Studie:
Wie smart sind deutsche Städte?


[14.10.2020] Die nunmehr dritte Smart-City-Studie des Beratungsunternehmens Haselhorst Associates liegt vor. Großstädte belegen die vorderen Plätze im Ranking, doch auch einige Mittelstädte und smarte Regionen schnitten gut ab.

Die Unternehmensberatung Haselhorst Associates hat jetzt zum dritten Mal seit 2018 eine deutschlandweite Auswertung zu Smart Citys durchgeführt. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden insgesamt 403 Städte mit über 30.000 Einwohnern berücksichtigt und in einem Ranking eingeordnet. Betrachtet wurden Datensätze aus amtlichen Statistiken der Städte sowie qualitative Analysen aus Smart-City-Initiativen.
Demnach gibt es gegenüber dem Vorjahresbericht einen Wechsel an der Spitze: Hamburg landet auf dem ersten Platz und setzt sich damit vor den Vorjahressieger Köln. Auch im Smart City Index des Digitalverbands Bitkom, der 81 deutsche Städte auswertete, belegte Hamburg kürzlich den ersten Rang (wir berichteten).
Die Haselhorst-Studie bescheinigt Hamburg einen Digitalisierungsgrad von 45 Prozent, Köln erhielt einen Score von 44 Prozent. Auf Platz drei landet, wie bereits in den Vorjahren, München. Im weiteren Verlauf des Rankings gibt es einige Veränderungen. So schafft mit Ravensburg erstmals auch eine Mittelstadt den Sprung unter die Top Ten der smartesten Städte Deutschlands (Digitalisierungsgrad 30 Prozent). Das nordrhein-westfälische Soest (28 Prozent) katapultierte sich vom 150. auf den 16. Platz und gilt damit als Kommune mit dem größten digitalen Fortschritt, berichtet der Studienherausgeber. Knapp die Hälfte der untersuchten Kommunen weise jedoch einen Digitalisierungsgrad von weniger als zehn Prozent auf. Auffallend sei außerdem, dass sich im gesamten hinteren Drittel des Rankings ausschließlich Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern finden.

Chancen für kleine Kommunen

Vielen der kleineren und mittleren Städten fehle es an personellen und finanziellen Ressourcen, um das Thema Smart City voranzutreiben, kommentiert Geschäftsführer Arno Haselhorst die Untersuchung. Allerdings könne es insbesondere für kleinere Kommunen „ungemein hilfreich sein, sich mit benachbarten Städten zusammenzuschließen – und Digitalisierungsprojekte gemeinsam anzustoßen“. Als Beispiel für eine erfolgreiche smarte Region nennt die Studie Paderborn. Als Leitkommune der digitalen Modellregion Ostwestfalen-Lippe wird sie vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium gefördert, treibt aber auch eigene Digitalprojekte voran und belegt im Ranking nun den siebten Platz. (sib)

Weitere Informationen zum Smart City Ranking 2020 (Deep Link)

Stichwörter: Smart City, Haselhorst Associates, Studie



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Bonn: Studierende finden smarte Lösungen
[17.1.2022] Der Smart-City-Prozess in Bonn nimmt nach einer längeren Strategiephase allmählich Fahrt auf. Im Zuge einer Workshop-Reihe zum Thema Design Thinking entwickelten mehrere Studierenden-Teams Lösungen mit konkretem Nutzen für die Stadt und ihre Bewohner. mehr...
Erlangen: Effizienter Winterdienst Bericht
[14.1.2022] Eine Internet-of-Things-Lösung erleichtert in Erlangen die Arbeit des Betriebs für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung. Damit kann beispielsweise der Winterdienst seine Streufahrzeuge effizienter einsetzen und unnötige Fahrten vermeiden. mehr...
Dank einer IoT-Lösung kann der Erlanger Winterdienst besser planen.
Bruchköbel: Smart City ganzheitlich gedacht
[13.1.2022] Die Stadt Bruchköbel erhält für die Umsetzung des „Projekts Digital Urban Community – Smart Targets 2023“ 279.000 Euro vom Land Hessen. Die Digitalisierungsvorhaben aus den Bereichen Verwaltung, Handel und Ehrenamt sollen grundlegende Verbesserungen für Bürger erzielen. mehr...
Würzburg: Stadt und Region werden smarter
[12.1.2022] Stadt und Landkreis Würzburg haben einen Vertrag für ein Smart-City-Modellprojekt unterzeichnet. Das Vorhaben, bei dem Stadt und Region Lösungen für Zukunftsaufgaben Hand in Hand entwickeln wollen, wird im Rahmen des BMI-Wettbewerbs Smart Cities gefördert. mehr...
Landrat Thomas Eberth und OB Christian Schuchardt (vorne, v.l.) und die Projektverantwortlichen Michael Dröse und Klaus Walther (hinten, v.l.) bei der Unterzeichnung.
Kaiserslautern: Digitalisierung im Jahresrückblick
[23.12.2021] Zum Ende des Jahres blickt die Stadt Kaiserslautern zurück auf die Projektfortschritte und Weichenstellungen, die für 2021 in Sachen Digitalisierung zu verzeichnen sind. mehr...
Das Jahr 2021 bot in Kaiserslautern zahlreiche digitale Highlights.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

brain-SCC GmbH
06217 Merseburg
brain-SCC GmbH
Axians Infoma GmbH
89081 Ulm
Axians Infoma GmbH
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Lecos GmbH
04103 Leipzig
Lecos GmbH
Aktuelle Meldungen