). Wie das Landratsamt Wunsiedel mitteilt, ist das Ziel des Projekts, digitale Anwendungen zu entwickeln, die sich auf andere ländliche Regionen übertragen lassen. An der Umfrage beteiligen können sich die Bürger entweder über eine Online-Plattform oder über einen Fragebogen, der jedem Haushalt im Landkreis per Post geschickt wird.
Die Perspektiven, die das Projekt dem Fichtelgebirge eröffnet, lägen auf der Hand. Zahlreiche Studien würden inzwischen belegen, dass die Zukunft in Deutschland mehr und mehr im ländlichen Raum liege. Als Ort, an dem sich Familie und Arbeit verbinden lassen, seien Regionen wie das Fichtelgebirge unschlagbar. Die Digitalisierung soll diese Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Gemeinsam mit dem Projektpartner T-Systems werden in den kommenden Wochen Ideen für die Entwicklung hin zum Smarten Fichtelgebirge gesammelt sowie Handlungsfelder gewichtet und diskutiert, so der Bericht aus Wunsiedel. Es gehe darum, Umweltbewusstsein, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Solidarität gleichwertig zu berücksichtigen.

Pandemie stößt Entwicklungen an

Landrat Karl Döhler erklärt: „Wir starten das Projekt mitten in den schwierigen Corona-Zeiten und das ganz bewusst. Die Pandemie hat Entwicklungen angestoßen, die bis vor wenigen Wochen undenkbar gewesen wären. Digitales Lernen, Homeoffice und Video-Chats mit Oma gehören plötzlich zu unserem Alltag. Darauf werden wir aufbauen, um unser Fichtelgebirge weiter nach vorne zu bringen. Es ist wichtig, bereits jetzt Ideen zu entwickeln, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen und auch in Zukunft als attraktiver Standort mit hoher Lebensqualität für Jung und Alt wahrgenommen zu werden.“
Der Projektpartner T-Systems hat nach Angaben des Landratsamts die Aufgabe, ein Kreisentwicklungskonzept für die Region zu gestalten. Insbesondere der Co-Creation-Ansatz habe das Projekt-Team Smartes Fichtelgebirge überzeugt. „Nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region kann ein solches Konzept entwickelt werden,“ sagt Ole Schilling, VP Co-Creation & Partner Innovation Smart Cities & Regions, Deutsche Telekom. „Sie gestalten aktiv die Basis für eine lebenswerte und zukunftsfähige Region mit. Wenn wir ihre Wünsche berücksichtigen, schaffen wir auch die nötige Akzeptanz für den Wandel für alle Generationen.“ (co)

https://mach-mit.freiraum-fichtelgebirge.de
https://www.landkreis-wunsiedel.de
https://www.t-systems.de

Stichwörter: Smart City, Kreis Wunsiedel, E-Partizipation, Bürgerservice, BMI

Bildquelle: Landkreis Wunsiedel

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

handelsblatt2204-banner
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Herzlich digitale Stadt: Stabwechsel in Kaiserslautern
[23.5.2022] Als Chief Digital beziehungsweise Chief Urban Officer haben Dieter Rombach und Gerhard Steinebach die herzlich digitale Stadt Kaiserslautern zum Erfolg geführt. Planmäßig haben sie den Staffelstab nun an Ilona Benz weitergegeben. Sie hat sich zunächst drei Schwerpunkte auf die Agenda geschrieben. mehr...
Stabwechsel in der herzlich digitalen Stadt Kaiserslautern.
DKSR: Einfacher smart werden
[17.5.2022] Das Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen (DKSR) hat ein neues Web-Portal lanciert, das Städten und Regionen die Umsetzung digitaler, datenbasierter Lösungen erleichtern will. Das Portal DKSR.square will kommunale Akteure untereinander, aber auch Kommunen mit Unternehmen vernetzen. mehr...
Bamberg: Drohne scannt Baumgesundheit
[17.5.2022] Mit dem Smart-City-Projekt BAKIM soll die Pflege des Stadtgrüns in Bamberg verbessert werden. Eine Drohne erhebt zu diesem Zweck erste Daten über den Gesundheitszustand der Bäume. Eine KI-gestützte Auswertung folgt. mehr...
In Bamberg starten Drohnenbefliegungen für die städtische Baumpflege.
Essen: Stadtbäume smart bewässern
[16.5.2022] Zur Optimierung des Bewässerungsmanagements hat die Stadt Essen gemeinsam mit der Universität Trier die Lösung TreeCop entwickelt. Die Kombination aus Bodenfeuchtesensoren und Copernicus-Satellitendaten soll dazu beitragen, die Ressourcen Wasser und Personal zielgerichteter einzusetzen. Erste Ergebnisse sind vielversprechend. mehr...
Smarte Wasserversorgung für Essener Stadtbäume.
Kaiserslautern: Land fördert die herzlich digitale Stadt
[4.5.2022] Erneut hat die herzlich digitale Stadt Kaiserslautern einen Förderbescheid vom rheinland-pfälzischen Innenministerium erhalten. Damit wird die dritte Phase des Smart-City-Projekts unterstützt. mehr...
Rheinland-Pfalz: Innenminister Roger Lewentz überreicht den Fördermittelbescheid für die herzlich digitale Stadt Kaiserslautern.
Weitere FirmennewsAnzeige

E-Invoicing: Was 2022 auf Kämmereiabteilungen zukommt
[2.5.2022] Annahme und Verarbeitung von E-Rechnungen, Portallösungen und PEPPOL, das neue Umsatzsteuerrecht für Kommunen – mit einigen dieser Themen haben Kämmereiabteilungen schon seit längerem zu tun, andere sind neu bzw. werden weiter ausgebaut. So bringt das laufende Jahr für alle in der kommunalen Verwaltung, die mit Steuern, Haushalt und Finanzen zu tun haben, technische wie auch gesetzliche Neuerungen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

vereon2204-cont

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 05/2022
Kommune21, Ausgabe 04/2022
Kommune21, Ausgabe 03/2022
Kommune21, Ausgabe 02/2022

IT-Guide PlusCC e-gov GmbH
21079 Hamburg
CC e-gov GmbH
S-Public Services GmbH
88699 Frickingen
S-Public Services GmbH
ISGUS GmbH
78054 Villingen-Schwenningen
ISGUS GmbH
Lecos GmbH
04103 Leipzig
Lecos GmbH
Aktuelle Meldungen