Studie:
Digitale Kommune: Eine Typfrage?


[20.10.2020] Kommunale Digitalisierung ist komplex und kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. ÖFIT und KGSt veröffentlichten jetzt eine Studie, in der verschiedene Digitalisierungstypen beschrieben und auch angeleitet werden.

Digitale Technologien ermöglichen nicht nur eine effizientere Gestaltung von Verwaltungsprozessen und nutzerzentrierten Services im Sinne des E-Government, sie verändern auch das Zusammenwirken mit der örtlichen Gemeinschaft. Dabei ist das Feld Digitalisierung groß: Die „eine“ digitale Kommune gibt es nicht. Ist es stattdessen eine Typfrage, wie Kommunen mit der Digitalisierung umgehen? Dieser Frage geht eine gemeinsame Studie des Kompetenzzentrums Öffentliche IT ( ÖFIT) und der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) nach, die jetzt veröffentlicht wurde. Dafür wurden die Befragungsergebnisse von gut 400 Kommunen ausgewertet. Anhand der prioritären Digitalisierungsziele wurden Cluster identifiziert, die darauf eine Antwort geben.

Vier Kommunentypen

Vier Typen von Kommunen lassen sich laut Studie unterscheiden: Die Bedächtigen, die einen Fokus auf die Umsetzung rechtlicher Vorgaben und Fördermittel legen; die Optimierer, die vor allem Effizienz und Effektivität der Verwaltungsleistungen und -prozesse im Blick haben; die Serviceorientierten, die die Attraktivität der Kommune und die Bürgernähe stärken wollen sowie die Community Manager, die insbesondere die kommunale Daseinsvorsorge und die örtliche Gemeinschaft fördern. Die Studie stellt die vier Kommunentypen in verschiedenen Handlungs- und Management-Feldern der Digitalisierung dar. Jeder Kommunentyp erhält einen übersichtlichen Steckbrief, der die Stärken kurz und knapp zusammenfasst.
Alle Digitalisierungstypen zusammen bilden das „D(igitalisierungs)-Team“, so die Studie. Denn nur wenn alle Stärken genutzt werden und die Kommunentypen voneinander lernen, könnten sie eine wirksame Digitalisierung für ihre örtliche Gemeinschaft erreichen. Die Studie will zeigen, wie unterschiedlich die Digitalisierung angegangen wird und liefert gleichzeitig Anstöße, um die eigenen Prozesse und Denkweisen zu hinterfragen.

Austausch erwünscht: begleitende Websession

Die Publikation will dazu anregen, in den Austausch zu kommen und sich aktiv mit den Stärken jedes Kommunentyps auseinanderzusetzen. Eine erste Gelegenheit dafür bietet eine gemeinsame Websession von ÖFIT und KGSt am 29. Oktober 2020 um 17.00 Uhr. Darin sollen die Studie und die Kommunentypen in einem kurzen Impuls vorgetragen werden, es folgt eine Diskussion der zentralen Ergebnisse mit kommunalen Praxisexperten aus dem Kreis Wesel und den Städten Köln, Freiburg sowie Pattensen. Auch das virtuelle Publikum soll in die Diskussion eingebunden werden. (sib)

Anmeldung zur Websession (Deep Link)
https://www.kgst.de
https://www.oeffentliche-it.de

Stichwörter: Panorama, Studie, KGSt, ÖFIT, E-Government



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Citrix-Studie: IT-Experten stärker einbeziehen Bericht
[22.11.2021] Eine Studie des IT-Unternehmens Citrix zeigt den Digitalisierungsstand in deutschen Behörden und nimmt dabei auch die Rolle der IT-Verantwortlichen in den Blick. Wie sind die Behörden derzeit aufgestellt, was muss sich ändern, damit die Digitalisierung weiter vorangetrieben wird? mehr...
Bayern: Neues IT-Fellowship-Programm
[12.11.2021] Ab sofort können sich Interessierte aus den Bereichen Produkt-Management, Software-Entwicklung, UX-Design und aus den Verwaltungswissenschaften für das Programm Digitalschmiede Bayern bewerben. Im Rahmen des Programms werden digitale Prozesse und Produkte für die öffentliche Hand entwickelt. mehr...
Berlin: Blockchain auf der Siegertreppe
[11.11.2021] Das ITDZ Berlin wird mit dem diesjährigen „Berliner Verwaltungspreis“ ausgezeichnet. Der IT-Landesdienstleister überzeugte die Jury in der Kategorie „Innovativer Service für Bürgerinnen und Bürger und Kundinnen und Kunden“ mit dem kooperativen Projekt „Blockchain-basierte digitale Schulzeugnisse für das Land Berlin“. mehr...
krz: Rödinghausen wird digitale Gemeinde
[10.11.2021] Die seit Frühjahr 2021 angebotenen DigiChange-Projekte des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) werden sehr gut angenommen. Inzwischen hat in der Kommune Rödinghausen das siebte Projekt dieser Art seinen Anfang genommen. mehr...
Kassel: Verwaltungsdienste im Kaufhaus
[8.11.2021] Das Warenhaus Galeria erprobt in Kassel neue Wege. In einer bundesweit einzigartigen Pilot-Filiale eröffnen Stadtverwaltung und städtische Unternehmen eine gemeinsame zentrale Anlaufstelle, an der Bürger ihre Verwaltungsangelegenheiten erledigen können. mehr...
Suchen...

 Anzeige



 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021
Kommune21, Ausgabe 9/2021
Kommune21, Ausgabe 8/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Panorama:
JCC Software
48149 Münster
JCC Software
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
Aktuelle Meldungen