Eichwalde / Ebendorf:
Zukunftsfähige Netze


[23.10.2020] Eichwalde in Brandenburg und Ebendorf in Sachsen-Anhalt realisieren Giga-Netze. Das Unternehmen DNS:NET begleitet sie dabei von der Bedarfsanalyse bis zur Umsetzung. Im August ist der Ausbau in den Gemeinden gestartet.

Glasfaser bis ins Haus für Ebendorf und Eichwalde. Der Blick nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt zeigt: wenn Bürger ihre Kommunen beim Breitband-Ausbau mit Vorverträgen unterstützen und kommunale Entscheidungen mit Weitsicht erfolgen, ist ein eigenwirtschaftlicher Ausbau seitens der Wirtschaft realistisch und zügig umsetzbar.
So etwa in Eichwalde: Im August startete das Unternehmen DNS:NET dort die Tiefbauarbeiten und die kilometerlange Leerrohrverlegung in Kooperation mit den örtlichen Firmen. Im Ergebnis kommt die Glasfaser direkt bis ins Haus. Die amtsfreie Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald hat über 6.400 Einwohner und liegt direkt an der südöstlichen Stadtgrenze von Berlin. Aufgrund seiner Bedarfsanalysen, der langjährigen Erfahrung bei der Versorgung unterversorgter Regionen und seiner eigenen Glasfasernetzstruktur mit dem Brandenburger Gigabit-Ring, hat sich DNS:NET hier für den eigenwirtschaftlichen Ausbau entschieden. Die ersten Technikstandorte zum Anschluss an den Brandenburger DNS:NET-Glasfaserring werden derzeit aufgebaut. 

Zukunftsfähige Infrastruktur Made in Brandenburg

Mit 40 Kilometern Tiefbau und 400 Kilometern Glasfaserkabel soll die Kommune Vorreiter in puncto Zukunftssicherung werden. Im nächsten Schritt können bereits über 2.000 Gebäude direkt angebunden werden. Mit dem Ein-Gigabit-Anschluss ergeben sich neue Möglichkeiten für die Werterhaltung von Immobilien, für Kommunikation, Bildung, Arbeit und Vernetzung. Zahlreiche Haushalte konnten sich ihren Glasfaseranschluss bereits im Jahr 2019 mit einem Vorvertrag sichern und sind beim Glasfaserausbau 2020 dabei. Damit unterstützen sie auch die Gemeinde, da so der Ausbau planungssicher und in kürzester Zeit realisiert werden kann.
Der Bürgermeister von Eichwalde, Jörg Jenoch, ist begeistert vom großen Interesse an den Vorverträgen und der Aussicht auf den Anschluss an eine zukunftsfähige Infrastruktur Made in Brandenburg. „Eichwalde wird als attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten noch mehr gewinnen und setzt folgerichtig auf zukunftsfähige Technologien und verlässliche langfristige Partner wie DNS:NET, die die regionalen Besonderheiten sehr gut kennen“, sagt Jenoch. „Ich freue mich, dass sich mittelständische Telekommunikationsunternehmen aus der Region für die Region engagieren, unsere Vereine unterstützen und in Kooperation mit unseren Firmen vor Ort zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Außerdem liegen mir Investitionssicherheit und Daseinsvorsorge ganz besonders am Herzen. Im Zuge des Anschlusses ans Giga-Netz können auch kommunale Einrichtungen mit höchsten Bandbreiten ausgestattet werden.“ 

Lücken in nicht förderfähigen Ortslagen schließen

Vor knapp zwei Jahren starteten die Gespräche zwischen DNS:NET und der Gemeinde, um die Standort-Infrastruktur zu optimieren. Bislang galt der Ort als versorgt, aber die Bandbreite orientierte sich am Kupferkabel. Nach der ausführlichen Analysephase und den Bauplanungen geht es nun im dritten Quartal 2020 richtig los: Eichwalde bekommt ein Glasfasernetz mit Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde. „Großartig, ich bin sehr zufrieden, dass wir hier von Anfang an auf eine verlässliche Internet-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus setzen. Mit dieser Option können wir nicht nur die Attraktivität als Wohnort sichern, sondern auch geplante Neuansiedlungen von Firmen und Wissenschaft gezielt fördern und umsetzen“, sagte Jörg Jenoch beim symbolischen Spatenstich Anfang August.
DNS:NET setzt auch auf einen zügigen Ausbau des Breitband­internets in Sachsen-Anhalt. Das Motto lautet: Glasfaser für alle. Als Partner der ARGE Breitband im Landkreis Börde und des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) versorgt das Unternehmen die größten zusammenhängenden FTTB/FTTH-Gebiete in Sachsen-Anhalt mit Glasfaser bis ins Haus. In unterversorgten Regionen mit Interesse seitens der Einwohner in nicht förderfähigen Ortslagen können Lücken durch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau geschlossen werden – so auch in Ebendorf in der Einheitsgemeinde Barleben nördlich von Magdeburg.

Gute Vorvertragsquoten erreicht

Im Barleber Ortsteil Ebendorf können nun potenziell 2.000 Einwohner von DNS:NET mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Nach dem Erreichen guter Vorvertragsquoten, intensiven Gesprächen mit der Verwaltung und dem positiven Zuspruch seitens der Einwohner ging es Mitte August mit dem symbolischen Spatenstich los. Zuvor wurde der erste Haushalt seitens der Tiefbaufirmen für den Netzanschluss vorbereitet und die Hauseinführung realisiert. In Ebendorf werden ab sofort weitere Straßenzüge erschlossen und dabei Tiefbauarbeiten vorgenommen. Die dabei zu errichtenden Leerrohrtrassen werden mit Glasfaserkabeln belegt.
Rainer Piroth, Mitglied der Geschäftsleitung von DNS:NET: „Wir haben nach gründlicher Analyse, Erhebung der ersten Vorvertragsquoten sowie intensiven Gesprächen mit der Gemeinde beschlossen, dass auch die nicht geförderten Gebiete in der Region Barleben in Ebendorf konsequent ausgebaut werden sollen. Dazu gibt es durch die technische Anbindung an den zentralen Technikverteiler von DNS:NET in Barleben beste Bedingungen. Wir können nach den erfolgten Tiefbauarbeiten flexibel anschalten, damit die Haushalte 500 Megabit pro Sekunde Bandbreite wie beim Giga-Netz im Landkreis Börde nutzen können.“

DNS:NET-Geschäftsstelle in Barleben

Am Standort Barleben befindet sich auch die regionale DNS:NET-Geschäftsstelle. Dort wird sowohl Technik als auch Bauplanung zielgenau mit den Kommunen und Zweckverbänden koordiniert. Die Anbindung zwischen Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg sichert zudem kurze Wege bei der Logistik zwischen den drei DNS:NET-Hochsicherheits-Rechenzentren. Im Jahr 2019 wurde in Barleben ein weiterer Technikstandort realisiert, der für 80.000 Anschlüsse ausgelegt ist und für die Anbindung der Mitgliedsgemeinden der ARGE Breitband zur Verfügung steht, bei Bedarf kann so der gesamte Landkreis versorgt werden. 
„Im Sinne der Daseinsvorsorge freue ich mich sehr darüber, dass die Haushalte in Ebendorf nun endlich Glasfaser bis ins Gebäude bekommen und dass sich Unternehmen mit regionalem Bezug am Standort Sachsen-Anhalt engagieren“, sagt der Barleber Bürgermeister Frank Nase. „So werden Arbeitsplätze geschaffen, Immobilien erfahren eine Wertsteigerung und Barleben wird als attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten gestärkt.“

Verlässliche Höchstgeschwindigkeiten

Und auch Manfred Behrens, Ortsbürgermeister von Ebendorf, ist zufrieden mit der Entwicklung: „Für uns ist das ein historischer Tag, an dem wir das Giga-Netz des Landkreises bekommen und nach zeitnahem Ausbau verlässliche Höchstgeschwindigkeiten nutzen können. Wir haben endlich Glasfaser im Dorf und den Sprung von 50 auf 500 Mbit/s vollzogen, denn die Netze sind jetzt schon überlastet. Ich bin froh, dass die so genannten schwarzen Flecken durch den Ausbau seitens der DNS:NET mit realisiert werden können und wir uns für die Zukunft wappnen. Im Zuge des Ausbaus werden dann auch Kindergarten, Schule, Feuerwehr und wichtige kommunale Einrichtungen von der neuen Infrastruktur profitieren.“

Hans Güldenpenning ist freier Journalist.

https://www.eichwalde.de
https://www.barleben.de
https://www.dns-net.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Oktober 2020 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Breitband, DNS:NET, Eichwalde, Ebendorf, Glasfaser

Bildquelle: www.dns-net.de

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