Baden-Württemberg:
32,4 Millionen für Breitband-Ausbau


[5.5.2020] Förderbescheide mit einem Volumen von insgesamt 32,4 Millionen Euro sollen in den Breitband-Ausbau in Baden-Württemberg fließen. 39 Projekte im Land können damit realisiert werden.

Digitalisierungsminister Thomas Strobl (2.v.r.) hat jetzt die Förderbescheide für weitere 39 Breitband-Projekte im Ländle übergeben. Der baden-württembergische Digitalisierungsminister Thomas Strobl hat Förderbescheide für den Breitband-Ausbau mit einem Volumen von insgesamt 32,4 Millionen Euro übergeben. Damit wird die Umsetzung von 39 Breitband-Projekten im Land unterstützt, meldet das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg.
„Beim Ausbau unserer digitalen Infrastruktur haben wir das Tempo gegenüber dem vergangenen Jahr noch einmal fast verdoppelt“, sagte Strobl bei der Übergabe der Breitband-Förderbescheide. „Immer mehr Kommunen nutzen unser Förderangebot, um mit hohen Investitionen Glasfaser bis zu den Häusern auszubauen. Die aktuelle Situation in der Corona-Krise zeigt, die flächendeckende Versorgung von Haushalten mit schnellem Internet ist unverzichtbar, zum Beispiel für das Arbeiten im Homeoffice. Dank attraktiver Förderbedingungen gelingt es, auch die besonders kostspielige Erschließung von verstreuten Ortschaften im ländlichen Raum voranzubringen.“ Aufgrund der aktuellen Corona-Lage fand die Übergabe der Bescheide erstmals als Videokonferenz zwischen Minister Strobl und den Vertretern der Kommunen statt, informiert das Ministerium.

Insgesamt 165 Millionen Euro Förderung

Mit der aktuellen Förderrunde seien in diesem Jahr bislang insgesamt 165 Millionen Euro gewährt worden – fast doppelt so viele Mittel wie im gesamten Jahr 2019. Dieses Mal seien Förderbescheide an 23 Antragsteller aus 16 Landkreisen gegangen. Die höchste Fördersumme erhielt laut Angaben des Digitalisierungsministeriums der Landkreis Schwäbisch Hall mit rund 17,7 Millionen Euro. Dort würden die Gemeinden Oberrot, Wolpertshausen, Satteldorf, Sulzbach-Laufen und die Stadt Vellberg mit Glasfaser-Ortsnetzen versorgt. Der Landkreis Schwäbisch Hall hatte erst bei der Vergaberunde im Februar 2020 16,2 Millionen Euro Förderung erhalten, um insbesondere in sechs Gemeinden innerorts Glasfasernetze auszubauen (wir berichteten).
Die zweithöchste Fördersumme sei an die Stadt Engen im Landkreis Konstanz mit rund 4,9 Millionen Euro für insgesamt sechs Projekte gegangen. Engen plane damit Außenbereiche, Gewerbegebiete und Schulstandorte zu erschließen. Bei fünf der Projekte handle es sich um eine Kofinanzierung des Landes zur Bundesförderung. „Dabei legen wir auf die 50-prozentige Förderung aus dem Bundesprogramm für die Breitband-Förderung noch einmal 40 Prozent obendrauf,“ erklärte Digitalisierungsminister Thomas Strobl. „Über dieses Fördermodell werden bei dieser Vergaberunde fast 90 Prozent der Mittel vergeben. Das ist ein Spitzenwert und bestätigt den Erfolg unserer Förderkulisse. Wir holen jede Menge Breitband-Mittel aus Berlin nach Baden-Württemberg und verleihen dem Glasfaserausbau im Land damit zusätzlich Schwung.“

Weiße Flecken verschwinden

Die Zahl der Haushalte und gewerblichen Nutzer, die mit schnellem Internet versorgt sind, ist in Baden-Württemberg 2019 weiter gestiegen, berichtet das Ministerium. Rund 90 Prozent aller Haushalte würden inzwischen über einen Internet-Anschluss mit mindestens 50 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) verfügen – rund sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und rund 20 Prozentpunkte mehr im Vergleich zu Anfang 2016. Bei den Anschlüssen mit mindestens 100 Mbit/s hätte die Versorgung im Land sogar um mehr als 15 Prozentpunkte im Vergleich zu Mitte 2018 gesteigert werden können und liege nun bei rund 83 Prozent der Haushalte.
„Die weißen Flecken auf unserer Landkarte verschwinden immer mehr. Daran arbeiten wir weiter, bis wir unser Ziel eines flächendeckenden Gigabit-Netzes erreicht haben. Dafür werden wir allein in den Jahren 2020 und 2021 fast 650 Millionen Euro investieren“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Stropp abschließend. (co)

https://im.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Breitband, Baden-Württemberg, Thomas Strobl

Bildquelle: Lichtgut/Leif Piechowski

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Metropolregion Rhein-Neckar: Breitbandportal gestartet
[17.8.2022] Zeitraubende bürokratische Prozesse bremsen vielerorts den Breitbandausbau aus. Ein von den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz entwickeltes Breitbandportal soll den Informationsaustausch zwischen Antragstellern und zuständigen Stellen vereinfachen und den Glasfaserausbau beschleunigen. mehr...
Alexander Schweitzer, in Rheinland-Pfalz Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, zu Gast bei der Metropolregion Rhein-Neckar.
BayernWLAN: 40.000ster Hotspot am Start
[15.8.2022] In Hirschau im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde jetzt der 40.000ste Hotspot für das kostenlose BayernWLAN freigeschaltet. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Graue Flecken im Visier
[3.8.2022] Parallel zur Versorgung der so genannten weißen Flecken mit Glasfaser nehmen sich in Mecklenburg-Vorpommern Land und Kommunen nun auch die grauen Flecken der Breitbandversorgung vor. Erste Förderanträge an den Bund sind bereits gestellt, weitere werden derzeit vorbereitet. mehr...
Sontheim: 100 Prozent Glasfaser
[2.8.2022] Als erste Kommune wurde Sontheim im Jahr 2020 im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie gefördert. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit sind dort nun alle Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versehen. mehr...
Das neue Sontheimer Glasfasernetz wird in Betrieb genommen.
Hornberg: Anschluss ans Turbo-Internet
[1.8.2022] Durch einen hybriden Ansatz von eigenwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau erhält die Stadt Hornberg Anschluss an die Datenautobahn. Bis zum Jahr 2027 sollen rund 70 Prozent der Gebäude in der Ortenau mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet sein. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
Aktuelle Meldungen