Vinci Energies:
Tipps für Smart-City-Konzepte


[4.6.2020] Angehende Smart Cities benötigen ein gutes Konzept für die Planung und Umsetzung ihres Vorhabens. Bernhard, Kirchmair, CDO von Vinci Energies, hat dafür vier Best-Practices parat.

Dr. Bernhard Kirchmair, CDO bei Vinci Energies Deutschland, kennt Best Practices für den erfolgreichen Weg zur Smart City. Effizient, technologisch fortschrittlich, grün und sozial inklusiv – all das und mehr definiert Smart Cities. Nicht nur die Metropolen, auch viele kleinere Städte wie Singen, Freiburg oder Heidelberg haben inzwischen entsprechende Innovationen eingeführt, teilt Vinci Energies Deutschland mit. Die Smart-City-Anwendungen sollen die Lebensqualität verbessern und die Umwelt entlasten. Die intelligente Ampel etwa verhindert ein Stauaufkommen, der getunte Mülleimer gibt Bescheid, wenn er geleert werden muss und schlaue Straßenlaternen melden via App freie Parkplätze – die Anwendungsmöglichkeiten von Smart-City-Technologien sind vielfältig.
Um solche Projekte umzusetzen, benötigen angehende Smart Cities jedoch ein gutes Konzept. Dafür gibt Bernhard Kirchmair, CDO des Konzerns, Städten und Gemeinden vier Tipps mit auf den Weg. Folgende Better Practices seien bei den ersten Schritten zur Smart City unbedingt zu beachten:

1. Interessen bündeln

An der Gestaltung einer digitalen Stadt seien viele Akteure beteiligt, zum Beispiel die Stadtverwaltung, das Stadtmarketing, der Gewerbeverein und Wirtschaftsvereinigungen. Kirchmair empfiehlt deshalb, Interessen zu bündeln und ein gemeinsames Zielbild zu entwickelt, das der Identität der Stadt entspricht. Dafür sei es von Vorteil, eine gemeinsame Strategie und Informationsplattform zu schaffen. Er rät Städten einen Digitalplan aufzustellen und die Bürger frühzeitig durch eine transparente Kommunikation und Möglichkeit zur Mitgestaltung mit einzubeziehen. Am besten gelinge die Ausarbeitung mit agilen Methoden wie SCRUM, Barcamps oder Hackathons.

2. Zentrale Stelle einrichten

Um die Smart-City-Projekte zu koordinieren und zu orchestrieren, sollte eine zentrale, digitalverantwortliche Stelle eingerichtet werden. Das könne zum Beispiel die bestehende Verwaltungsführung sein, eine neue Abteilung, eine eigene Organisation oder eine eigene Stabsstelle neben dem Bürgermeister. Auch die Rats- und Ausschussarbeit sollte angepasst werden, indem zum Beispiel ein Digital- oder Innovationsausschuss beziehungsweise Lenkungsausschuss gegründet wird, der die Planung und Entscheidungen vorbereitet. Außerdem sollten die Bürger die Möglichkeit haben, direkt Anträge und Vorschläge einzubringen oder darüber zu diskutieren. Dafür biete es sich an, eine digitale Plattform zu schaffen.

3. Geeignete Plattform finden

Um den Digitalplan umzusetzen, benötigen Kommunen laut dem CDO von Vinci Energies Deutschland eine geeignete technologische Plattform, auf der Anwendungen entwickelt und betrieben, Daten ausgetauscht und die Identitäten von Bürgern sicher verwaltet werden. Diese Plattform sollte sich flexibel an die digitalen Verwaltungsprozesse, IT-Systeme sowie Operational Technology (OT) wie Verkehrssteuerungen oder Wasserversorgung anbinden lassen. Dabei sollte auf offene Schnittstellen (APIs) geachtet werden. So könnten auch Partnerunternehmen, externe Anbieter oder die Bürger neue Apps und digitale Dienste entwickeln. Wichtig sei außerdem, dass die Plattform skalierbar ist, sodass sie bei Bedarf wachsen kann.

4. Aufgabenteilung hilft

Smart-City-Projekte sind technisch komplex. Deshalb empfiehlt sich laut Kirchmair eine Aufgabenteilung: Städte und Gemeinden sollten sich auf die Planung und die Koordination der Innovationen konzentrieren und für die Umsetzung spezialisierte Lösungs- und Technologieanbieter engagieren. Im Idealfall sollten diese bereits über Erfahrung mit Projekten im öffentlichen Sektor verfügen.

Fazit

Wer sich also bereits im Vorfeld Gedanken darüber macht, was alles nötig ist, um die Reise zur Smart City erfolgreich anzutreten, den bremst auch die ein oder andere kleinere Unwegsamkeit bei der Umsetzung nicht aus, meint Kirchmair. Stehe das Konzept einmal auf sicheren Beinen, sind also Akteure informiert, Verantwortlichkeiten geklärt, Smart-City-Plattformen installiert und ein erfahrener Partner gefunden, könne jederzeit um weitere Projekte ergänzt werden, um die Smart City wachsen zu lassen. (co)

https://www.vinci-energies.com

Stichwörter: Smart City, Vinci Energies

Bildquelle: digitalschmiede.vinci-energies.de

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
MeinJena: App erleichtert Parkplatzsuche
[13.7.2020] Um einen Parkplatzfinder erweitert, soll die App MeinJena künftig nicht nur die Parkplatzsuche in der Stadt erleichtern, sondern auch Staus vermeiden helfen. Es werden dafür die ersten Daten eines stadtweiten Parkleitsystems für Jena genutzt. mehr...
Die App MeinJena unterstützt jetzt auch bei der Parkplatzsuche.
Worms: Weitreichende Kooperation
[8.7.2020] In einer Innovationspartnerschaft wollen die Stadt Worms, die Hochschule Worms und der Energieversorger EWR die Digitalisierung in der Kommune voranbringen. mehr...
Eine Innovationspartnerschaft will die Stadt Worms zur Smart City weiterentwickeln.
Nordrhein-Westfalen: Tool für klimagerechten Städtebau
[7.7.2020] Um Kommunen und Städteplaner bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen, wurde in Nordrhein-Westfalen ein Online-Tool veröffentlicht. Damit können verschiedene Anpassungsmaßnahmen in Stadtquartieren simuliert werden. mehr...
Insbesondere Wasser- und Grünflächen sind ein gutes Mittel, um Hitzeentwicklungen in der Stadt entgegenzuwirken. Die Effekte solcher Anpassungsmaßnahmen lassen sich mit dem neuen Online-Tool aus Nordrhein-Westfalen simulieren.
Hessen: Geschäftsstelle Smarte Region gestartet
[2.7.2020] Die hessischen Kommunen werden ab sofort von der neu eingerichteten Geschäftsstelle Smarte Region unterstützt. Diese soll eigene Angebote im Bereich Digitalisierung entwickeln, auch in Kooperation mit verschiedenen Organisationen. mehr...
Die neu gestartete Geschäftsstelle Smarte Region soll für hessische Kommunen  ein breites Serviceangebot im Bereich Digitalisierung schaffen.
Münster: Via Hack zur Smart City
[2.7.2020] Die Stadt Münster und der Verein münsterLAND.digital machen sich gemeinsam auf den Weg zur Smart City. Mit dem vierten Münsterhack soll Ende September dazu das kreative Potenzial von Bürgern, Programmierern und digitalen Vordenkern gehoben werden. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020
Kommune21, Ausgabe 5/2020
Kommune21, Ausgabe 4/2020
Kommune21, Ausgabe 3/2020

IT-Guide PlusCC e-gov GmbH
21079 Hamburg
CC e-gov GmbH
Form-Solutions GmbH
76137 Karlsruhe
Form-Solutions GmbH
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
KID Magdeburg GmbH
39104 Magdeburg
KID Magdeburg GmbH
xSuite Group GmbH
22926 Ahrensburg
xSuite Group GmbH
Aktuelle Meldungen