München:
Digitales Werkzeug für die Haushaltsplanung


[16.7.2020] Die Stadtverwaltung München nimmt ein neues digitales Planungsinstrument in Betrieb, mit dem sich Finanzdaten und alle relevanten Unterlagen für die Haushaltsplanung managen lassen.

Mit einer neuen Software will die Münchner Stadtverwaltung mehr Effizienz in der Haushaltsplanung einführen. Das SAP-Produkt BW-IP (Business Warehouse – Integrierte Planung) ermöglicht die digitale Zusammenführung aller notwendigen Informationen aus allen Referaten. Nach Angaben der bayerischen Landeshauptstadt soll die neue Sachverhaltsdatenbank erstmals für die Haushaltsplanung 2021 zum Einsatz kommen. Bislang seien bei der Stadtkämmerei Tausende von Einzelmeldungen eingegangen sowie weitere relevante Unterlagen wie Stadtratsbeschlüsse, Berechnungen und Beschlussvorlagen. Diese Dokumenten fließen nun in digitaler Form in das Planungsinstrument ein.
In der Datenbank speichern die Referate alle Unterlagen, die für die Haushaltplanung relevant sind. Daran schließt sich ein Abstimmungsprozess an. Aufgabe der Kämmerei sei es, Positionen und Kalkulationen zu prüfen und die Einzelhaushalte in einem großen beschlussfähigen Gesamthaushalt zusammenzuführen. Auch diese Arbeit geschieht nun in der Datenbank anstatt auf Papier. „Die Vorteile der digitalen Prozesse liegen damit auf der Hand“, sagt Monika Staudinger, Leiterin der Haushaltsplanung in der Stadtkämmerei: „Wir haben alle Unterlagen schnell zur Hand und können effizienter arbeiten. Unsere Eingaben stehen sofort wieder zur Verfügung. Es kursieren keine unterschiedlichen Tabellen mehr. Viel von dem bisherigen Aufwand für Dateneingabe, Druck und Verteilung entfällt.“

Effizienzgewinn nutzen

Der erwartete Effizienzgewinn soll vor allem für mehr Tempo bei der Mittelbeantragung sorgen. In den vergangenen Jahren sei es wegen der Komplexität der städtischen Finanzen nicht immer möglich gewesen, den Haushalt zu den gültigen Fristen bei der Genehmigungsbehörde vorzulegen. Dies habe zu so genannten haushaltslosen Zeiten geführt, in denen weiterfließende gesetzliche und vertragliche Leistungen unter dem Vorbehalt der nachträglichen Genehmigung standen. Nach den Erfahrungen mit der ersten IT-gestützten Planungsrunde zeigt sich bereits, dass Termine eingehalten und Zahlen nicht mehr auf Referats-, sondern auf Produktebene in den Haushaltsplan einfließen konnten. Somit sei der Stadtrat in der Lage, Steuerung nicht mit pauschalen Summen, sondern mit konkreten Zahlen für Projekte, Services und Maßnahmen vorzunehmen. (hm)

https://muenchen.digital

Stichwörter: Finanzwesen, München, Haushaltsplanung, SAP



Druckversion    PDF     Link mailen




 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Finanzwesen
Finanzwesen: Spielregeln festlegen Bericht
[26.11.2020] Die Infrastruktur zur Verarbeitung von XRechnungen steht, doch die Rechnungen im neuen Format tröpfeln nur langsam ins System? Dann sollten sich öffentliche Auftraggeber mit ihren Lieferanten zusammensetzen und essenzielle Fragen klären. mehr...
Öffentliche Auftraggeber können ihren Lieferanten den Weg zur E-Rechnung erleichtern.
Finanzwesen: Kommunen profitieren immer Interview
[19.11.2020] Das Unternehmen IDL feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Kommune21 sprach mit den Firmengründern Bernward Egenolf und Harald Frühwacht darüber, wie sich die Anforderungen an Software für das kommunale Finanz-Management geändert haben. mehr...
Bernward Egenolf und Harald Frühwacht.
E-Rechnung: Geglückter Umstieg in Töging
[3.11.2020] Die Stadt Töging am Inn ist einer der regionalen Vorreiter beim Einsatz des digitalen Rechnungsverfahrens. Ein Fallbericht des IT-Dienstleisters AKDB zeigt den Umstieg aus kommunaler Perspektive. mehr...
KISA: Weitere Finanz-Software im Portfolio
[30.9.2020] KISA bietet seinen Kunden eine zweite Finanz-Software an. Mit Infoma newsystem von Axians Infoma sollen kommunale Kernverwaltungen aber auch Eigenbetriebe angesprochen werden. mehr...
E-Rechnung: E-Rechnung geht einfach Bericht
[29.9.2020] Um die Potenziale der E-Rechnung auszuschöpfen, muss der komplette Prozess vom Angebot über die Auftragsbestätigung bis hin zur Rechnung und Bezahlung digitalisiert werden. Der cloudbasierte Sparkassen-Rechnungs-Service unterstützt bei der Umsetzung. mehr...
Rechnungsprozesse aus der Cloud.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 11/2020
Kommune21, Ausgabe 10/2020
Kommune21, Ausgabe 9/2020
Kommune21, Ausgabe 8/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Finanzwesen:
IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
ab-data GmbH & Co. KG
42551 Velbert
ab-data GmbH & Co. KG
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
ekom21 – KGRZ Hessen
35398 Gießen
ekom21 – KGRZ Hessen
Saxess AG
04107 Leipzig
Saxess AG
Aktuelle Meldungen