Vitako:
Positionspapier zum FIM


[14.9.2020] Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, hat ihre Anforderungen an das Föderale Informationsmanagement (FIM) in einem Positionspapier zusammengefasst und gibt Anregungen zur Weiterentwicklung.

Das Föderale Informationsmanagement (FIM) soll nach dem Baukastenprinzip standardisierte Informationen für Verwaltungsleistungen wie Antrags-, Genehmigungs- und Anzeigeverfahren liefern und so die Basis für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bilden. Behörden aller Verwaltungsebenen sollen die im FIM hinterlegten Informationen direkt nutzen können.
Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, hat in ihrer Facharbeitsgruppe E-Government ein Positionspapier zum FIM erarbeitet und jetzt publiziert. Das Papier fasst die Anforderungen an das FIM zusammen, die nach Einschätzung des Verbands in Zukunft im E-Government berücksichtigt werden sollten. Das FIM sollte die Grundlage für die standardisierte Bereitstellung von digitalen Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen sein, so Vitako. Alle Behörden, Fachverfahrenshersteller und IT-Dienstleister sollen sich auf diese Informationen beziehen können. Somit könne der Aufwand bei der Umsetzung von OZG-Leistungen erheblich sinken, denn Länder und Kommunen seien in der Lage, auf qualitätsgeprüfte Vorarbeiten nächsthöherer Verwaltungsebenen zurückzugreifen.

Schnittstellen und Standards

Davon unabhängig sei es eine zwingende Voraussetzung für die Bereitstellung digitaler Verwaltungsleistungen, dass Schnittstellen sowohl zu den Fachverfahren als auch zu den Basisdiensten wie etwa dem Nutzerkonto bestehen, betont Vitako. Eine zentrale Rolle spielten hier die existierenden XÖV-Standards. Vitako und der Deutsche Landkreistag (DLT) haben dazu bereits im August 2020 ein gesondertes Papier zur Konzeption und Umsetzung einer föderalen Digitalisierungsarchitektur veröffentlicht, in dem dieser Punkt berücksichtigt wird (wir berichteten).
Die Standardisierung von OZG-Leistungen durch die Nutzung von FIM begrüßt Vitako. Um die Verwaltungsdigitalisierung und die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes voranzubringen, sei es jedoch notwendig, dieses Instrument weiterzuentwickeln: FIM könnte in Zukunft die führende Methodik bei der Definition von Standardprozessen sein und dabei herstellerunabhängig eine tatsächliche Nachnutzung im Rahmen des Anforderungsmanagements ermöglichen, schlägt Vitako vor. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft formuliert in dem Papier dazu auch konkrete Anforderungen. (sib)

Positionspapier der Vitako zum FIM (PDF, 174 KB) (Deep Link)
https://fimportal.de

Stichwörter: Politik, Vitako, Föderales Informationsmanagement (FIM), OZG



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Gesetzgebung: Kabinett beschließt RegMoG
[25.9.2020] Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur Registermodernisierung beschlossen. Damit wird die bekannte Steuer-Identifikationsnummer in die Verwaltungsregister eingeführt werden, um das Once-Only-Prinzip zu ermöglichen. mehr...
OZG-Umsetzung: Investitionen für ganz Deutschland
[23.9.2020] Bund und Länder haben sich auf die Umsetzung der drei Milliarden Euro des Bundes aus dem Konjunkturpaket geeinigt, um die Umsetzung der OZG-Vorgaben voranzubringen. Ein wichtiger Punkt ist das Einer-für-Alle-Prinzip. mehr...
Registermodernisierung: Technisch besser machbar
[22.9.2020] Die Bundesregierung hält im Entwurf zu einem Registermodernisierungsgesetz an der Steuer-Identifikationsnummer als Personenkennziffer fest, obwohl technisch modernere und datenschutzkonforme Lösungen möglich sind. mehr...
Hessen: Digitalisierungsberatung für Kommunen
[17.9.2020] IT-Dienstleister ekom21 hat mit Hessens Innenminister und der Digitalministerin eine Vereinbarung zur Digitalisierungsberatung für Kommunen unterzeichnet. Damit will das Land Kommunen in der OZG-Umsetzung unterstützen. mehr...
Digitale Kommunen Brandenburg: Potsdam tritt Zweckverband bei
[16.9.2020] Die Landeshauptstadt Potsdam wird sich dem Zweckverband Digitale Kommunen Brandenburg anschließen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 9/2020
Kommune21, Ausgabe 8/2020
Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020

IT-Guide PlusDATEV eG
90429 Nürnberg
DATEV eG
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Kommunix GmbH
59425 Unna
Kommunix GmbH
Corel GmbH
63755 Alzenau
Corel GmbH
Aktuelle Meldungen