Rheinland-Pfalz:
Digital resilient während Corona


[1.7.2020] Im Zuge der Pandemiebewältigung hat Rheinland-Pfalz schnellstmöglich neue digitale Infrastrukturen und Anwendungen entwickelt. Dazu hat die Landesregierung nun einen Resilienzbericht veröffentlicht.

In Rheinland-Pfalz wurde jetzt der Resilienzbericht der Landesregierung zur Bewältigung der Corona-Pandemie vorgestellt. „Um die öffentliche Daseinsvorsorge auch in den außergewöhnlichen Herausforderungen der Corona-Krise sicherzustellen, wurde die öffentliche Verwaltung weiter digitalisiert“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Laut einer Pressemeldung der Landesregierung gibt es bereits eine Vielzahl von digitalen Lösungen, beispielsweise in der Finanzverwaltung und Justiz. Die Zahl der Homeoffice-Arbeitsplätze sei insgesamt von 5.000 auf über 15.000 gesteigert worden. Es seien 105 Videokonferenzräume und 83 Audioräume eingerichtet worden. „Die öffentliche Daseinsvorsorge kann nun ihre Leistungen unabhängig von physischen Hemmnissen wie den aktuellen Maßnahmen zur Kontaktvermeidung anbieten. Sie ist moderner, agiler und ortsunabhängiger“, unterstrich Dreyer.

Umstellung auf Fernunterricht

Neben der Einrichtung eines Krisenstabs und eines Kommunikationsstabs der Landesregierung zur Beantwortung von Presse- und Bürgeranfragen wurden weitere Maßnahmen im Bereich der digitalen Infrastruktur und Bildung ergriffen, so die Ministerpräsidentin. Mit dem plötzlichen Wegfall des Präsenzunterrichts mussten die Schulen auf ein System des Fernunterrichts umstellen. Dazu gehörten laut Landesregierung die Errichtung der Lernplattform moodle@RLP und der Schulbox, einer zentralen Cloud zur sicheren Bereitstellung von Lernmaterialien für die Schulen des Landes. Hierbei seien Server-Kapazitäten und Bandbreiten erhöht worden. Im Rahmen des Programms Medienkompetenz macht Schule habe das Land seine Schulen mit fast 12.000 Notebooks und über 8.000 Tablets ausgestattet. Zusammen mit den von Schulträgern angeschafften Geräten gebe es laut der letzten Erhebung somit an den Schulen mindestens 25.000 Notebooks und über 12.000 Tablets. „Auch die Hochschulen können in der aktuellen Krise auf eine gut aufgestellte vernetzte Infrastruktur aufsetzen“, betonte die Ministerpräsidentin. Die Lehrenden würden bei der Konzeption und Erstellung digitaler Lehrveranstaltungen von den hochschuleigenen E-Learning- und Medienzentren sowie dem Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz unterstützt.

Stabile digitale Infrastruktur

Im Zuge der Pandemie ist es nach Angaben der Landesregierung temporär durch die vermehrte Nutzung von Telekommunikationsdienstleistungen im Homeoffice zu einer deutlich höheren Auslastung der Mobilfunknetze gekommen. „Die digitale Infrastruktur ist stabil und hat funktioniert. Im Zuge der Pandemiebewältigung sind neue Kommunikationswege, Meldesysteme, Ressourcenplattformen und Auswertungssysteme entstanden, die soweit wie möglich verbessert werden sollen“, sagte die Ministerpräsidentin. Basis vieler Anwendungen sei die Strategie für das digitale Leben in Rheinland-Pfalz (wir berichteten). „Wir sind mit vielen Projekten, die bereits in Planung oder angestoßen sind, auf dem richtigen, zukunftsfähigen Weg, um das Land noch krisenfester zu machen“, erklärte Dreyer. (co)

Zum Bericht „Rheinland-Pfalz nachhaltig digital. Resilienz durch digitale Infrastrukturen und Anwendungen“ (Deep Link)
https://www.rlp.de

Stichwörter: Politik, Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, Corona



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
KGSt: OZG-Umsetzung aus Sicht der Kommunen
[20.1.2021] Die KGSt hat ein Papier vorgelegt, in dem sie die OZG-Umsetzungsstrategien aus Sicht des kommunalen Managements einschätzt. Bedürfnisse und Kapazitäten der Kommunen sind im Prozess demnach nicht genügend berücksichtigt. mehr...
dbb Umfrage: Bürger geben gute und schlechte Noten Bericht
[20.1.2021] Der dbb Beamtenbund und Tarifunion hat im Rahmen seiner Jahrestagung 2021 eine Bürgerbefragung zum Ansehen des öffentlichen Dienstes vorgestellt – und kommt zu schlechten Ergebnissen. mehr...
Gemischte Rückmeldung geben die Bürger dem Öffentlichen Dienst.
IT-Planungsrat: Hamburg hat Vorsitz inne
[13.1.2021] Mit dem neuen Jahr hat die Freie und Hansestadt Hamburg den Vorsitz im IT-Planungsrat übernommen. Staatsrat Jan Pörksen, Chef der Senatskanzlei, ist somit der neue Vorsitzende des Gremiums. mehr...
Jan Pörksen, Chef der Senatskanzlei und des Personalamts der Freien und Hansestadt Hamburg, übernimmt 2021 den Vorsitz im IT-Planungsrat.
Interview: Vernünftiges Umdenken Interview
[13.1.2021] Die Digitalisierungsstrategie in Hessen geht über eine Umsetzung des OZG hinaus, sagt Ulrich Künkel. Kommune21 sprach mit dem ekom21-Geschäftsführer darüber, welchen Ansatz Land und Kommunen verfolgen und wie der Stand der Dinge ist. mehr...
ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel
OZG-Umsetzung: Anspruch und Wirklichkeit Bericht
[11.1.2021] Mit der OZG-Umsetzung wollen Bund und Länder den digitalen Entwicklungsrückstand im Bereich der öffentlichen Verwaltung aufholen. Ob das gelingt, entscheidet sich auf kommunaler Ebene sowie an den Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Verwaltung. mehr...
Für die angestrebte Umsetzung des OZG bleibt noch viel zu tun.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2021
Kommune21, Ausgabe 12/2020
Kommune21, Ausgabe 11/2020
Kommune21, Ausgabe 10/2020

brain-SCC GmbH
06217 Merseburg
brain-SCC GmbH
cit GmbH
73265 Dettingen/Teck
cit GmbH
NCP engineering GmbH
90449 Nürnberg
NCP engineering GmbH
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
Aktuelle Meldungen