Hessen:
Arbeitslosengeld II digital


[30.7.2020] Als erstes Bundesland ermöglicht Hessen die digitale Beantragung und Bearbeitung von ALG II und erfüllt damit einen Meilenstein aus dem Arbeitsheft des Onlinezugangsgesetzes.

Hessen digitalisiert seine Jobcenter gemäß Onlinezugangsgesetz (OZG) und ermöglicht als erstes Bundesland die elektronische Beantragung und Bearbeitung von ALG II. Bereits in drei Kommunalen Jobcentern (KJC) steht der Online-Dienst zur digitalen Bearbeitung von Arbeitslosengeld-II-Anträgen zur Verfügung, in fünf weiteren ist er in Vorbereitung. Dies teilt das hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mit. Inzwischen können alle 104 kommunalen Jobcenter in Deutschland die erste Version des digitalen Antrags nutzen (wir berichteten). Damit werden sowohl die kommunalen Jobcenter als auch Millionen von Antragstellern entlastet. Coronabedingt sind die Fallzahlen für ALG II gestiegen, sodass die Digitalisierung des Online-Services kurzfristig beschleunigt wurde.
Staatssekretär und CIO in Hessen, Patrick Burghardt, erklärt: „Hessen hat sich im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes und seiner Digitalisierungsstrategie intensiv bei der Umsetzung des Arbeitslosengeld-II-Antrags eingebracht und frühzeitig die Federführung zur Entwicklung des ALG-II-Online-Antrags übernommen. Gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen konnten wir die digitale Beantragung des Antrags zügig umsetzen. Unser gemeinsames Ziel ist es, quasi das digitale Rathaus nach Hause zu bringen, damit Behördengänge einfach und bequem rund um die Uhr erledigt werden können.“
Wie das Digitalministerium ausführt, zeichnet sich der Online-Antrag im Vergleich zum sechsseitigen Papierantrag und seinen zahlreichen auszufüllenden Anlagen durch hohe Nutzerfreundlichkeit aus. Er sei übersichtlich gestaltet, relevante Informationen würden nur einmal und basierend auf vorherigen Antworten abgefragt, eingebettete Hilfetexte lieferten Erklärungen und seien leicht verständlich. Die Antragsdaten werden komplett online eingegeben und alle nötigen Nachweise können direkt per Computer oder Smartphone hochgeladen werden. Anschließend werde der Antrag elektronisch und sicher an das zuständige kommunale Jobcenter übermittelt. (hm)

https://digitales.hessen.de

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Jobcenter, ALG II, Hessen, OZG



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Interview: Sanfter Übergang Interview
[24.9.2020] Die Stadtverwaltung Baden-Baden hat kurz vor der Corona-Pandemie auf eine neue VPN-Lösung umgestellt. Über den gelungenen Einstieg in die neue Arbeitswelt sprechen IT-Leiter Matthias Götz und René Nies, Vertriebsmanager beim Anbieter NCP. mehr...
Matthias Götz
Vitako / Deutscher Landkreistag: Positionspapier zur föderalen IT-Architektur
[27.8.2020] Der Deutsche Landkreistag und Vitako haben ein Papier zur föderalen Digitalisierungsarchitektur vorgelegt. Unter anderem wird umrissen, wie bereits bestehende kommunale IT-Strukturen weiterentwickelt werden können, um OZG-Vorgaben zu erfüllen. mehr...
Bürgerservice: Terminal als Brücke Bericht
[19.8.2020] Mit automatisierten Ausgabe-Terminals können Behörden den Bürgern nicht nur Dokumente außerhalb von Öffnungszeiten zur Verfügung stellen. Sie stärken damit auch den lokalen Einzelhandel oder reduzieren sogar den CO2-Ausstoß in einer Kommune. mehr...
Niedersachsen: Software entlastet Gesundheitsämter
[17.8.2020] Eine spezielle Software soll die Gesundheitsämter in Niedersachsen bei ihren pandemiebezogenen Aufgaben unterstützen. Die Open-Source-Anwendung soll bis Jahresende im gesamten Bundesland implementiert sein. mehr...
SharePointForum 2020: Webinar-Serie und Präsenzveranstaltung
[13.8.2020] Mit einer wöchentlichen Webinar-Serie startete das Stuttgarter SharePointForum 2020 bereits Ende Juli. Auf der Präsenzveranstaltung Ende Oktober stehen die Themen SharePoint, Microsoft Teams und Office 365 im Fokus. mehr...
Die Präsenztickets für das SharePointForum sind in diesem Jahr begrenzt, um ausreichend Raum bieten zu können. Allerdings besteht auch die Möglichkeit online teilzunehmen.
Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 9/2020
Kommune21, Ausgabe 8/2020
Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Infrastruktur:
IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
Consultix GmbH
28195 Bremen
Consultix GmbH
Net at Work GmbH
33104 Paderborn
Net at Work GmbH
ColocationIX GmbH
28195 Bremen
ColocationIX GmbH
Aktuelle Meldungen